Wirtschaftsförderer Thorsten Kolar ist tot

Die Kreisstadt Hofheim am Taunus trauert um ihren Wirtschaftsförderer Thorsten Kolar. Er ist am Dienstag im Alter von 59 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Bürgermeister Wilhelm Schultze spricht den Angehörigen im Namen des Magistrats sein aufrichtiges Beileid aus. Thorsten Kolar hat sein gesamtes Berufsleben bei der Stadt Hofheim verbracht – im kommenden Oktober hätte er sein 40-jähriges Dienstjubiläum gefeiert.

„Dabei hat er Hofheim geprägt“, so Schultze. „Es gelingt nur wenigen Menschen, in ihrer Heimatstadt so viele Spuren zu hinterlassen, wie Thorsten Kolar.“ Darunter seien große und kleine Projekte: vom Eiszauber bis zum Altstadtfest, vom neuen Gewerbegebiet in Diedenbergen bis zur Hundewiese an der Viehweide, vom jährlichen Unternehmerabend bis zur Weihnachtsbeleuchtung, vom Hofheimer Innovationszentrum (HIZ) bis zum Glasfaser-Ausbau, von den Packstationen überall im Stadtgebiet bis hin zu den Nahkaufboxen in Wildsachsen und Langenhain.

Thorsten Kolar hat seit 1987 bei der Stadt gearbeitet, nach seiner Ausbildung zunächst im Liegenschaftsamt. 2002 hat er die Verwaltungsprüfung für die gehobene Beamtenlaufbahn absolviert. Seit 2005 war er in der Stabsstelle als Wirtschaftsförderer tätig. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei erwachsene Söhne.

„Ich hatte durch meine Tätigkeit in Hattersheim bereits Schnittmengen mit Thorsten Kolar, aber so richtig kennengelernt haben wir uns beim Unternehmerabend 2024“, sagt Bürgermeister Schultze. „Wir haben uns lange unterhalten und verließen die Veranstaltung gemeinsam, weil wir unweit voneinander wohnten. An die Geschichten aus seiner Jugend, die er mir auf dem Heimweg erzählte, erinnere ich mich heute noch gerne. Damals hätte ich nie geahnt, dass das sein letzter Unternehmerabend sein würde. Nicht nur ich, wir alle im Rathaus werden ihn schmerzlich vermissen.“