Sprungmarken
Sie befinden sich hier
Startseite
Rathaus
Aktuell

Trockenheit: Waldbrandgefahr im Hofheimer Forst – Grillplätze gesperrt

Das Frühjahr und der bisherige Sommer waren auch im Bereich des Forstamtes Königstein ausgesprochen trocken und sehr warm. Die Wasservorräte in den Waldböden und der Vegetation haben stark abgenommen. Für Hessen hat das Umweltministerium deshalb am 14. Juni die Waldbrand-Alarmstufe A ausgerufen. Die Stadt Hofheim hat die städtischen Grillplätze ab Mittwoch, 10. Juli, bis auf weiteres gesperrt. Auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und -flächen ist nicht ausgeschlossen. Für diese Maßnahmen bittet das Forstamt die Bevölkerung bereits jetzt um Verständnis.

Revierförster Karlheinz Kollmannsberger appelliert, beim Besuch des Waldes besonders aufmerksam zu sein. „Jeder kann mithelfen, Waldbrände zu vermeiden“, betont er. „Es gibt einige wenige, aber sehr wichtige, Punkte, die man als Waldbesucher derzeit beachten muss.“ Folgende Verhaltensregeln gelten bei der aktuellen Waldbrandgefahr:

  • Grillen: Die städtischen Grillstellen sind gesperrt. Diese Sperrung muss unbedingt respektiert werden. Auch außerhalb offizieller Grillstellen darf keinesfalls Feuer entfacht werden. Sollten andere Grillplätze nicht gesperrt sein, muss darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes vollständig gelöscht wird.
  • Rauchen im Wald ist verboten. Brennende Zigarettenstummel dürfen nicht weggeworfen werden – auch nicht aus dem Autofenster.
  • Glasscherben können wie ein Brennglas wirken und ein Feuer auslösen. Deshalb verbietet es sich, Flaschen im Wald liegenzulassen.
  • Wege zu den Wäldern müssen frei bleiben. Sie sind wichtige Feuerwehrzufahrten und Rettungswege für Einsatzfahrzeuge. Pkw sind deshalb ausschließlich auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen. Die Fahrzeuge dürfen nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen, da sich dieser entzünden kann.

Wer einen Waldbrand oder Rauchentwicklung bemerkt, sollte sofort die Feuerwehr (Notruf 112) informieren. Wer dafür ein Smartphone nutzt, ermittelt möglichst über die App „Hilfe im Wald“ den nächstgelegenen Rettungspunkt und teilt ihn den Rettungskräften mit. So können diese den Einsatzort noch schneller auffinden.

Apell von Stadt und Feuerwehr: Keine pflanzlichen Abfälle verbrennen

Wer aktuell pflanzliche Abfälle verbrennen möchte, sollte darauf verzichten und abwarten, bis es mehrmals ordentlich geregnet hat. Denn: Momentan besteht Waldbrandstufe 4 mit der Tendenz zu Stufe 5, der höchsten Waldbrandgefahr.

Die Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen sagt, dass das Verbrennen solcher Abfälle bei der Ordnungsbehörde angezeigt werden muss. Einer Genehmigung bedarf es nicht. In der Regel wird dies telefonisch bei der Stadt Hofheim angemeldet. Das ist eine seit vielen Jahren geübte und bewährte Praxis.

Wegen der Trockenheit und extrem hohen Waldbrandgefahr bittet die Ordnungsbehörde derzeit alle Anmelder, egal wo sie das Feuer machen wollen, auf das Verbrennen auch im eigenen Interesse zu verzichten. Denn es kann durchaus sein, dass die Feuerwehr bei dieser Wettersituation auch bei einer angezeigten Verbrennung ausrückt. Das wiederum kann zu einer Kostenpflicht desjenigen führen, der die Pflanzen-Abfälle verbrennt, wenn dieser den Vorschriften der Verordnung – etwa zur Beaufsichtigung des Feuers oder zu den verbrannten Stoffen – nicht nachgekommen ist. Deshalb: Besser die Abfälle noch eine Weile lagern oder über die Sammeltermine Grünabfall oder beim Wertstoffhof in der Ahornstraße entsorgen.

Suche

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.

Mehr Infos