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"Fairwandeln" in Hofheim

In gemütlichen kleinen Läden stöbern, blühende Gärten erleben, in einem historischen Schloss basteln, im Museum neue Ideen auf Papier bringen – das alles gab’s beim „Fairwandeln“ in Hofheim am Taunus.

Fair und nachhaltig Leben ist ein wichtiges Thema für die Zukunft. Gefördert durch Engagement Global machte die Veranstaltungsreihe „Fairwandeln“ dieses Thema in diesem Jahr in Hofheim direkt vor der eigenen Haustür erlebbar. Angesprochen waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die erste Veranstaltung für Erwachsene war die 5. Hofheimer Händlertour im Mai. Es folgten ein Rundgang zum Thema Artenvielfalt durch Hofheims Grünanlagen im September und eine Erlebnistour „Von Acker zu Acker“ im Oktober. Veranstalter waren die Stadt Hofheim in Kooperation mit der vhs Main-Taunus. Initiiert wurde das Gesamtprojekt durch die dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung angehörige Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Bereits im Jahr 2017 hat die SKEW bei der Stadt Hofheim, als eine von bundesweit sechs Kommunen angefragt, sich als Modellkommune für ein Pilotprojekt mit dem Titel „Kommunen als Initiatoren entwicklungspolitischer Bildungsarbeit“ zu beteiligen. Nach zwei Workshops im Hofheimer Rathaus mit großer Beteiligung auch aus der Zivilgesellschaft, wurde letztlich vereinbart, ein Projekt in der jetzt erlebten Größenordnung, das alle Altersgruppen anspricht, anzubieten.

Aber die Veranstaltungsreihe Fairwandeln hatte noch mehr zu bieten: Im August konnten Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 20 Jahren beim Fairen Markt der Möglichkeiten im Haus der Jugend nachhaltiges Kochen und Upcycling lernen. Außerdem brachte das Stadtmuseum bei den Ferienspielen Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren während einer nachhaltigen Entdeckungstour durch Hofheim auf gute Ideen zum Fairen Handel. Durch diese unterschiedlichen Formate sprach das Fairwandeln insgesamt 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilt auf die Zielgruppen an. „Das ist ein toller Erfolg, der zeigt, dass die Menschen sich immer mehr für nachhaltige Themen interessieren“, sagte Bürgermeister Christian Vogt.

Dennoch sind Nachhaltigkeit, Biodiversität und Fairer Handel für viele Menschen oft abstrakt. „Die Stadt Hofheim als Fair Trade Town hat eine besondere Verantwortung, den Menschen diese Themen näher zu bringen“, sagt Vogt. Deshalb sprach die Veranstaltungsreihe „Fairwandeln“ alle Altersgruppen der Stadtgesellschaft mit unterschiedlichen Formaten an. Ziel war es diese Themen konkret und erlebbar zu machen. Die Händlertour drehte sich beispielsweise um das Thema „Nachhaltiger Konsum“. Im Laden für Schokospezialitäten „Edel und Süß“ wurde die Herstellung von Schokolade und den Anbau der nötigen Rohstoffe erklärt. Mit im Laden war das Team der Kaffeerösterei Laux aus Diedenbergen, das etwas zum Thema Kaffee erzählte. Im Weltladen ging es um das Thema „Welthandel und Menschenrechte“ und im Blanca Soulfood drehte sich alles um faire Lebensmittel.

Bei allen Stationen gab es allerhand zu probieren. Die Maßnahmen der Stadt zum Erhalt der Artenvielfalt lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Rundgang im August kennen. Dazu gehören u.a. veränderter Grünschnitt, Rückzugsorte für Vögel und Fledermäuse und neue Pflanzensaat. Imker Hubertus Fischer zeigte außerdem, welche Gefahren für die Honigbiene in der derzeitigen Umweltsituation bestehen. Dabei bezog er die Bienen auf dem Rathausdach ein und führte vor, was zur Pflege und zum Schutz der Tiere nötig ist. Was im Garten zum Erhalt der Artenvielfalt möglich ist, erfuhren die Teilnehmer/innen dann im Hofheimer Waldgarten. Auf dem Weg dorthin gab es entlang des Schwarzbachs eine interaktive Stadtrallye. Die Erlebnistour „Von Acker zu Acker“ führte die Gruppe auf die Streuobstwiese in Marxheim, den städtischen Weinberg in Diedenbergen und auf Paul’s Bauernhof in Wallau.

An den verschiedenen Stationen wurden die Teilnehmenden über regionale Kulturpflanzen, Anbautechniken, Vermarktungsnormen und die weltweite Verschwendung von Lebensmitteln informiert. Dabei wurde nicht nur verkostet und konsumiert, sondern auch produziert. Unter Anleitung kelterte die Gruppe Apfelsaft und übte sich in der Weinlese. Nach dem Motto „vom Acker bis zum Teller“ endete diese Tour auf Paul’s Bauernhof, wo sich alles um Anbautechniken, Bewässerung und die Kartoffelernte drehte.

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