Adventskonzert des ökumenischen Chors Lorsbach

Sonntag, 30. November 2025

| ab 17:00 Uhr

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evangelischen Kirche Lorsbach

Chorleiter Ulrich Stoll ist bekannt dafür, dass er selten aufgeführte Chorwerke aufspürt und in der Lorsbacher Kirche zum Klingen bringt. 

Auch beim diesjährigen Adventskonzert  am 30.November um 17 Uhr, wird den Zuhörern eine Kostbarkeit geboten, die man normalerweise nicht zu hören bekommt: Carl Steins Oratorium  „Die Geburt Jesu“. Die Zuhörer erwartet ein opulentes Werk aus der Romantik, das wunderschöne melodische Passagen aufweist und im  Zusammenspiel von Solisten, Chor und Orgel eine tiefe Religiosität ausdrückt.

Der Komponist Carl Stein (1824-1902) war von 1850 bis 1901 Organist an der Stadt- und Schlosskirche Wittenberg, der Kirche, an der Luther seine Thesen anschlug. Eigentlich war Stein für diese Stelle überqualifiziert. Gefragt war ein passabler Organist und Musiklehrer, Stein aber hatte bereits bei seiner Ausbildung am  Königlichen Institut für Kirchenmusik in Berlin und etliche Stücke komponiert, unter anderem „Die Geburt Jesu“. Nicht wenige befürchteten daher, dass der 26jährige seine Tätigkeit in Wittenberg bald wieder aufgeben würde. Doch es kam anders. Stein zog mit seiner jungen Frau in die Wittenberger Kantorei, bekam sieben Kinder und blieb. Er beglückte die Gemeinde mit seinem Orgelspiel , komponierte volkstümliche Lieder und Motetten, die die er später in den verschiedenen Bänden seines ,,Sursurii corda" („Aufwärts die Herzen") zusanmmen stellte, und die durch ihre besondere Eignung für den Gebrauch beim Gottesdienst den Namen Steins weit über Deutschlands Grenzen hinaustrugen. Er gab Privatunterricht, förderte zahlreiche andere Musiker und war bekannt für seinen Humor, der sich unter anderem in gesungenen Toasts auf Gesellschaften ausdrückte. Zeitgenossen bescheinigten ihm eine gewisse Genügsamkeit, die wohl dazu beigetragen hat, dass er in Wittenberg bliebt und nicht anderswo seine Karriere vorantrieb.

"Die Geburt Jesu" für Chor, Orgel und Soli  ist sein einziges Oratorium. Es  wurde 1851 in Wittenberg aufgeführt. Eine Besonderheit des Werkes sind unter anderem die Passagen für Doppelchöre. Die Komposition weist ungewöhnliche harmonische Wendungen auf, erinnert aber auch an Bachs Polyphonie.  Zeitgenössische Kritiker bescheinigten Stein „eine leicht fassliche Melodik, schlichte und ungekünstelte Harmonik und eine strenge und doch ungezwungene, allen aparten Seitensprüngen abholde Führung der Singstimmen. Das heißt mit anderen Worten: Steins Kompositionen sind so ungekünstelt, so leicht verständlich, dass es man sie genießen kann, ohne dass es weiterer Erläuterungen  bedarf. Wir laden Sie herzlich dazu ein.

Carl Stein : Die Geburt Jesu

Leitung: Ulrich Stoll

Solisten: Felicia Brunner, Anna Kobinger, Zacharias Kraus, Sebastian Munch, Erhard Brunner

Orgel: Elisabeth Stoll

Veranstaltungsdetails

Einzelveranstaltung

Datum
Sonntag, 30. November 2025
Uhrzeit
ab 17:00 Uhr
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Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 13 Euro

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