ECCAR
Die Stadt Hofheim ist seit 2023 Teil der europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (European Coalition of Cities Against Racism – ECCAR). ECCAR ist eine Initiative, die 2004 von der UNESCO ins Leben gerufen wurde, um ein internationales Netzwerk von Städten zu schaffen, die sich für eine wirkungsvolle Bekämpfung von Rassismus, Diskriminierung und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit einsetzen.
Die Stadt Hofheim hat sich verpflichtet, den 10-Punkte-Aktionsplan von ECCAR umzusetzen und so aktiv gegen Rassismus auf kommunaler Ebene einzutreten:
1. Verstärkte Wachsamkeit gegenüber Rassismus
2. Bewertung der örtlichen Situation und der kommunalen Maßnahmen
3. Bessere Unterstützung für die Opfer von Rassismus und Diskriminierung
4. Bessere Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger
5. Die Stadt als aktive Förderin gleicher Chancen
6. Die Stadt als Arbeitgeberin und Dienstleisterin, die gleiche Chancen nachhaltig fördert
7. Chancengleichheit auf dem Wohnungsmarkt
8. Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung durch Bildung und Erziehung
9. Förderung der kulturellen Vielfalt
10. Rassistische Gewalttaten und Konfliktmanagement
Kommunen für alle? Rassismuskritik in der kommunalen Verwaltung
Die Stadt Hofheim wurde als Modellkommune des bundesweiten Pilotprojekts „Kommunen für alle? – Rassismuskritik in kommunalen Verwaltungen“ der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) ausgewählt. Ziel des Projekts ist es, die Verwaltungsarbeit weiterzuentwickeln und den
professionellen, fairen und respektvollen Umgang innerhalb der Verwaltung sowie gegenüber Bürgerinnen und Bürgern zu stärken. Um dies zu erreichen, werden unter anderem praxisnahe Schulungen durchgeführt, um Verwaltungsmitarbeitende zu befähigen, rassismuskritisch zu handeln und diskriminierende Strukturen zu erkennen.
Zentral für das Erreichen des Ziels ist die Einbindung von Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund, wofür ein verwaltungsinternes Netzwerk aufgebaut wird, wo sich in sicherem Rahmen über eigene Erfahrungen ausgetauscht werden kann und gemeinsam Handlungsempfehlungen für das Verwaltungshandeln entwickelt werden können.