Stadtmuseum schließt vorübergehend - Museumsarbeit geht weiter

Das Stadtmuseum Hofheim bleibt ab Montag, 9. November 2026, aufgrund personeller Engpässe vorübergehend für den regulären Publikumsverkehr geschlossen. Hinter den Kulissen geht die Museumsarbeit jedoch weiter: Die Betreuung der Sammlung, die Entwicklung und Durchführung von Bildungs- und Vermittlungsangeboten, wie z.B. Gruppenführungen oder Kindergeburtstagen, sowie alle weiteren museumsfachlichen Aufgaben werden fortgeführt. Auch die Möglichkeit, Räume für Veranstaltungen anzumieten, besteht weiterhin.

Noch bis Sonntag, 8. November, ist die Präsentation „Sammlung Ursula Teschner“ zu sehen. Das Stadtmuseum Hofheim hat 2025 eine umfangreiche Privatsammlung als Schenkung erhalten. Die Stifterin Ursula Teschner hat in ihrem Privathaus über zehn Jahre, von 2004 - 2015, die sogenannte „Sonnabend-Galerie“ veranstaltet, deren Fokus auf Werken der abstrakten Kunst lag. Die Ausstellung würdigt diese herausragende Schenkung und stellt das Wirken von Ursula Teschner als Galeristin und Sammlerin in den Mittelpunkt. Am Sonntag, dem letzten Ausstellungstag, kann die Präsentation ab 15 Uhr bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Die Museumsarbeit geht unterdessen weiter und der Blick richtet sich bereits auf Januar 2027: Zur Wiedereröffnung erwartet die Besucherinnen und Besucher eine Präsentation mit Werken der bedeutenden Künstlerin Ottilie W. Roederstein (1859 – 1937). Das Leben der in Zürich geborenen Malerin war für die damalige Zeit ungewöhnlich: Als junge Frau ging sie zu Studienzwecken nach Berlin und Paris, stellte in den Pariser Salons aus und arbeitete sehr erfolgreich als freie Künstlerin – so erhielt sie auf den Weltausstellungen in Paris 1889 und 1900 jeweils eine Silbermedaille. Zusammen mit ihrer Lebenspartnerin, Dr. Elisabeth Winterhalter, der ersten deutschen Chirurgin und Gynäkologin, lebte sie ab 1909 in Hofheim.

Anlässlich der neuen Präsentation richtet das Stadtmuseum einen besonderen Aufruf an die Öffentlichkeit: Befinden sich möglicherweise noch Werke Roedersteins in Hofheimer Privatbesitz? Gibt es Gemälde oder Zeichnungen, die über Generationen weitergegeben wurden? Von besonderem Interesse sind dabei nicht nur die Kunstwerke selbst, sondern auch ihre Geschichten: Wie gelangten sie in den Besitz der Familien? Welche Erinnerungen sind mit ihnen verbunden? Idee und Ziel ist es, ausgewählte Werke sowie persönliche Dokumente als Leihgaben in die Ausstellungen einzubinden. Das Stadtmuseum Hofheim freut sich über entsprechende Hinweise und Kontaktaufnahme. Selbstverständlich werden alle Anfragen vertraulich behandelt. Ansprechpartnerin ist Beatrice von Finckenstein (Telefon: 06192 202544, E-Mail: bvonfinckenstein(at)hofheim.de).

Über den genauen Termin der Wiedereröffnung für den regulären Publikumsverkehr und das begleitende Veranstaltungsprogramm wird rechtzeitig informiert.