Brunnenexperten in den Stadtteilen
Die Patenschaft dauert zunächst einmal zwei Monate. In diesem Zeitraum kontrolliert Wolfgang Gräber die Brunnen jeweils zweimal wöchentlich: Er entfernt Laub oder ähnliches, behebt kleinere Mängel und meldet im Zweifel größere Schäden direkt bei der Stadt. Hinzu kommt eine finanzielle Komponente: Er übernimmt als „Brunnenexperte“ die Strom- und Wasserkosten für den Betrieb der drei Brunnen. Das sind für die zwei Monate jeweils 150 Euro. Angeschaltet wurden die Brunnen in der letzten Juli-Woche.
„Besonders freut es mich, dass die Brunnen noch vor der ‚Diddeberjer Brunnekerb‘ wieder zum Laufen gebracht worden sind“, erläutert Bürgermeister Wilhelm Schultze. „Wir sind sehr dankbar für das ehrenamtliche Engagement.“ In Wildsachsen ist es ebenfalls dem Engagement einiger Mitbürger zu verdanken, dass der dortige Brunnen, der von Quellwasser gespeist wird, in den Sommermonaten fließt. Ihn betreuen die Mitglieder des Wildsächser Ortsbeirates als „Brunnenexperten“. Auch in Wallau und Lorsbach gibt es bereits Gespräche mit potentiellen „Brunnenexperten“.
„Es handelt es sich um ein Pilotprojekt“, so der Erste Stadtrat Daniel Philipp. „Wir hoffen aber jetzt schon, es im kommenden Jahr fortzusetzen.“ Deshalb sucht die Stadt Hofheim noch weitere „Brunnenexperten“. Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert und über eine entsprechende Qualifikation verfügt, kann sich beim Fachbereich Verkehrsplanung im Rathaus melden (Telefon: 06192/ 202-416, E-Mail: teamverkehrsanlagen@hofheim.de).