Heimatschutz: Hofheim geht Partnerschaft ein

Die Kreisstadt Hofheim am Taunus geht die „Partnerschaft für Heimatschutz und Gesamtverteidigung“ mit dem Landeskommando Hessen der Bundeswehr ein. Oberstleutnant Alexander Bernstorff, Regionalbeauftragter für Hessen Süd, überreichte eine entsprechende Partnerschaftsurkunde an Bürgermeister Wilhelm Schultze.

Die Partnerschaftserklärung ist eine rechtsunverbindliche Vereinbarung. Sie besagt, dass Unternehmen den Aufbau des Heimatschutzes in Hessen unterstützen möchten, indem sie freiwillige Reservistinnen und Reservisten für Ausbildungen freistellen. Außerdem erklären sich die teilnehmenden Arbeitgeber bereit, ihre Mitarbeitenden über diese Möglichkeiten zu informieren und sich öffentlich mit Namen und Logo oder Wappen als Partner des Reservedienstes zu präsentieren. 

Bürgermeister Wilhelm Schultze: „Als öffentliche Verwaltung und Arbeitgeber von 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen wir unseren Beitrag leisten und mit gutem Beispiel vorangehen. Wir unterstützen unsere Mitarbeitenden dabei, sich für den Reservistendienst im Heimatschutz zu entscheiden; unter anderem durch eine mögliche Freistellung für Aus- und Fortbildung in der Reserve.“

Die Reserve der Bundeswehr ist ein unverzichtbarer Teil der gesamtstaatlichen Sicherheitsarchitektur; sowohl für die Landes- und Bündnisverteidigung als auch für den Heimatschutz und Einsätze im internationalen Krisenmanagement. In Hessen wird in diesem Zusammenhang das Heimatschutzregiment 5 aufgebaut. Dessen Aufgaben umfassen unter anderem den Schutz kritischer Infrastruktur, die Sicherung von Marsch- und Transportwegen sowie die regionale Unterstützung bei Katastrophenlagen.

Inhalt der Partnerschaft ist außerdem ein fortgesetzter Informationsaustausch mit dem Landeskommando.

„So können wir uns rechtzeitig auf Herausforderungen aus dem militärischen Bereich einstellen, unsere Bevölkerung schützen und die Truppe bei Bedarf unterstützen“, führt Bürgermeister Schultze weiter aus. 

„Mit der Partnerschaft übernimmt die Kreisstadt Hofheim auch für die Sicherheit unseres Landes Verantwortung. Gesamtverteidigung kann nur erfolgreich sein, wenn wir alle gemeinsam dafür einstehen. Die enge Kooperation von öffentlicher Hand, Unternehmen und Bundeswehr ist Voraussetzung dafür“, ergänzt Oberstleutnant Alexander Bernstorff.

Der Heimatschutz steht sowohl ehemaligen Soldatinnen und Soldaten als auch allen Menschen offen, die bislang nicht gedient haben, offen. Nach einer entsprechenden Vorauswahl werden sie für ihren Einsatz als Heimatschützerinnen und Heimatschützer in der Reserve ausgebildet. Partner des Heimatschutzes kann grundsätzlich jeder Arbeitgeber werden, unabhängig davon, ob aus der Privatwirtschaft oder dem öffentlichen Dienst. Dabei ist es nicht erforderlich, bereits Reservistinnen oder Reservisten zu beschäftigen. Entscheidend ist vielmehr die grundsätzliche Bereitschaft, dies künftig zu ermöglichen oder Mitarbeitende zu unterstützen, die sich für eine Ausbildung im Heimatschutz interessieren.

Für den Dienst im Heimatschutz sind Freistellungen von mindestens zehn Arbeitstagen im Jahr erforderlich, die in Absprache mit den Arbeitgebern und Mitarbeitenden geplant werden. Sowohl für Reservisten als auch für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, gilt der Grundsatz der Freiwilligkeit. Gehalt, sowie Kranken- und Sozialversicherungsbeiträge werden bis zu einer Höchstgrenze durch die Bundeswehr übernommen.