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Neue Grabungen und Prospektionen im ehemaligen Siedlungsbereich des Kapellenbergs

Grabungen in der jungsteinzeitlichen Höhensiedlung Kapellenberg in Hofheim/Ts. finden im September 2014 statt, geophysikalische Prospektionen im folgenden Herbst und Winter.
Auch in diesem Jahr werden die archäologischen Untersuchungen im Innenraum des Kapellenber-ges fortgeführt. Ziel ist das Verständnis der Bebauungsdichte der ehemaligen Höhensiedlung und die Frage, wie viele Menschen dort zugleich gewohnt hatten – letztlich, ob man von einer frühen Stadt sprechen kann.
Die Grabungen, beginnend am 1. September, konzentrieren sich wieder auf die bereits 2013 untersuchten Flächen, die erweitert werden sollen, da dort die Ergebnisse vielversprechend waren. In diesem Schnitt konnten Konzentrationen von Keramik, Lehm, Holzkohle und einigen Steingeräten aus der Zeit um 4000 v. Chr. kartiert werden. Die Funde weisen zwar nicht auf eine noch intakte ehemalige Oberfläche hin, wohl aber auf einen Tritthorizont unterhalb der damali-gen offenen Flächen um die Häuser. Solche Tritthorizonte sind für die allermeisten steinzeitli-chen Dörfer nicht erhalten.

Bereits im Frühjahr 2014 ist in Kooperation mit Prof. Dr. Heinrich Thiemeyer von der Goethe-Universität in Frankfurt das Plateau des Kapellenberges und die seitlichen Hänge abgebohrt worden, so dass nun die Erosions- und Umgestaltungsgeschichte der Oberfläche besser ver-standen ist. Demnach dürfte bereits vor 6000 Jahren der natürliche Boden weitgehend durch die Siedlungsaktivität verändert worden sein. Im kommenden Herbst und Winter werden geo-physikalischen Prospektionen an geeigneten Flächen weitere Informationen zur Besiedlungs-dichte geben, ein erster Versuch im August erbrachte vielversprechende Ergebnisse.
Letztendlich zielen alle diese Forschungen auf die Frage nach der ehemaligen Besiedlungsdich-te und Größe der Höhensiedlung – es geht es um den Beginn städtischer Siedlungen in Mittel-europa. Während man früher städtische Strukturen erst zu Beginn der Eisenzeit sehen wollte, zeigen neue Forschungen, dass Siedlungen mit vielen Tausend Einwohnern als Zentrum eines Umlandes bereits um 4000 v. Chr. in mehreren Regionen Europas existierten. Anhand des Ka-pellenberges und seines Umlandes lassen sich diese Fragen ausgezeichnet untersuchen.
Die Grabung und die Prospektionen werden ausgerichtet vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Kooperation mit der hessenARCHÄOLOGIE und unterstützt von der Stadt Hofheim.
Das Grabungsteam besteht aus Studierenden der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und wird geleitet von Timo Lang M. A.

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