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Biografie der Familie Leopold, Langenhainer Straße 14

Biografie der Familie Leopold, Langenhainer Straße 14

Langenhainer Straße 14

Biografie - Familie Leopold

Mina Leopold, geb. Falk (geb. 10.8.1878 oder 10.8.1873 (2.)) entstammte der alten Wallauer Familie Falk und war selbst in Wallau geboren. Sie heiratete den Viehhändler Adolf Leopold aus Kettenbach und ihr gemeinsamer Sohn Siegmund kam 1906 dort zur Welt. Weitere Angaben zu Mina Leopolds Leben sind spärlich. Sicher ist, dass die ganze Familie spätestens ab November 1941 zwangsweise in der Wiesbadener Straße 8 wohnen musste. Nachdem ihr Ehemann dort unter nicht mehr zu klärenden Umständen gestorben und ihr Sohn am 19. März 1942 zur Gestapo nach Darmstadt verbracht worden war, wurde Mina Leopold mit sechs weiteren Bewohnern des Hauses am 8.6.1942 nach Frankfurt gebracht und von dort Richtung Izbica deportiert. In welchem Arbeits- oder Vernichtungslager ihr Leben endete ist nicht mehr festzustellen. Da kein Familienmitglied die nationalsozialistische Verfolgung überlebte, gab es niemanden, der ein Entschädigungsverfahren hätte anstrengen können, aus dem heute näheres über Mina Leopolds Leben und Schicksal zu entnehmen wäre.

Adolf Leopold (geb. 3.4.1873 oder 24.4.1878 (3.)) lebte mit seiner Ehefrau Mina und Sohn Leopold in Wallau und verdiente den Lebensunterhalt als Viehhändler. Spätestens seit November 1941 wohnte die Familie im so genannten „Judenhaus“, Wiesbadener Straße 8. Aus einem Brief seines Sohnes an den Landrat des Main-Taunus-Kreises vom November 1941 geht hervor, dass Adolf Leopold erkrankte. In einem weiteren Brief vom 16.2.1942 berichtet der Sohn, dass sein Vater inzwischen verstorben war. Die Umstände seines Todes sind heute nicht mehr zu ermitteln, aber einige Zeitzeugen sind überzeugt, dass er sich selbst das Leben genommen hat, andere Gerüchte besagen, dass er aufgrund von Misshandlungen verstarb.

Siegmund Leopold (geb. 10.2.1906 oder 19.2.1906 (4.)) der einzige Sohn von Mina und Adolf Leopold lebte mit seinen Eltern im November 1941 in der Wiesbadener Str. 8. Am 17.11.1941 erbat er beim Landrat des Main-Taunus-Kreises die Zuzugsgenehmigung für seine künftige Ehefrau nach Wallau. Bürgermeister Fein, der den Zuzug verhindern wollte, erreichte zunächst in Übereinstimmung mit der Gestapo einen ablehnenden Bescheid des Landrats. Mitte Januar 1942 änderte die Gestapo ihre Anweisung dahingehend, dass Eheleute nach Möglichkeit am selben Ort wohnen sollten, um für die künftigen Deportationen besser erfasst werden zu können. Daraufhin erhielt Siegmund Leopold Ende Februar 1942 die Erlaubnis seine Ehefrau zu sich zu holen. Es ist jedoch fraglich, ob der Umzug noch zustande kam, denn am 19. März 1942 wurde Siegmund Leopold auf Anordnung der Staatspolizei Frankfurt festgenommen und zur Staatspolizei Darmstadt überführt. Weder der Grund für seine Verhaftung noch sein weiteres Schicksal sind den Akten zu entnehmen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Siegmund Leopold in einem Konzentrations- oder Vernichtungslager den Tod fand.

2. Die erste Angabe ist einer unmittelbar nach Kriegsende zusammengestellten Liste entnommen, die zweite einer Liste der jüdischen Einwohner Wallaus von 1933. Da vermutlich beide Listen auf den Einwohnermeldeunterlagen beruhen, handelt es sich wahrscheinlich um einen Übertragungsfehler, der aufgrund fehlender anderer Quellen heute nicht mehr berichtigt werden kann.

3. Die erste Angabe ist einer unmittelbar nach Kriegsende zusammengestellten Liste entnommen, die zweite einer Liste der jüdischen Einwohner Wallaus von 1933. Da vermutlich beide Listen auf den Einwohnermeldeunterlagen beruhen, handelt es sich wahrscheinlich um einen Übertragungsfehler, der aufgrund fehlender anderer Quellen heute nicht mehr berichtigt werden kann.

4. Die erste Angabe ist einer unmittelbar nach Kriegsende zusammengestellten Liste entnommen, die zweite einer Liste der jüdischen Einwohner Wallaus von 1933. Da vermutlich beide Listen auf den Einwohnermeldeunterlagen beruhen, handelt es sich wahrscheinlich um einen Übertragungsfehler, der aufgrund fehlender anderer Quellen heute nicht mehr berichtigt werden kann.

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