Chinon an der Vienne

Zwischen Tours und Angers im Département Indre-et-Loire liegt Chinon mit rund 9000 Einwohnern.

Kontakte mit Hofheim bestehen seit 1966, eine offizielle Partnerschaft seit 1967.

Von einer Besiedlung durch die Kelten zeugen sowohl Grabungsfunde als auch der Stadtname "Chinon" (abgeleitet von keltisch "Kain" = lateinisch "Cayno"). Unter der Herrschaft der Römer entstanden ein gallisches Oppidum (befestigter Ort) und ein Castrum (Lager). Um 410 nach Christus wurde die erste Kirche dem St. Martin geweiht, deren Fundamente noch erhalten sind. In diesen Zeitraum (410 bis 440) fällt auch nach Meinung der Forscher die erste urkundliche Erwähnung der Stadt. Im 10. Jahrhundert berichtete man von dem Aufbau einer Burg, die später zum Schloß erweitert und 1699 zerstört wurde. Nach der Überlieferung verstarb Richard Löwenherz 1199 in Chinon. Jeanne d’Arc traf dort 1429 König Charles VII. François Rabelais wurde 1490 in Devinière bei Chinon geboren.

Auch heute noch wird das Stadtbild mitbestimmt durch die zahlreichen Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert in der Rue Voltaire und am Grand Carroi. Das moderne Chinon ist Sitz der Sous-Präfektur des Arrondissements, überdurchschnittlich gut mit Schulen aller Art, zum Beispiel Landwirtschaftsschule, Technisches Gymnasium, und im sozialen Bereich mit Kreiskrankenhaus, Alten- und Pflegeheim sowie Haus der Jugend ausgestattet.

Wenn auch der Tourismus eine große Rolle im wirtschaftlichen Leben der Stadt spielt, so hat doch Chinon seinen großen Bekanntheitsgrad über alle Grenzen hinweg in erster Linie dem Wein zu verdanken.

Seit Beginn der Partnerschaft bestehen zahlreiche und herzliche Kontakte zwischen Vereinen in Hofheim und Chinon, aber auch zwischen einzelnen Familien, die intensiv gepflegt und gefördert werden. Gegenseitige Besuche sind selbstverständlich.


Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Förderkreises Hofheimer Städtepartnerschaften (FHS):

www.fhs-online.de 
www.ville-chinon.com

 

Chinon - Bürgerbegegnungen

Hofheimerinnen und Hofheimer erzählen ihre Geschichten, die sie in Chinon erlebt haben.

Seit Donnerstagabend bis Montag früh (09.05. bis 13.05.2024) hatten wir alle eine wunderschöne, ereignisreiche und unvergessliche Zeit. Am Freitag haben wir uns alle zusammen, die französischen sowie deutschen Schüler, getroffen, um eine Rally zu machen. Dadurch haben wir Chinon kennengelernt und viele schöne Ecken gesehen. Aber nicht nur das! Das gemeinsame Picknick danach, wo jeder etwas Selbstgemachtes mitbrachte, war eine super Gelegenheit als Gruppe zusammen zu wachsen und uns besser kennenzulernen. Es war sehr schön am Flussufer zu sitzen und neues Essen auszuprobieren. 

Der Besuch der Burg von Chinon war ebenfalls sehr lehrreich und durch die Tabletts, die wir benutzt haben, konnte man sich alles viel besser vorstellen. Der Blick von der Burg war manifique. Der programmfreie Abend, wo wir als große Gruppe Pizza essen waren, war sehr lustig und cool. Man war unter Freunden und konnte einfach entspannt die Zeit genießen. 

Chinon ist eine kleine, aber sehr feine Stadt. Die Leute dort sind verständnisvoll und hilfsbereit, auch wenn man nicht gut französisch sprechen kann. Und obwohl Chinon klein ist, kann man dort viel Neues lernen.

Den Samstag haben wir in Tours, einer größeren Stadt in der Nähe von Chinon, verbracht. Dort haben uns die französischen Austauschschüler die wichtigsten historischen Gebäude auf Deutsch vorgestellt. Tours ist eine wunderschöne Stadt mit viel Historie und einer wundervollen Innenstadt. Die Parks und das Flussufer eignen sich sehr gut, um hier ein Picknick oder einfach einen Spaziergang zu machen. Die Shopping-Meile haben wir alle ausgenutzt und uns einen schönen Nachmittag gemacht. Wir alle fanden den Ausflug nach Tours wunderschön und würden ihn auf jeden Fall weiterempfehlen. Er war eine sehr gute Abwechslung zum kleinen süßen Städtchen Chinon.

Sonntag morgens haben wir uns in zwei Gruppen geteilt. Ein Teil hat Schlösser besichtigt und die anderen waren im Kletterpark. Beiden Gruppen hat es sehr gefallen und wir hatten sehr viel Spaß. Am besten hat uns allen jedoch der gemeinsame Abend am Sonntag gefallen. An diesem Abend haben wir alle unseren Freundschaftsbund noch einmal verstärkt.

Der ganze Austausch war ein voller Erfolg und sehr lehrreich, dies nicht nur im historischen Sinn, denn unsere Sprachkenntnisse haben sich auch deutlich verbessert. Wir alle sind sehr dankbar für den Respekt und das Verständnis unserer Gastfamilien. Sie hatten alle viel Geduld mit uns, wenn wir etwas nicht verstanden haben und haben immer versucht alles möglichst verständlich zu machen. Dank Ihnen haben wir gelernt, wie die Franzosen leben, neues Essen kennen gelernt und wie bereits erwähnt haben sie uns die Sprache nähergebracht.  Trotz der Sprachbarrieren haben wir neue Freunde gefunden und uns amüsiert. Jede Einzelne von uns würde auf jeden Fall diesen Austausch mit dem Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften e.V. weiterempfehlen. 

Ein großes Dankeschön an den Förderverein, an die Partnerstadt Chinon und das Comité de Jumelage von uns Schülerinnen der Main-Taunus-Schule und der Elisabethenschule Hofheim. ‎

von Sarah Schumacher und weiteren Schülerinnen

Die Fahrt im gemütlichen Reisebus war lang, aber es hat sich gelohnt. Aus dem Regen fuhren Mitglieder, sowie Freunde des Hofheimer Städtepartnerschaftsvereins nebst zehn Schülerinnen aus der Main-Taunus-Schule, in die französische Sonne.

Das Unwetter der letzten Tage hatte seine Spuren hinterlassen, der Fluss Vienne war weit über die Ufer getreten und bot einen furchterregenden Anblick. 
Die Begrüßungsrede des Bürgermeisters Jean-Luc Dupont richtete sich an alle Mitreisenden. Ein Willkommenstrunk wurde gereicht und die Hofheimer wurden herzlichst von ihren Gastfamilien aus Chinon begrüßt und aufgenommen. 

Der Freitag stand zur freien Verfügung. Zeit genug, um das Schloss Forteresse de Chinon zu besuchen und sich mit der neuartig animierten Schlossführung mit dem Tablett – auch in deutscher Sprache – in die Welt des Mittelalters katapultieren zu lassen. Am Abend sang der französische Chor Do# traditionelle und kirchliche Lieder. 

Am nächsten Tag ein rustikales Buffet, vorbereitet und gestiftet vom französischen Comité de Jumelage, stärkte die Reisenden für die anschließende Tour zur königlichen Abtei von Fontevraud.

Mit der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal in Chinon wurde am Sonntag den Gefallenen aus zwei Weltkriegen gedacht. Die beiden Bürgermeister Jean-Luc Dupont und Christian Vogt verwiesen in ihren Reden auf den Europäischen Gedanken. Sie erinnerten an die Wichtigkeit des Zusammenhaltens, an den Bestand der Werte von Demokratie, Meinungsfreiheit und Freiheit des Denkens gerade in dieser aktuell schwierigen Zeit. Sie erinnerten an die traurigen Kriege in Israel und der Ukraine. 

Am Abschlussabend empfing uns die Weinbruderschaft „Entonneurs Rabelaisiens“ in ihren prächtigen Gewändern.

Überraschend wurden einige der Reisenden in diese Bruderschaft aufgenommen: 
Matthias Hees, Monika te Molder, Renate Hofmann und Ingrid Bender. Aber erst nachdem die Aufnahmeprüfung (0,5 Liter Wein in einem Zug auszutrinken) bestanden wurde. Das Rathaus stiftete ein Menü aus drei Gängen, ein DJ heizte ein und es wurde noch lange getanzt, geredet und Wein getrunken. Der Abschied am nächsten Tag fiel schwer, der Bus brachte alle wieder sicher nach Hause, ins schöne Hofheim. 
A bientôt 2025 in Hofheim.

von Beate Kletti

Im Rahmen der Städtepartnerschaft waren über Himmelfahrt im letzten Jahr wieder über 50 Gäste aus Chinon, der französischen Partnerstadt Hofheims, zu Besuch.
Angereist waren neben 35 Erwachsenen auch – zur großen Freude des Förderkreises Hofheimer Städtepartnerschaften e.V. – 14 Jugendliche, für die sogar ein extra Programm ausgearbeitet wurde.
Alle Gäste waren in privaten Haushalten in Hofheim und Umgebung untergebracht. Den Gastgebern muss von Herzen gedankt werden!

Am Donnerstagabend lud die Stadt die Gastgeber und deren Gäste zu einem Begrüßungs-Umtrunk ins Stadtmuseum ein. Anschließend verbrachten die Gäste den Abend mit ihren Gastgebern.

Am Freitagvormittag ging es für die Erwachsenen bei herrlichem Wetter mit dem Bus nach Rüdesheim und von dort aufs Schiff zu einer Rheinfahrt bis nach St. Goar, bei der auch die Geschichte der Loreley und anderer Sehenswürdigkeiten erläutert wurde. Auf der Burgruine Rheinfels genossen alle eine Führung in Deutsch mit französischer Übersetzung. Anschließend konnte man bei einem kleinen Bummel das Städtchen erkunden. Danach ging es mit dem Bus wieder zurück und ein gelungener Tag fand seinen Abschluss bei einer Einkehr beim Gutsausschank Kahl in Massenheim.

Erfahrungsgemäß schätzen es die französischen Gäste immer sehr, den Samstagvormittag in Hofheim auf dem Markt zu verbringen, um dort einzukaufen und Bekannte aus Hofheim und Chinon zu treffen. Und so hatte der Förderkreis für Samstag erst für nachmittags als Programmpunkt den Besuch von Wallau, als einer der Hofheimer Stadtteile, geplant.
Herr Exner, damaliger erster Stadtrat und selbst aus Wallau, gab eine sehr interessante Führung in der neuen Ländcheshalle und zeigte zudem den hübschen Ortskern, das Haus der „Wanaloha“ und verschiedene alte Höfe, besonders den der Familie Born mit einer alten Druckmaschine.
Abends trafen sich alle – Gastgeber, Gäste, Jung und Alt – zu einem Picknick im Wasserschloss. Das Wetter spielte mit und so wurde es ein sehr schöner, entspannter Abend mit viel Gelegenheit zu Begegnung und Austausch, auch für ein Tischtennisspiel und Pétanque war Zeit.

Am Sonntagvormittag wurde traditionsgemäß am Ehrenmal mit einer die Kranzniederlegung der Toten der Weltkriege gedacht, musikalisch umrahmt von Schülern der Musikschule Hofheim. Anschließend war der Nachmittag zur freien Verfügung für Unternehmungen der Gastgeberfamilien mit ihren Gästen.
Abends trafen sich dann alle im Bürgerhaus Marxheim zum offiziellen Abschiedsabend. Die Stimmung war sehr gut, es wurde miteinander gegessen und getrunken und vielleicht auch die eine oder andere Anekdote ausgetauscht.

Am Montagfrüh um 8.00 Uhr hieß es schweren Herzens wieder Abschied nehmen – bis nächstes Jahr über Himmelfahrt in Chinon!

Von Beate Barth und Brigitte Wacker-Traue
 


 

Hofheim und Chinon verbindet eine lange intensiv und gut gepflegte Relation - nicht nur bei den Erwachsenen!
Die Gruppendynamik unter den Jugendlichen war durchaus einzigartig. Auch wenn nicht immer die Sprachbarrieren einander glichen, gut verstanden hat man sich untereinander definitiv.

Vor allem durch die Ausflüge schweißte man sich zunehmend zu einem Team zusammen. Die gemeinschaftlichen Aktivitäten, wie die Stadtrallye durch Frankfurt oder das Bowlen in Wiesbaden beinhalteten viele lachende Gesichter und bereiteten sehr viel Spaß.

Mein persönliches Highlight: der letzte Abend. Wie auch die vorherigen Abendstunden, wurde auch der letzte Abend gebührend gefeiert. Nach einem gemeinsamen Abschiedsessen im Bürgerhaus Marxheim verbrachten die Jugendlichen den Abend vereint unter dem freien Sternenhimmel und es wurde auf die vergangenen Tage angestoßen.

Montagmorgens blickte man folglich in viele emotionale Gesichter und unsere französischen Gäste wurden mit einem lachenden und weinenden Auge verabschiedet.

Die Vorfreude ist riesig, wenn es in circa einem Jahr wieder heißt: “Ça va à Chinon”

Von Victoria Hegeler


 

Freunde aus Frankreich waren zu Gast
Gemeinsame Erlebnisse stärken die Freundschaft – was im privaten Freundeskreis gilt, gilt auch in einer Städtepartnerschaft. Am Himmelfahrtswochenende waren mehr als 50 Französinnen und Franzosen aus der Partnerstadt Chinon zu Gast in Hofheim. Nach einem feierlichen Empfang am Donnerstag im Stadtmuseum standen über die drei Tage des Besuchs zahlreiche Aktivitäten auf dem Programm.
Zur Freude aller waren auch 30 Jugendliche aus Chinon Teil der Delegation. Für sie hatte der Freundeskreis Hofheimer Städtepartnerschaften e.V. ein besonderes Programm zusammengestellt. Es ging u.a. zum Bowling nach Wiesebaden und auf eine digitale Stadtrallye nach Frankfurt. Für alle anderen gab es eine Schifffahrt auf dem Rhein, eine zünftige Einkehr in einem Weingut in Massenheim und einen Besuch beim Internationalen Museumstag im Stadtmuseum. Auch der Verstorbenen wurde bei einer Kranzniederlegung am Hofheimer Ehrenmal gedacht. Ein gemütlicher Abend im Bürgerhaus Marxheim bildete den Abschluss eines erlebnisreichen Wochenendes unter Freunden.

Stadt Hofheim, 25.05.2023

Aufenthalt in Chinon

Die Koffer gepackt, aufgeregt und voller Vorfreude betraten wir, die Schüler aus Hofheim, den Bus nach Chinon. Nachdem wir uns alle ein wenig ausgeschlafen hatten, begann sich die Ungeduld und Neugierde im Bus zu verbreiten. Nach 13 Stunden stiegen wir endlich aus dem Bus und suchten mit klopfendem Herz nach unseren Correspondants. Wir wurden alle sehr freundlich empfangen und mit einem Willkommenstrunk begannen die ersten Konversationen mit den Franzosen. Relativ bald verließen wir den Versammlungsplatz und fuhren in unsere separaten Gastfamilien. Die erste Nacht war für viele von uns noch durchaus neu und ungewohnt, jedoch machten uns die gastfreundlichen Familien die Eingewöhnung größtenteils sehr einfach.

Am ersten Morgen trafen wir uns alle am Espace Rabelais und fuhren mit dem Bus zum Espace Rochelude, wo wir uns bei einer Vorstellungsrunde und einem Picknick besser kennenlernten. Danach fuhren wir weiter zum "Acrobranches", das bedeutet Waldklettern. Die Aktivität ermöglichte es uns, mit unseren Austauschpartnern ins Gespräch zu kommen. Schon nach kurzer Zeit hatten schon viele von uns neue Freundschaften geschlossen. Nach dem Klettern fuhren wir zurück zum Espace Rabelais und hatten den restlichen Tag freie Zeit. Wir entschlossen uns alle gemeinsam mit unseren Austauschpartnern zum Strand an der Vienne zu gehen und holten uns dort Getränke. Mit französischer Musik im Hintergrund ließen wir den Abend ausklingen.

Am nächsten Morgen mussten wir bereits um 10:00 Uhr am Espace Rabelais anwesend sein. Wir bildeten Gruppen und erkundeten mit einer Stadtrallye Chinon. Die vielen Fragen waren sehr informativ und wir lernten die Stadt um ein gutes Stück besser kennen.

Am Nachmittag ging das Programm weiter und wir erkundeten "La forteresse de Chinon". Durch die moderne Führung mit Ipads lernten wir viel über das Königsleben im Schloss und Jeanne D'Arc. In praller Sonne wanderten wir danach zu einer kleinen Kapelle. Anschließend liefen wir weiter in die Stadt und bekamen einen Eindruck von der Straßenmusik in Chinon [Chinon en fanfares]. Wir holten uns zum Abschluss noch ein Eis und fuhren dann erschöpft zurück in unsere Gastfamilien. Vor allem das Wort "coup de soleil" nahmen wir alle von diesem Tag mit.

Am Sonntag, unserem letzten Tag, trafen wir uns am "monument aux morts". Dort wir legten zum Andenken an die Toten, vergangener Konflikte zwischen Frankreich und Deutschland, Blumen am Denkmal nieder. Anschließend liefen wir zu einem Birnenbaum, der vor genau 25 Jahren zum 30-jährigem Jubiläum der Stadtpartnerschaft gepflanzt wurde. Im Rathaus hörten wir uns dann noch eine Rede des Bürgermeisters an. Da Christian Vogt nicht anwesend sein konnte, wurde ein Brief von ihm vorgelesen, in welchem er die Wichtigkeit von interkulturellem Frieden betonte.

Sonntagnachmittag hatten wir frei zur Verfügung. Während einige von uns die Aussicht bei einer Kanufahrt über die Vienne genossen, spielten andere Volleyball am Strand.

Am Abend machten wir uns alle chique um beim Abendessen in der "Château du Coudray Montpensier" anwesend zu sein. Obwohl wir etwas enttäuscht waren, nicht gemeinsam mit den anderen Gästen im Schloss sein zu dürfen, genossen wir die Aussicht der prachtvollen Schlossgärten und unterhielten uns mit unseren Austauschpartnern. Am nächsten Morgen war es dann schon so weit, wir verabschiedeten uns von unseren Austauschpartnern und stiegen in den Bus nach Deutschland. Uns allen ist bewusst geworden wie wichtig der interkulturelle Austausch sowie Frieden ist, damit die Einigkeit in Europa besteht. Außerdem, und noch mit am wichtigsten, sind die Freundschaften die wir fürs Leben geschlossen haben.

Von Evelina Paladi & Hannah Richter

55ème Anniversaire Chinon - Hofheim

Zum 55-jährigen Jubiläum der Partnerschaft hatte Chinon Vertreter der Stadt Hofheim, Mitglieder des Förderkreises Hofheimer Städtepartnerschaften sowie Bürgerinnen und Bürger aus Hofheim eingeladen, darunter auch 17 Jugendliche.

Vom 26. bis zum 30. Mai 2022 erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm in unserer französischen Partnerstadt. Schon bei der Ankunft des Busses am frühen Abend in Chinon gab es ein freudiges Wiedersehen nach der langen pandemiebedingten Pause. Gäste und Gastgeber für die nächsten vier Tage fanden sich schnell zusammen. Auch in Hotels waren einige Hofheimer untergebracht. Eine Stadtführung durch die romantische Altstadt, der Besuch des Schlosses l’Islette in Azay-le-Rideau und der Spaziergang durch Chinon, das am Samstagabend unter dem Motto „Chinon en Fanfares“ stand (mehrere Spielmannszüge zogen durch die Stadt), waren die Programmhöhepunkte für die folgenden Tage.

Für die Jugendlichen hatten die Gastgeber ein extra Programm vorbereitet, z.B. Klettern in einem Baumwipfel-Pfad und eine Stadtrallye durch Chinon. Der Sonntag war reserviert für die offiziellen Veranstaltungen. Begonnen wurde am Morgen mit der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal durch den Bürgermeister Dupont und den Ersten Stadtrat Exner in Vertretung von Hofheims Bürgermeister Vogt, der leider an der Reise nicht teilnehmen konnte, was er sehr bedauerte.

Im Anschluss wurde eine Informationstafel über Hofheim am „Place Hofheim“ eingeweiht - ein Geschenk der Stadt Hofheim an Chinon zum 55-jährigen Jubiläum.

Im Anschluss wurde im Rathaus zum obligatorischen „vind’honneur” (Empfang eingeladen). In diesem Rahmen folgten Reden des Bürgermeisters von Chinon, des Ersten Stadtrats von Hofheim, Wolfgang Exner, und des Stadtrats Matthias Hees, zuständig für Städtepartnerschaften, der u.a. einen Brief von Christian Vogt verlas.

Das festliche Abschiedsessen fand im beeindruckenden Schloss von Coudray Montpensier de Seuilly statt. Zur Überraschung der Gäste wurde ein großes, in Goldfarben gerahmtes Bild überreicht. Es zeigt die schöne Altstadt Chinon vom Fluss Vienne aus mit der über der Stadt thronenden gewaltigen Burg. Das Bild hängt inzwischen im Sitzungsraum „Chinon“ im Hofheimer Rathaus.

Großer Dank gilt allen Organisatoren dieses Besuches, sowohl auf Seiten Chinons mit Jean-Louis Guillou als Vorsitzender des “Jumelage de Chinon” sowie der Stadtverwaltung von Chinon mit Bürgermeister Dupont an der Spitze als auch auf Seiten Hofheims mit der Vorsitzende des FHS, Ingrid Bender und den beiden zuständigen Referentinnen Beate Barth und Brigitte Wacker-Traue.

Von Beate Barth & Matthias Hees

Der Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften e.V. hatte traditionell eingeladen und die Gäste aus Chinon kamen am Himmelfahrtstag nach einer langen Busreise, zwar erschöpft aber glücklich an. 

16 Jugendliche und 32 Erwachsene, die alle in Privathaushalten untergebracht werden konnten, wurden freudig am Rathaus von den Gastgebern erwartet.
In seiner Begrüßung im Rathaus hob Erster Stadtrat Wolfgang Exner die Bedeutung dieser nun seit 52 Jahren bestehenden Städtepartnerstadt hervor. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass auch wieder zahlreiche Jugendliche mit nach Hofheim gekommen waren.

Am Freitag startete man dann mit 2 Bussen zu einem Besuch der Bischofsstadt Limburg an der Lahn. 

„Geschichte erleben auf Schritt und Tritt, lebendiges Mittelalter in einer lebendigen Stadt“, so bewirbt die Stadt Limburg ihre historische Altstadt, die von den Bomben des 2. Weltkrieges verschont geblieben war. Dieses und vieles mehr wurde im Rahmen einer Stadtführung erläutert. Anschließend gab es für Interessierte eine Domführung in französischer Sprache, bevor sich dann alle zu einem Mittagsimbiss trafen. 
Im Anschluss hatte die Gruppe genügend Zeit auch die anderen Seiten Limburgs mit ihren Cafés, kleine Lädchen und Boutiquen zu erkunden, bevor der Bus alle zum Abendessen auf ein Weingut in Hochheim brachte. In fröhlicher Stimmung ging ein abwechslungsreicher Tag zu Ende.

Samstagvormittag traf sich eine Gruppe von etwa 40 Personen am Naturschutzhaus in den Weilbacher Kiesgruben. Es gab eine Einführung in das Renaturierungsprogramm und bei einem Spaziergang über das Gelände konnte sich jeder ein Bild über den Erfolg machen.
Samstagabend war zum Picknick in das Wasserschloss geladen. Bei herrlichem Sonnenschein wurden die mitgebrachten Salate, die Würstchen vom Förderkreis, Kuchen und viele andere Leckereien in geselliger Runde genossen. Auch für ausreichend Getränke, darunter natürlich Wein aus Chinon, war gesorgt.

Am Sonntagvormittag fand am Ehrenmal die schon traditionelle Kranzniederlegung in Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege statt. Zum beliebten Abschiedsessen einer jeden Bürgerbegegnung trafen sich am Abend über 110 Gäste, Gastgeber und Vereinsmitglieder im Gemeindesaal der ev. Kirchengemeinde Diedenbergen. In mehreren Ansprachen wurde betont, wie wichtig städtepartnerschaftliche Begegnungen für die Völkerverständigung sind.

Eine Einladung für den Gegenbesuch im nächsten Jahr wurde bereits an den Förderkreis ausgesprochen, so dass sich interessierte Teilnehmer an dieser Reise schon jetzt freuen dürfen. Am Montag um 8:00 Uhr reisten die Gäste, mit Wehmut in den Augen, ab.

In diesem Jahr war der Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften e.V. in seine Partnerstadt Chinon an der Vienne eingeladen und nahm auf dieser Reise 15 Jugendliche mit, die die Main-Taunus-Schule, die Gesamtschule am Rosenberg und die Brühlwiesenschule besuchen. 

Abfahrt 6 Uhr – welch eine frühe Zeit, aber alle wollten ja abends in Chinon sein und immerhin sind es 856 km laut dem Kilometerstein am Rathaus in Hofheim! Unterbrochen durch ein Picknick mit Brötchen, Fleischwurst, Käse und Äpfeln, kamen die Gäste aus Hofheim gegen 18:30 Uhr am Espace Rabelais an und wurden mit Wein, Saft und Gebäck empfangen. Sogleich wurden die Quartiere verteilt, bei den Jugendlichen mit Spannung erwartet, und ab ging es in die Familien, die das Abendessen vorbereitet hatten.

Am Freitagvormittag konnte man sich das Städtchen Chinon mit all seinen liebenswürdigen Gassen anschauen, bevor man sich im „Caves Plouzeau“ zur Besichtigung und einer Weinprobe von Weiß – und Roséweinen, darunter auch ein Bio-Wein traf.

Dann wurde es sportlich – Boule de fort – eine Anleitung und Vorführung für das Spiel wurde von Mitgliedern des Vereins geboten, denn so einfach ist das Spiel nicht, das in der Gegend von der Touraine und Anjou gespielt wird. Im Gegensatz zu „Boule“ spielt man auf einer gewölbten Bahn, die ca. 22m lang ist und 6 m breit. Die Kugel ist nicht so rund wie eine Boulekugel, wiegt ca. 1,3 kg und ist auf der einen Seite stärker als auf der anderen. Auf dicken Socken, denn Schuhe sind auf der Bahn nicht erlaubt, konnten die Gäste aus Hofheim das Spiel ausprobieren. Nebenher wurde im Garten gegrillt und dazu gab es leckere Salate.

Am Samstag stand der große Ausflug zu „Terra Botanica“ an – leider wurden dabei Regenschirme gebraucht. Der Park ist ein außergewöhnlicher Erlebnisgarten in der Nähe von Angers mit tollen Blumenarrangements, Gemüsegärten, Restaurants, Boutiquen, Quiz und vielen Attraktionen für Kinder und Erwachsene. Dort wurde auch das Mittagessen eingenommen.

Am Sonntag konnte man eine Messe besuchen und anschließend traf man sich am Monument aux Morts zur Kranzniederlegung. In den Caves Painctes bei einer Zeremonie der Weinbrüder wurden die Mitglieder vom FHS: Brigitte Wacker-Traue und Christel Krämer offiziell zu Mitgliedern der Weinbruderschaft von Rabelais, nachdem sie das große Glas Wein geleert hatten. Im Anschluss wurden Reden gehalten und jeder konnte die verschiedenen Weine probieren. Das offizielle Essen der Stadt Chinon fand dann wieder im Espace Rabelais statt und natürlich wurden viele Geschenke ausgetauscht.

Ein krönender Abschluss der Begegnung war das Konzert des Chores „Do dièse“ in Saint Mexme unter Leitung von Nathalie, die schon in Hofheim ein bezauberndes Konzert geboten hatte. Am Montag, um 8 Uhr trat man die Heimreise an mit dem Versprechen, sich bald wieder zu sehen. Das nächste Treffen wird an Himmelfahrt 2019 in Hofheim sein.

 

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