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Neues zur Stadtgeschichte: Altbau des Stadtmuseums ist älter als gedacht

HOFHEIM Zweifel bestanden schon lange, nun ist es gewiss: Der Altbau des Stadtmuseums Hofheim ist älter als bislang angenommen.
Informationstafel am Stadtmuseum© Stadt Hofheim
Eine dendrochronologische Untersuchung der Eichenstämme, welche für den Dachstuhl verwendet wurde, ergab, dass das Gebäude bereits 1717 spätestens 1718 erbaut worden ist. Bislang war man von einem Erbauungsdatum nach 1805 ausgegangen. Der Hofheimer Lokalhistoriker Dr. Dieter Reuschling hatte die Untersuchung beim Landesamt für Denkmalpflege veranlasst. Durch das Fälldatum der Bäume lässt sich sehr genau auf das Erbauungsdatum des Gebäudes schließen, da das Holz zur damaligen Zeit kurz nach dem Fällen verarbeitet werden musste, da es sonst zu hart für Werkzeuge der Ära geworden wäre.

Historisch war der Altbau des heutigen Stadtmuseums Hofheim Teil des Kurmainzer Hofguts, bestehend aus Wohngebäude, Scheuer und Stallungen. Es lag in direkter Nachbarschaft zum abgeschlossenen Kellereibezirk, zu dem Kellereigebäude und Wasserschloss gehörten. Die Mainzer Kurfürsten verkauften es als Erbleihgut. 1717 bewirtschaftete der Eppsteiner Keller Johann Jacob Lipp das Gehöft, welches er 1716 vom Hofheimer Keller Johann Adam Kreydt erworben hatte. Seine Beweggründe bleiben weiter unbekannt, aber wie nun feststeht, ließ Lipp 1717, spätestens 1718, ein neues Wohnhaus errichten.

Interessierte können die neuen Erkenntnisse nun auch am Gebäude selbst nachlesen. Das Hofheimer Stadtarchiv hat die Informationstafel aktualisiert und erneuert. Sie ist Teil des gemeinsamen Projekts des Stadtarchivs mit dem Offenen Geschichtsstammtisch und dem Historischen Arbeitskreis der Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt e.V., dessen Tafeln seit vielen Jahren über Bau- und Nutzungsgeschichte markanter Gebäude in der Hofheimer Altstadt informieren. Am Altbau des Stadtmuseums hängt eine solche Tafel seit 2014.

Ebenfalls aktualisiert wurde das Schild zum Raum „Kling“ im Kellereigebäude. Dort hatten Recherchen zum Buch „Hauptstraße Hofheim am Taunus. Eine Straße verändert ihr Gesicht“ ergeben, dass Johann Josef Kling nicht nur von 1868 bis 1884 Bürgermeister, sondern auch von 1861 bis zu seinem Tod Wirt des Gasthauses „Zum weißen Roß“ war.

Hintergrund: Dr. Dieter Reuschling ist ein engagierter Heimatforscher, der an zahlreichen Publikationen und Projekten war. So verfasste er die 2011 vom Stadtarchiv Hofheim herausgebende "Geschichte des Amtes und der Kellerei Hofheim. Geschichte des Kellereigebäudes" und gemeinsam mit der ehemaligen Stadtarchivarin Roswitha Schlecker die Studie "Oskar Meyrer - eine biografische Skizze", in der die Rolle Meyrers in der NS-Zeit beleuchtet wird.

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