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Abfallvermeidung 

  • Überblick

    Abfälle vermeiden schont Ressourcen und schützt Mensch und Umwelt. Von „Abfallvermeidung“ spricht man, wenn bestimmte Abfälle „von vorneherein gar nicht erst entstehen“, d.h. wenn durch eine bestimmte Maßnahme der Material- und Stoffverbrauch insgesamt reduziert werden kann. Dies kann durch zwei unterschiedliche Strategien erreicht werden:

    • wenn es gelingt, bestimmte Stoffe und Produkte ersatzlos einzusparen bzw. wegzulassen (= Nicht-Produktion),

    • wenn es gelingt, Produkte länger bzw. mehrfach zu nutzen, zu reparieren und wiederzuverwenden (= Verlangsamung des Stoff und Materialverbrauches, z. B. durch Mehrwegsysteme, langlebige und reparaturfreundliche Gebrauchsgegenstände).

    Abfallvermeidung ist praktizierter und direkter Umweltschutz, der die natürlichen Ressourcen schont, und auch den Geldbeutel.

     

    Mehrweg statt Einweg:

    Gerade bei den Dingen des täglichen Bedarfs lässt sich viel Abfall vermeiden. Insbesondere Mehrwegsysteme tragen ganz wesentlich zur Abfallvermeidung bei. So erreichen beispielsweise Mehrwegflaschen häufig über 40 Umläufe. Damit lässt sich die ständige Neuproduktion entsprechender Einwegverpackungen vermeiden, was darüber hinaus erhebliche Abfallmengen einspart. Mit der neuen Pfandregelung auf viele Getränke-Einwegverpackungen (Kunststoffflaschen) entfällt ohnehin der zuvor bestehende Bequemlichkeitsvorteil der Ex-und-hopp-Verpackungen. Aber nicht nur Getränkeflaschen lassen sich mehrmals befüllen. Auch Reinigungsmittel und vieles mehr werden inzwischen in preisgünstigen, Abfall vermeidenden Nachfüllpackungen angeboten. Manche Verpackungen, wie unnötige "Portionsverpackungen" für Konfitüre oder Kaffeesahne lassen sich auch ganz vermeiden. Ebenso überflüssig sind viele Umverpackungen, wie beispielsweise die Pappschachtel für die Zahnpastatube.

    • Durch die Verwendung von Einkaufstaschen oder Körben statt Plastiktüten lässt sich auf Dauer viel Abfall und eine Menge Geld einsparen.

     

    Bei Festen können Abfall und Geld gespart werden:

    • Getränke in Pfandflaschen einkaufen, Fassbier sorgt für Gemütlichkeit.

    • Bei großen Festen ein Spülmobil einsetzen.

    • Verwendung von Porzellangeschirr und Metallbesteck statt Pappbecher und -Teller und Kunststoffbesteck.

     

    Papier einsparen:

    Allein beim Kopieren werden in Deutschland pro Jahr 800.000 Tonnen Papier verbraucht. Wie viel von den über die Jahre gesammelten Papieren brauchen wir wirklich. Mit kleinen Verhaltensänderungen kann der Verbrauch erheblich reduziert werden.

    • E-Mails im PC abspeichern statt ausdrucken.

    •Werden bei einem Vortrag Kopien von allen Folien benötigt oder genügt eine Zusammenfassung?

    • Papier beidseitig bedrucken.

    • Recyclingpapier verwenden.

    • Werbeflut reduzieren Die Aufkleber "Stopp! Bitte keine Werbung einwerfen!" reduzieren die Werbeflut im Briefkasten

     

    Mieten statt Kaufen:

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alles zu Abfall wird. Folglich steigen unsere Abfallmengen, je mehr wir kaufen, konsumieren und anschaffen. Dabei lohnen sich viele Anschaffungen aus wirtschaftlicher Sicht häufig gar nicht. So wird kaum jemand auf die Idee kommen, sich für seinen Umzug eigens einen LKW zu kaufen. Der lässt sich einfacher Mieten. Ebenso wenig wird oft ein spezialisiertes Gerät so oft gebraucht, dass sich eine eigene Anschaffung rechnet, z. b. ein Gartenhäcksler oft nur im Herbst einmal gebraucht oder ein schwerer Bohrhammer einmal bei einer Baumaßnahme. Auch wenig genutzte Spezialwerkzeuge für den Heimwerker sowie Garten- oder Sportgeräte lassen sich meist problemlos ausleihen. Spezialisierte Verleihfirmen und Baumärkte bieten hier ein vielfältiges Angebot.

    Vorteile:

    • Man spart bares Geld und eine Menge Platz.

    • Unter Umweltgesichtspunkten betrachtet: man produziert keinen zusätzlichen Abfall. Langlebigkeit statt ex-und-hopp: Bei vielen Produkten kann man mit kritischem Blick und etwas technischem Sachverstand die Zuverlässigkeit und absehbare Lebensdauer mehr oder weniger einschätzen:

    • Sind die Einzelteile genietet oder geschraubt?

    • Können Verschleißteile ersetzt werden?

    • Wie ist es um die Stabilität bestellt? Darüber hinaus geben auch anerkannte Produktsiegel wie der "Blaue Engel" einen Hinweis auf die Umweltverträglichkeit. Geringwertige Wegwerfprodukte wie Pappteller, nicht nachfüllbare Feuerzeuge und Filzstifte oder Einwegrasierer gehören zwar zum "Lifestyle" einer Ex-und-hopp-Gesellschaft, belasten jedoch zusätzlich die Umwelt. Außerdem erweisen sich viele scheinbar preiswerte "Wegwerfprodukte" am Ende oft als teurer.

    • So sind Batterien gegenüber Akkus auf Dauer meist die schlechtere Alternative.

    • Ortsfest genutzte Elektrogeräte sollten möglichst über einen Netzanschluss betrieben werden.

    • Standby-Schaltungen sollten immer abgeschaltet werden. Deutschlandweit könnte man so ein ganzes Kraftwerk einsparen und den ganzen dazu gehörigen Abfall (und die CO2-Emissionen auch noch).

    • Mit zunehmender Tendenz gibt es heute sogar für höherwertige Produkte - etwa Handys oder Kameras - Einweglösungen. Leistung und Qualität bleiben hier jedoch hinter den entsprechenden langlebigen Produkten meist zurück.

    • Auch landen viele voll funktionsfähige Produkte, wie z.B. Computer, auf dem Müll. Grund dafür ist oft, dass eine neue Gerätegeneration zwar mehr Möglichkeiten verspricht, die jedoch von vielen niemals genutzt werden. Wer nicht Höchstanforderungen für Multimediaprogramme (Animationsspiele, Filme, etc.) an seinen Rechner stellt, kann selbst mit betagteren Modellen seine normalen Büroanwendungen bewältigen oder im Internet surfen. Das gilt auch für andere Bereiche, allerdings sollte man bei Uraltstromfressern doch mal überlegen, ob nicht ein energieeffizientes Gerät insgesamt mehr Abfall und Energie einsparen kann.

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     Frau Veronika Betzel 06192 202-257  vbetzelhofheimde
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