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Verlegung Stolpersteine

Verlegung Stolpersteine

Die quadratischen Steine, die mit einer Messingschicht bedeckt und mit den Daten der Opfer versehen sind, werden jeweils vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnort in den Bürgersteig eingebracht.

Am 14. November verlegte Gunter Demnig drei Stolpersteine auf dem Verbindungsweg zwischen Kurhausstraße und Rossertstraße, vor dem Grundstück Kurhausstraße 26 (ehemals 22), für Clementine Lipmann und ihre Töchter Flora und Rosalie (Rösel).

Soweit das Stadtarchiv Hofheim die Biografien der drei Opfer ermitteln konnte, wurden sie während der Verlegung von Pfarrer Friedemann vom Dahl und Pfarrerin Barbara Friedrich, evangelische Johannesgemeinde, verlesen. Paten der Steine sind die Johannesgemeinde, die Thomasgemeinde und der Rat christlicher Gemeinden Hofheim am Taunus.

Begleitet wurde die Verlegung von Bürgermeisterin Gisela Stang, Vertretern der städtischen Gremien und der Arbeitsgruppe Stolpersteine, der Kirchengemeinden, dem Rat christlicher Gemeinden Hofheim am Taunus, Hausbesitzern und Paten der Stolpersteine. Ebenso nahmen interessierte Bürgerinnen und Bürger teil.

Die Stadtverordnetenversammlung Hofheim hatte im Februar 2007 beschlossen, am Projekt Stolpersteine teilzunehmen.

Die erste Verlegung war am 22. April 2008 in der Hofheimer Kernstadt. Weitere Verlegungen folgten am 16. Februar 2009 in der Kernstadt und in Marxheim, am 13. Oktober 2009 in Diedenbergen und Wallau, am 10. Mai 2010 in Hofheim, Wallau und Langenhain sowie am 27. August 2013 in der Kernstadt. Insgesamt wurden dabei 86 Stolpersteine in den Gehweg vor den jeweiligen Häusern eingebracht.

Erste Verlegung am 22. April 2008 (12 Steine): Fünf Steine für die Familie Oppenheimer in der Burgstraße 8, drei Steine für die Familie Nachmann / Mayer in der Bärengasse 5, vier Steine für die Familie Rosenthal in der Brühlstraße 3.

Zweite Verlegung am 16. Februar 2009 (19 Steine): Sechs Steine für die Familie Allmeier in der Neugasse 43, vier Steine für die Familie Weiss und Schwarzschild in der Elisabethenstraße 32, vier Steine für die Familie Strahlheim in der Straße Am alten Bach (dm-Drogerie), drei Steine für die Familie Kahn in der Lorsbacher Straße 36; In Marxheim zwei Steine für das Ehepaar Kahn in der Schulstraße 35.

Dritte Verlegung am 13. Oktober 2009 (27 Steine): In Diedenbergen zwei Steine in der Casteller Straße 70 für die Familie Kahn, sechs Steine für die Familien Kahn und Forst in der Marxheimer Straße 9, fünf Steine für die Familie Kahn in der Hintergasse 22, vier Steine für die Familie Simon in der Wildsachsener Straße 1, vier Steine für die Familie Cohn in der Wildsachsener Straße 2. In Wallau drei Steine für die Familie Leopold in der Langenhainer Straße 14 und drei Steine für die Familie Levi in der Bleichstraße 12.

Vierte Verlegung am 10. Mai 2010 (25 Steine): Ein Stein vor dem Haus Roedersteinweg 4 für Emma Kopp. In Langenhain ein Stein in der Straße Am Jagdhaus 17 für Lina Beer. In Wallau fünf Steine in der Wiesbadener Straße 8 für die Familie Thalheimer, 13 Steine in der Bachgasse 4 für die Familie Aron und Rachel Pschisocher, fünf Steine in der Taunusstraße 25 für die Familie Falk.

Fünfte Verlegung am 27. August 2013 (3 Steine): Ein Stein vor dem Haus Burgstraße 8 für Ferdinand Schwarz, ein Stein in der Straße Am alten Bach (ehemalige Mühlgasse 4) für Eduard Wieseneck, ein Stein in der Kurhausstraße 53 für Adele Lipmann.

Mit der Aktion „Stolpersteine“ hat der Kölner Künstler Gunter Demnig im Jahr 1997 eine international anerkannte neue Form des Gedenkens in Deutschland initiiert. Die Idee, der Opfer des Nazi-Regimes mit Stolpersteinen vor dem letzten selbstgewählten Wohnhaus zu gedenken, wurde seit dem Projektstart in vielen Städten aufgegriffen. Demnig hat seitdem mehr als 49.000 Stolpersteine in mehr als 750 deutschen Orten und auch im europäischen Ausland verlegt.

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