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Veranstaltungen des Ausländerbeirats zur Interkulturellen Woche

Der Ausländerbeirat Hofheim beteiligt sich an der Interkulturellen Woche mit den folgenden beiden Veranstaltungen:
„Interreligiöser Dialog – für ein friedliches Miteinander“

Die Religion ist für viele Menschen eine Grundlage für die konkrete Ausgestaltung ihres Lebens. Sie bietet spezifische Sichten auf die Mitmenschen, beinhaltet Rechte und Pflichten und steht mit verschiedenen Sitten und Gebräuche dieser Welt in enger Verbindung. All diese Einflüsse spielen in Begegnungen und zwischenmenschlichen Beziehungen eine wichtige Rolle. In unserer, durch Pluralität gekennzeichneten, Gesellschaft ist der Erwerb von interreligiösen Kompetenzen nicht nur aus diesem Grund wichtig.

Das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen löst auch manchmal Ängste und Unsicherheiten aus. Interreligiöser Dialog ist somit längst kein Luxus mehr,
sondern ein friedensethisches Postulat, unverzichtbar für ein friedliches Zusammenleben in ein und derselben Gesellschaft.

Der Interreligiöse Dialog hat das Ziel, durch gemeinsame Anstrengungen der Religionsmitglieder in einer pluralistischen Gesellschaft den Zusammenhalt zu verbessern.

Bei dieser Veranstaltung planen wir die Teilnahme von Vertretern der Religionsgemeinschaften, die dort ihre Positionen und Sichtweise, welchen Beitrag Religionen für ein
friedliches Miteinander leisten, zur Diskussion stellen.

Programmablauf zur Veranstaltung „Interreligiösen Dialog – für ein friedliches Miteinander“ am 27.09.2019 in Hofheim am Taunus

19.00 Uhr: Einführung und Begrüßung durch Herrn Kaya, Vorsitzender des Ausländerbeirats Hofheim am Taunus

Einführungsvorträge (ca. je 15 Minuten) von Vertretern der Religionsgemeinschaften

- Herr Dr. Martin Fedler-Raupp, Dekanat Kronberg, Evangelische Kirche

- Frau Ayşe Coşkun-Şahin, Ethnologin und Expertin für den interreligiösen Dialog, muslimischer Glaube

- Herr Dr. Bahman Solouki, Bahá'í-Gemeinde Langenhain-Hofheim

- Herr Bruder Stefan Federbusch, Katholische Kirche

- Herr Adzialowski, Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main.

Zeit für Fragen und Diskussionen mit den Referenten

21.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Moderation: Haluk Kaya

Eintritt frei

Ort der Veranstaltung:
Kellereigebäude, Raum Schönbornsaal, Bärengasse
(gegenüber dem Chinon-Center), 65719 Hofheim am Taunus

Der Vorsitzende des Ausländerbeirats Haluk Kaya ist Ansprechpartner und unter der Rufnummer: 0177 / 2312621 erreichbar.


Workshop zum Thema Interkulturelle Missverständnisse

ALI CAN kommt nach Hofheim

Kein Thema hat unsere Gesellschaft jüngst so polarisiert wie die Flüchtlingskrise. "Gutmenschen" und "Rassisten" stehen sich unversöhnlich gegenüber, ohne Polemik kommt kaum eine Äußerung aus, zum Dialog ist man nicht bereit. Das will Ali Can ändern, der selbst vor 20 Jahren nach Deutschland gekommen ist. Er geht aktiv auf die Menschen zu, reicht ihnen die Hand, interessiert sich für ihre Ansichten und hat dazu eine Telefon-Hotline für besorgte Bürger ins Leben gerufen, über die sie ihre Sorgen äußern können. Ali Can zeigt in seinem Buch, dass Integration gelingen kann und stellt klare Forderungen an Politik und Gesellschaft.

Harmonisch miteinander leben, ohne Vorurteile, ohne Groll und Hass: Ali Can glaubt, dass das möglich ist – „wenn die Haltung stimmt“. Die momentane Stimmung im Land scheint dem eher zu widersprechen. Denn angesichts der Vielzahl von Flüchtlingen werden fremde Kulturen und Menschen längst nicht mehr nur als Bereicherung angesehen. Die Skepsis wächst, den Andrang nicht mehr bewältigen zu können. Schnell werden jedoch auch pauschale Urteile gefällt. Manchmal steckt dahinter schiere Verblendung, manchmal aber auch eine nachvollziehbare Verunsicherung. Genau da möchte der 22-jährige Lehramtsstudent ansetzen; er „verschenkt Zeit“, sucht den Dialog mit jenen, die verängstigt oder eben verunsichert sind. Und möchte dafür sensibilisieren, sich in andere hineinzuversetzen, um Gemeinsamkeiten zu entdecken. Wertschätzung und Respekt sind dabei Leitlinien, die auch in seinen interkulturellen Workshops eine zentrale Rolle spielen.

ZUR PERSON
Ali Can wurde 1993 im Osten der Türkei geboren. Aufgewachsen ist er im Münsterland. Inzwischen studiert er an der Justus-Liebig-Universität (JLU) im fünften Semester Deutsch und Ethik im Lehramt für Haupt- und Realschulen. Ali Can war selbst Asylsuchender, als sich seine Familie mit ihm im Jahr 1995 aus einer Kleinstadt nahe der syrischen Grenze auf den Weg nach Warendorf bei Münster machte. Er engagiert sich für diverse Hilfsorganisationen und gibt seit mehr als einem Jahr Workshops für den Umgang mit kultureller Vielfalt. Durch seine Friedensreise im Osten Deutschlands und seine jüngst gegründete "Hotline für besorgte Bürger" bekam er im gesamten europäischen Raum mediale Aufmerksamkeit und setzt wichtige Akzente im deutschen Integrationsdiskurs.

Eine grundlegende Selbstlosigkeit ist mir sehr wichtig. Dazu gehört, sich für andere Zeit zu nehmen, zuzuhören, deren Gedanken und Gefühle ernst zu nehmen und dann wertschätzend darüber zu sprechen. Ein anderer Grund ist: Ich komme aus der Türkei, musste mich selbst integrieren und begegne noch immer vielen Vorurteilen. Für einen Ausländer ist es schwer, sich zu integrieren, weil er mit kulturellen Gegebenheiten konfrontiert wird, die er nicht kennt. Gleichzeitig habe ich auch Verständnis für Einheimische, die Angst haben, weil sie nicht wissen, wie sie mit der für sie befremdlichen Situation umgehen sollen. Da habe ich gemerkt, ich kann aus meiner Erfahrung für beide Seiten etwas weitergeben, so Ali Can.

Ich möchte sensibilisieren. Es ist wichtig, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können. Das hat den Vorteil, vielleicht Gemeinsamkeiten zu entdecken, wenn man nicht nur durch eine bestimmte kulturelle Brille schaut. Durch Perspektivwechsel und Empathie versuche ich, dass die Menschen sich öffnen und Ausländer als Bereicherung sehen. Das geht, wenn die Haltung stimmt.

Ablauf der Workshops am 25.09.2019

19.00 Uhr: Einführung und Begrüßung durch Herrn Kaya, Vorsitzender des Ausländerbeirats

Wie laufen die Workshops genau ab, antwortet Ali Can:

Am Anfang verschwinde ich erst einmal für 15 Minuten aus dem Raum. Wenn ich zurückkomme, haben die Teilnehmer meist begonnen, sich auszutauschen: über Beruf, über Schule, über Kinder. Das reflektieren wir dann. Denn was ist passiert? Menschen, die auf Fremde stoßen, haben Gemeinsamkeiten gesucht. Da ich im Stadttheater eine Zeitlang im Jugendclub aktiv war, mache ich zudem viele Rollenspiele in meinen Workshops, baue sehr viel Theatralisches ein. Deshalb sind meine Konzepte oft unberechenbar. Mein Ansatz ist, durch praktische Übungen Theorie abzuleiten.

Zeit für Fragen und Diskussionen mit dem Referenten ALI CAN.

21.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Moderation: Haluk Kaya

Eintritt frei

Ort der Veranstaltung:
Kellereigebäude, Raum Schönbornsaal, Bärengasse
(gegenüber dem Chinon-Center), 65719 Hofheim am Taunus

Der Vorsitzende des Ausländerbeirats Haluk Kaya ist Ansprechpartner und unter der Rufnummer: 0177 / 2312621 erreichbar.

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