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marxheimzwei – ein Rahmenplan für ein neues Wohnquartier

Für die Entwicklung einer rund 28 Hektar großen Fläche im Osten Marxheims wird bis Ende 2019 ein Rahmenplan erstellt. Neben Fachplanern, Politik und Verwaltung sind hierzu vor allem die Bürgerinnen und Bürger Hofheims gefragt. So startet parallel zur Planung ein Dialogprozess. Unter dem Titel „marxheimzwei“ werden im Projektverlauf alle Informationen, Ankündigungen und Dokumentationen hier zu finden sein.

Worum geht es?

Die Rhein-Main Region wächst und der Bedarf an Wohnraum ist in der gesamten Region hoch. Auch in der Kreisstadt Hofheim steigt die Nachfrage. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, plant die Stadt Hofheim am östlichen Rand des Stadtteils Marxheim die dortige Siedlungserweiterungsfläche „Marxheim II“ zu nutzen, die im Regionalen Flächennutzungsplan ausgewiesen ist. Hier soll auf rund 28 Hektar ein zeitgemäßes Wohnquartier mit passenden Angeboten an sozialer Infrastruktur und Freiflächen entstehen. So kann attraktiver Wohnraum den Menschen vor Ort und den Wohnungssuchenden in der Region angeboten werden. Es geht um die Qualitäten Hofheims, der Stadt am Taunushang, die inmitten des Rhein-Main-Gebietes mit hohen Freiraumqualitäten liegt. Und es geht um die Aufgabe, gutes Leben, Wohnen und Arbeiten in Einklang zu bringen.

Wie läuft die Beteiligung?

Damit das Projekt für Hofheim und die Menschen ein erfolgreiches Projekt wird, erfolgt die Planung des Quartiers im Dialog mit den Akteuren und den Bürgerinnen und Bürgern Hofheims. Beteiligt werden neben allen interessierten Hofheimerinnen und Hofheimern, die Eigentümerinnen und Eigentümer, fachliche Akteure sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung.

Die Stadt Hofheim lädt ein, bei diesem Dialogprozess mitzumachen und sich aktiv einzubringen. Planung und Dialog werden gestaltet und moderiert von der Arbeitsgemeinschaft „tobe.STADT“ http://tobestadt.de und „KOKONSULT“ www.kokonsult.de - beide aus Frankfurt am Main.

Wie das neue Quartier attraktiv wird, welche Anforderungen zu beachten und welche Angebote wichtig sind – das wird in einem ersten Schritt herausgearbeitet. Was erhoffen Sie sich von dem neuen Wohnquartier? Welche Einrichtungen und Angebote sollte es geben? Wie soll dort gewohnt und gelebt werden?

Mit diesen Leitfragen startete das Projekt mit dem öffentlichen „Markt der Ideen und Meinungen“ am 9. August 2018 in der Stadthalle Hofheim. 400 Interessierte waren der Einladung gefolgt. An diesem Abend sammelte das Planungs- und Beteiligungsteam Vorstellungen, Ideen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, um diese frühzeitig mit in die Analysephase zu nehmen. Zudem erläuterten Bürgermeisterin Gisela Stang und Erster Stadtrat Wolfgang Exner das Projekt und die Hintergründe. Für die Bürgerinnen und Bürger gab es die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen.

Die Präsentation des Abends sowie ein ausführlichen Bericht steht anbei zum Download bereit:

Ideen und Meinungen: Dialog brachte viele Ergebnisse

Wenn ich an marxheimzwei denke, dann... Hier zählt Ihre Sicht!  Bis zum 9. September 2018 hatten Sie die Möglichkeit, Ihre Ideen und Meinungen auch digital über das Online-Formular unter diesem Text, per Mail oder persönlich anhand des Flyers bei der Stadtverwaltung einzureichen. Derzeit läuft die Auswertung der eingegangenen Ideen und Hinweise. Die Ergebnisse sind in Kürze an dieser Stelle zu finden.

Die erste Phase der Bürgerbeteiligung für das Neubaugebiet Marxheim II hat zahlreiche Ergebnisse gebracht. Im Anschluss an den „Markt der Ideen und Meinungen“ mit rund 400 Interessierten am 9. August hatten Bürgerinnen und Bürger noch zwei Monate Zeit, via Internet oder E-Mail oder Faltblatt ihre Anregungen für das geplante Neubaugebiet einzubringen.

Damit die verschiedenen Blickwinkel, die Interessenslagen und fachlichen Aspekte den passenden Rahmen finden, lösungsorientiert diskutiert und in planerische Ansätze übersetzt werden, hat die Stadt Hofheim die Arbeitsgemeinschaft „tobe.STADT“ und „KOKONSULT“, beide aus Frankfurt am Main, mit der Erstellung eines Rahmenplans beauftragt.

„Wir haben uns bewusst für diese unabhängigen Büros entschieden, da sie – im Gegensatz zu einem Projektentwickler – keine eigenen Interessen mit Marxheim II verfolgen“, so Bürgermeisterin Gisela Stang. Der Stadt geht es in erster Linie darum, neuen Wohnraum zu schaffen. Doch die Herausforderung liegt darin, diesen für alle Beteiligten bedarfsgerecht zu strukturieren und zu planen.

„tobe.STADT“ und „KOKONSULT“ haben die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger zwischenzeitlich ausgewertet und als Ergebnis formuliert. Die gesammelten, teilweise auch kontroversen Perspektiven reichen von den Eigentümerinnen und Eigentümern über die Nachbarn bis hin zu Interessenten und auch kritischen Stimmen gegenüber dem Neubaugebiet.

„Am Römerkastell“, „An der Steinernen Straße“, „Kastellvici“, „Römerstadt“ oder „Elisenhöhe“ – auf der Suche für einen Namen des Neubaugebietes Marxheim II hatten die beteiligten Bürgerinnen und Bürger schon Ideen. Doch im Vordergrund der Bürgerbeteiligung standen in der ersten Phase nicht die Namensfindung des Neubaugebietes, sondern die Grundlagen für einen Rahmenplan des Baugebietes.

Die erste Informationsveranstaltung „Markt der Ideen und Meinungen“ am 9. August 2018, eine anschließende Online-Beteiligungsphase und die Möglichkeit, sich analog per Postkarte zu beteiligen, erbrachten bis Anfang September knapp 400 Beiträge.

Die eingegangenen Fragen, Ideen und Hinweise aus der Öffentlichkeit ergaben ein breites Themenspektrum und fließen in die weitere Gestaltung des politischen und fachlichen Prozesses ein.

Von Eigentum, Landwirtschaft über Freizeitangebote bis hin zu Mobilität – die diskutierten Themen zeigen, dass die Planung eines Neubaugebietes allumfassend durchdacht werden muss. Dabei spielt die Art und Weise, wie das Neubaugebiet realisiert werden soll eine entscheidende Rolle. Wer baut? Wie wird gebaut? Wann wird gebaut? Die fast 400 gesammelten Beiträge formen dann einen strategischen Prozess- und Rahmenplan für die zukünftigen Flächennutzungen.

Freiräume spielen eine wesentliche Rolle 

Das ländliche Gefüge ist das Charakteristikum des Dorfbildes eingebettet im Rhein-Main- Gebiet, weshalb sich auch viele Beiträge mit den Themen Freiflächen und Landwirtschaft beschäftigen.

In einem attraktiven und lebenswerten Neubaugebiet spielen Freiräume eine wesentliche Rolle. So fällt der Wunsch nach einem „grünen Quartier“, welches existierende Freiraumqualitäten (unter anderem Kleingartenanlagen, Streuobstwiesen mit Baumbestand, Zugang zu Wiesen und Feldern) berücksichtigt und neue lebenswerte Freiräume schafft. Die Versiegelung hochwertiger landwirtschaftlicher Flächen wird kritisch diskutiert und dem Schutz von Streuobstwiesen beziehungsweise Flächen mit Baumbestand ein hoher Stellenwert verliehen.

Damit einher geht die Frage nach Ersatzflächen mit vergleichbarer Bodenqualität oder nach Ausgleichsmodellen. Die Beiträge umfassen zudem grundlegende Fragen, Ideen und Meinungen zum Thema Eigentum der Grundstücke. Hierzu wurden Ideen angeregt, Tauschmöglichkeiten für Grundstücke anzubieten oder ein Flächenankauf durch die Stadt diskutiert.

Die Verknüpfung des neuen Stadtteils mit Alt-Marxheim und der Landschaft stellt einen weiteren wichtigen Punkt dar. Das neue Gebiet solle sich „einfügen“, vor allem mit Blick auf eine aufgelockerte Baustruktur mit vielseitiger, ansprechender Architektur (kein monotones Neubauquartier aus einer Hand) und reduzierte Gebäudehöhen. „Hochhäuser“ (ab sechs Geschosse) gelte es zu vermeiden und Blickbeziehungen in die landschaftlich geprägte Umgebung zu ermöglichen.

Weitere wichtige Punkte für das neue Plangebiet sind auch die Bauweise und Wohnform. Eine klimaneutrale Bauweise könnte dem Quartier einen eigenen Charakter geben und es in Bezug zur Landschaft setzen. Einige sehen Vorteile, das geplante Baugebiet als gemischtes Quartier zu entwickeln. Ein breites (Wohn-)Angebot für alle Generationen und Einkommen sorgt für Diversität und eine durchmischte, auflockernde Struktur im Gegensatz zu einer Monostruktur als simple Erweiterung des bestehenden Einfamilienhausgebiets.

Wunsch nach vorbildlichem Quartier

Klassische Einfamilienhäuser für Familien über Mehrfamilienhäuser mit großen und kleineren Wohnungen, vor allem auch für Einpersonenhaushalte bis hin zu neuen Wohnformen, die ein Miteinander der Generationen fördern (z.B. Mehrgenerationenwohnen, Wohnprojekte, Senioren WGs, Seniorenwohnheime).

Ein zeitgemäßes Quartier mit Vorbildcharakter soll entstehen, das eine Bandbreite an verschiedenen Wohnkonzepten bereithält. Unterschiedliche Wohnkonzepte sprechen diverse Menschen an – so muss auch an ausreichend Schul- und Kindergartenkapazitäten gedacht werden, um die Attraktivität für Familien zu steigern.

Das Freizeitangebot sollte Jung und Alt adressieren – Spielplätze und ein zentraler, lebendiger Platz mit ausreichend Sitzmöglichkeiten. Auch Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren benötigen ein attraktives Angebot, um sich treffen, bewegen oder Sport treiben zu können.

Weitere Stichworte sind hier „behindertengerecht“ und „barrierearm“ sowohl beim Wohnraum selbst als auch im öffentlichen Raum (abgesenkte Bordsteine etc.).

Neben Bauweise und Wohnform spielen auch die finanziellen Begebenheiten des Wohnens eine Rolle – Stichwort „bezahlbares“ Wohnen. Sowohl geförderter Wohnungsbau als auch freifinanzierte Lösungen sollen zusätzlich jungen und mittelständischen Familien den Erwerb von Wohneigentum möglich machen.

Das Thema Verkehr und Mobilität ist nicht außer Acht geblieben. Die Sorge vor stark wachsendem Verkehr, unter anderem auf der Rheingaustraße, dominiert. Die Verkehrs-, Lärm- und Feinstaubbelastung wird bereits heute als sehr störend empfunden. Gefragt wird nach intelligenten und attraktiven Mobilitätslösungen im Sinne eines ganzheitlich durchdachten Verkehrskonzeptes, das nicht nur auf das private Auto setzt. Alternative Mobilitätskonzepte wie E-Mobilität, Car-Sharing oder auch Fahrradkonzepte werden als Hinweise eingebracht. Eine „Koexistenz" von Fußgängern, Fahrrädern und Autos im Sinne eines Quartiers der kurzen Wege sei maßgeblich für das Wohlbefinden (Vorbild Freiburg - Vauban).

Kosten für Infrastruktur im Blick behalten

Im Zuge des öffentlichen Verkehrs sollte der direkte Anschluss an die Innenstadt verbessert werden, beispielsweise durch eine zweite Bahnüberquerung bzw. -unterführung, vor allem für Fußgänger und Fahrradfahrer. Auch für den ruhenden Verkehr werden Lösungen gefordert, beispielsweise durch Tiefgaragen oder dezentrale Parkhäuser als Quartiersgaragen.

Mit Blick auf die existierende technische Infrastruktur (Kanalisation, Wasser, Abwasser) werden Nachteile durch Überlastung (vor allem bei Starkregen) und zusätzliche Kosten für die Anrainer befürchtet. Ein intelligentes Regenwassermanagement mit ausreichend Versickerungsflächen und möglichst geringer Bodenversiegelung im neuen Quartier müsse mitgedacht werden.

Der zu erwartende Bevölkerungszuwachs wird in vielerlei Hinsicht als Chance begriffen. Die jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner könnten durch neue Angebote profitieren, die im Zuge des Baugebiets entstehen und fußläufig gut aus Alt-Marxheim erreichbar sein sollen.

Hier werden vor allem Orte des täglichen Bedarfs wie Einkaufsmöglichkeiten, Supermarkt, Friseur, Postfiliale und Ärztehäuser sowie Orte, die zum Verweilen einladen und den Stadtteil attraktiver machen genannt. Restaurants, Cafés, Biergärten, Eisdiele, Treffpunkte und Begegnungsstätten die das soziale Miteinander aller Generationen im Quartier fördern wie z.B. eine Bücherei oder Räume für Vereine.

Idee: Vorkaufsreche für Hofheimerinnen und Hofheimer

Den positiven Aspekten und Ideenvorschlägen, die die Möglichkeiten des Bauvorhabens in den Vordergrund stellen, stehen auch kritische Anregungen gegenüber. Kritiker verweisen auf Leerstände und Möglichkeiten im Bestand, die zuerst bebaut werden sollten. Zudem seien die zu erwartenden Verkehrsprobleme und die vorhandenen Natur- und Bodenqualitäten Argumente gegen eine weitere bauliche Entwicklung der Siedlungsfläche.

Es wurde hierfür diskutiert, ob Vorkaufsrechte für Hofheimerinnen und Hofheimer die Akzeptanz des neuen Quartiers bei der hiesigen Bevölkerung steigern können.

Die Bebauungsstruktur steht keineswegs fest. Der „Markt der Ideen und Meinungen“ bildete lediglich den Einstieg in die Erarbeitung der ersten Entwürfe, auch wenn die Sorge geäußert wurde, dass relevante Entscheidungen dazu hinter geschlossener Türe getroffen werden.

Neben dem Quartier betreffende Themen äußerten sich auch einige zur Beteiligung selbst – wichtig sei die Stellungnahme und Einbeziehung der Perspektiven der jüngeren Generation, der Eigentümer und Landwirte. Ein Ideenworkshop - „Wie stellt ihr euch ein attraktives Quartier vor?“ soll explizit Schülerinnen und Schüler ansprechen. Auch sei der Blick von Interessenten nicht weniger wichtig.

Es wurde der Vorschlag eingebracht, gelungene Neubauplanungen in der Umgebung zu erleben, bspw. durch eine Busfahrt (Best-Practice-Tour / auch zu negativen Beispielen).

Fachdialoge: Ideenbörse für Mandatsträger

Nachdem die Stadtverwaltung im Beteiligungsprozess zum neuen Wohngebiet Marxheimzwei mit den Bürgerinnen und Bürgern den Dialog gestartet und ein öffentliches Meinungsbild eingeholt hatte und sie mit den Eigentümerinnen und Eigentümern in einem intensiven Gespräch war, standen nun die Fachdialoge an. Diese Dialoge beleuchteten, wie eine zukunftsfähige und exzellente Quartiersentwicklung umgesetzt werden kann. Um hier ein möglichst breites Spektrum an Wissen und Meinungen zusammenzuführen, waren versierte und ausgewiesene Expertinnen und Experten zu den Themenschwerpunkten „Mobilität und Verkehr“, „Klimaentlastung und Freiräume“ sowie „Wohnen und Urbanität“ eingeladen.

Die Veranstaltungen dienten dazu, den Mandatsträgern inhaltlichen Input zu geben und die unterschiedlichen Wissensstände anzugleichen. Dabei orientierten sich alle Fachdialoge an einem gemeinsamen Ablauf: Nach der Begrüßung umrissen Kristina Oldenburg, die für Konzeption und Begleitung des Dialogs verantwortlich ist, und Torsten Becker,

dem Zuständigen für die fachplanerische Bearbeitung des Projekts, den aktuellen Projektstand. Anschließend gaben die Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Arbeits- und Forschungsbereichen in Vorträgen ihre fachkundige Meinung zu den jeweiligen Themen ab. Sie stellten Thesen auf, die den jeweiligen Vortrag leiteten. In der anschließenden Diskussionsrunde hatten die eingeladenen Zuhörerinnen und Zuhörer die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an die Expertinnen und Experten zu stellen.

Zielsetzung war die Formulierung von Eckpunkten für die Rahmenplanung zur Quartiersentwicklung Marxheimzwei. Das Veranstaltungsformat der Fachdialoge ist Teil des Konzepts für das Beteiligungsverfahren, das durch die städtischen Gremien beschlossen und beim ersten öffentlichen Dialogforum unter der Bezeichnung „Expertenrat“ den Bürgerinnen und Bürgern angekündigt wurde. Die Ergebnisse der Fachdialoge stehen anbei zum Download bereit:

Basiswissen kompakt zum Projekt marxheimzwei

Auf einer Eigentümerveranstaltung im Oktober 2018 stellte die Stadt Hofheim ein gesammeltes Basiswissen zum Projekt marxheimzwei zur Verfügung. Dieses steht unter diesem Text zum Download bereit.

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