Integrationsguide für die Kreisstadt

Die Stadt Hofheim hat erstmals einen Integrationsguide. Seit Anfang Januar ist Frederik Beinvogl der zentrale Ansprechpartner für alle Fragen rund um Integration. Seine Arbeit wird zu 90 Prozent von der Europäischen Union und zu acht Prozent von der Stadt Hofheim finanziert. Die restlichen zwei Prozent übernimmt das Hessische Ministerium für Arbeit, das das Programm KISI („Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge“) koordiniert.

Seine Aufgabe sei es, „anerkannte Drittstaatsangehörige beim Ankommen in der Kommune zu unterstützen“, erläutert Beinvogl. Diese Unterstützung könne ganz verschieden aussehen. Zum Beispiel kann sie darin bestehen, Geflüchteten passende Angebote zu vermitteln. Es geht aber auch darum, Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten zu helfen, etwa bei der Raumsuche.

Für den Mai wurden alle Ehrenamtlichen, die mit dem Thema Integration zu tun haben, zu einem Workshop eingeladen. Dabei will Beinvogl ermitteln, wo genau deren Bedarf liegt. Außerdem bereitet er Weiterbildungen für die Kolleginnen und Kollegen im Rathaus zum Thema Antidiskriminierung vor.

Beinvogl ist einer von sechs Integrationsguides im Main-Taunus-Kreis. Mit den anderen Guides tauscht er sich regelmäßig aus. Insgesamt gibt es in Hessen nun 36 Kommunen, die am Programm KISI teilnehmen und über einen Integrationsguide verfügen. Das Programm läuft über drei Jahre.

Beinvogl stammt ursprünglich aus Niederbayern, lebt aber schon seit vielen Jahren im Rhein-Main-Gebiet. Er hat an der Goethe-Universität Frankfurt seinen Bachelor und seinen Master in Soziologie gemacht und zuletzt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thünen Institut gearbeitet.