Behinderung feststellen lassen
Menschen mit Behinderung erhalten Leistungen nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch, um ihre Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegenzuwirken.
Leistungsbeschreibung
Das für den Wohnort zuständige Hessische Amt für Versorgung und Soziales (HAVS) stellt auf Antrag die Behinderung, den Grad der Behinderung und ggf. weitere gesundheitliche Merkmale für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen fest.
Ab einem festgestellten Grad der Behinderung (GdB) von 50, kann ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt werden.
Der Ausweis dient dem Nachweis der Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Rechten und Nachteilsausgleichen, die schwerbehinderten Menschen zustehen.
Verfahrensablauf
Um die Feststellung einer (Schwer-) Behinderung zu erhalten, stellen die Personen einen Antrag bei dem für den Wohnort zuständigen Hessischen Amt für Versorgung und Soziales.
Im Antrag sind die Gesundheitsstörungen anzugeben, die geltend gemacht werden, und die behandelnden Ärzte und Kliniken zu benennen. Diese sind von der Schweigepflicht zu entbinden.
Nach Antragseingang werden entsprechend der geltend gemachten Gesundheitsstörungen Ärzte oder Kliniken im Rahmen der Sachverhaltsermittlung angeschrieben und um Befundvorlage gebeten. Nach Eingang der angeforderten Befunde erfolgt die versorgungsärztliche Auswertung der medizinischen Unterlagen durch versorgungsärztliche Gutachterinnen und Gutachter. Nach ärztlicher Stellungnahme ergeht die Verwaltungsentscheidung und in der Folge der entsprechende (Feststellungs-)Bescheid.
An wen muss ich mich wenden?
Wenden Sie sich bitte an das örtlich zuständige Hessische Amt für Versorgung und Soziales.
Vorraussetzungen
Antragstellerinnen und Antragsteller müssen einen Wohnsitz in Deutschland haben, in Deutschland arbeiten oder sich gewöhnlich hier aufhalten.
Die mit Antrag geltend gemachten Gesundheitsstörungen müssen anhand von medizinischen Befundberichten objektiviert werden. Ohne dies kann keine Feststellung erfolgen.
Welche Unterlagen werden benötigt?
Neben dem Antragsformular (dieses wird bei einem formlosen Antrag auch durch das zuständige HAVS zugesandt) müssen dem Antrag keine weiteren Unterlagen beigefügt werden, da die Behörde aufgrund der Angaben ermittelt (Amtsermittlungsgrundsatz). Im Besitz befindliche medizinische Unterlagen, die nicht älter als zwei Jahre sind, können und sollten dem Antrag jedoch direkt beigefügt werden. Dies kann einer schnelleren Bearbeitung dienen.
Welche Gebühren fallen an?
Keine
Rechtsgrundlage
Zuständige Stellen und Formulare
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AdresseMagistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus
Hessisches Amt für Versorgung und Soziales Wiesbaden
Postfach: 5747
65047 Wiesbaden, Landeshauptstadt
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Adresse
Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus
Hessisches Amt für Versorgung und Soziales Wiesbaden
Mainzer Straße 35
65185 Wiesbaden, Landeshauptstadt
+49 611 7157-0
+49 611 327644888
Landesversorgungsamt und Hessische Ämter für Versorgung und Soziales
poststelle(at)havs-wie.hessen.de
Montag bis Donnerstag: 8.00 Uhr bis 15.30 Uhr
Freitag: 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr