Öffentliche Abfallkörbe sind keine Mülltonnen
Besonders auffällig ist die Situation derzeit in den Bereichen Am Römerlager und Hochfeld, an der Bushaltestelle Rheingaustraße / Flörsheimer Straße sowie in der Friedensstraße auf Höhe Im Obergarten. Teilweise müssen die Abfallkörbe dort mehrfach täglich geleert werden. Hinzu kommt das Einsammeln der Abfälle, die neben den Behältern abgestellt werden. Im Bereich Am Römerlager kommen regelmäßig größere illegale Ablagerungen hinzu, darunter Sperrmüll, Bauschutt, Baumaterialien und Grünschnitt.
Der zusätzliche Aufwand für wiederholte Leerungen, die Reinigung des Umfelds und die teilweise notwendige getrennte Entsorgung unterschiedlicher Abfallarten verursacht erhebliche Personal- und Kostenaufwände. Dabei ist die Sache eigentlich ganz einfach: Hausmüll gehört in die eigene Restmülltonne. Für Sperrmüll, Bauschutt und Grünschnitt gibt es ebenfalls reguläre Entsorgungsmöglichkeiten. Öffentliche Abfallkörbe sind ausschließlich für kleinere Abfälle gedacht, die unterwegs anfallen. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich im Stadtgebiet unterwegs, um für Sauberkeit zu sorgen. Wenn öffentliche Abfallkörbe jedoch als Ersatz für die eigene Mülltonne genutzt werden, bindet das erhebliche zusätzliche Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen“, macht Erster Stadtrat Daniel Philipp deutlich.
Sollte sich die Situation trotz des Appells nicht verbessern, muss die Stadt als letzte Konsequenz auch darüber nachdenken, besonders stark betroffene Abfallkörbe abzubauen. Damit wäre allerdings niemandem geholfen, denn die Folge wäre, dass es im öffentlichen Raum noch weniger Möglichkeiten zur ordnungsgemäßen Entsorgung kleiner Abfälle gäbe.
Nicht nur an öffentlichen Abfallkörben, auch in der freien Natur wird zunehmend Müll illegal entsorgt. Besonders in den Hofheimer Stadtteilen Langenhain und Wildsachsen häufen sich die Fälle. Immer wieder werden hier große Mengen Abfall mit Fahrzeugen in Waldgebiete gebracht und dort teilweise tief im Wald abgeladen. Die Bandbreite reicht von Hausrat und Sperrmüll bis hin zu anderen größeren Abfallmengen. Deshalb sind auch Spaziergängerinnen und Spaziergänger gefragt, in Wäldern und auf Wiesen aufmerksam zu sein. Wer verdächtige Beobachtungen macht oder illegale Ablagerungen entdeckt, wird gebeten, diese direkt zu melden.