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Natur und Ökologie

Natur und Ökologie

Der Hofheimer Stadtwald erfüllt eine Vielzahl von naturschutzrechtlichen Funktionen, die eine gewisse Erhaltung voraussetzen, aber auch Funktionen, die rein die Naherholung zum Ziel haben.

Der Wald ist „grüne Lunge“ und Erholungswald.
Und er erfüllt die Funktionen des Bodenschutzes, des Wasserschutzes und des Immissionsschutzes.

Im Hofheimer Stadtwald oder entlang des Stadtwaldes gibt es eine Reihe von Naturschutzgebieten (NSG) die besondere Lebensräume und Lebensgemeinschaften von seltenen Tieren und Pflanzen schützen.

Das NSG Krebsmühlwiesen in Lorsbach schützt den bachbegleitenden Hang- und Schluchtwald mit seltenen, nur hier vorkommenden Arten.

Seltene Tiere und Pflanzen sind zum Beispiel das Violette Waldvögelein, Seidelbast, Kolkrabe.

FFH-Gebiete

Im Hofheimer Stadtwald sind drei Bereiche als FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Gebiete ausgewiesen: „Galgenberg bei Diedenbergen“, „Wald östlich Wildsachsen“ sowie die „Hangwälder und Felsfluren am Kaisertempel/Martinswand bei Eppstein“.
Hier wird unter eingeschränkten Maßnahmen gewirtschaftet, um einen bestimmten Waldzustand zu erhalten oder zu erreichen. 

Das Gebiet „Galgenberg bei Diedenbergen“ mit 295 Hektar wurde im Jahr 2001 maßgeblich wegen des Vorkommens der Bechsteinfledermaus und des Lebensraumtyps Waldmeister-Buchenwald an die Europäische Kommission gemeldet und mit Verordnung vom 16. Januar 2008 über die Natura 2000-Gebiete in Hessen unter Schutz gestellt. Die Erhaltungsziele der Natura 2000-Verordnung umfassen auch weitere im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen wie Hainsimsen-Buchenwald, Bachauenwälder und magere Flachlandmähwiesen.

Die Gebiete „Wald östlich Wildsachsen“ und „Hangwälder und Felsfluren am Kaisertempel / Martinswand bei Eppstein“ wurden als Schutzgebiete an die Europäische Kommission gemeldet und mit Verordnung vom 16. Januar 2008 über die Natura 2000-Gebiete in Hessen unter Schutz gestellt.

Das FFH-Gebiet „Hangwälder und Felsfluren am Kaisertempel“ ist insgesamt 229 ha groß.
Innerhalb des Gebietes ist der Stadtwald Hofheim-Lorsbach mit den Waldabteilungen 116 bis 120 und einer Fläche von 37,54 Hektar betroffen. Die weiteren Waldeigentümer sind die Städte Frankfurt, Eppstein und Kelkheim.

Für das FFH-Gebiet sind verschiedene Lebensraumtypen beschrieben. Eine besondere Bedeutung erhält es durch die Fels-Lebensräume mit den dort vorkommenden Pflanzengesellschaften silikatischer Standorte in guter bis hervorragender Ausprägung. Neben den Lebensraumtypen ist als besondere Art der „Prächtige Dünnfarn“ genannt. Sämtliche in diesem FFH-Gebiet städtischen Waldabteilungen sind aus der Bewirtschaftung genommen und sind „Wald außer regelmäßigem Betrieb“.

Das FFH-Gebiet „Wald östlich Wildsachsen“ erstreckt sich auf dem Taunushöhenzug, ist insgesamt 272,23 Hektar groß und schließt Bereiche der Gemarkungen Hofheim-Langenhain, Hofheim-Wildsachsen, Hofheim-Lorsbach und Eppstein mit ein. Städtische Flächen sind in den Gemarkungen Langenhain und Wildsachsen betroffen mit insgesamt 44,7 Hektar, davon 34,1 Hektar in den Waldabteilungen 501-504 in der Gemarkung Wildsachsen und 10,6 Hektar auf Teilflächen der Waldabteilung 207 in der Gemarkung Langenhain.

Kennzeichnend für dieses Flora-Fauna-Habitat-Gebiet sind die Lebensräume „Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum)“ und die „Auenwälder (Alno-Padion, Alnionincanae, Salicion albae)“ sowie als Art nach Anhang II der FFH-Richtlinie das „Grüne Besenmoos“ (Dicranum viride).

Tiere und Pflanzen

Neben den genannten Baumarten kommen die klassischen Begleitarten des prägenden Waldmeister-Buchenwald, Hainsimsen-Buchenwald und selteneren Standorten wie den Hangwäldern und bachbegleitenden Galeriewäldern vor.

Prägende Arten des Hofheimer Waldes sind zum Beispiel Waldziest, Bingelkraut, Simse, Hundsrose und Geissblatt, die sich an den besonderen Lebensraum Buchenwald angepasst haben.

Mehr zum Thema in der Broschüre von Hessen Forst:
Hessische Naturwaldreservate im Portrait 

Im Stadtwald leben die bekannten heimischen Wildtierarten Hirsch, Reh, Wildschwein, Wildkatze, Fuchs, Dachs, Waschbär, Marder sowie zahlreiche Vogel- und Insektenarten, unter anderem auch eine Reihe von seltenen und geschützten Arten wie die  Bechsteinfledermaus. Eine Besonderheit stellt eine kleine Herde von Mufflons dar, die ihr Revier am Staufen und am Walterstein hat. Durchziehendes Rotwild wird regelmäßig beobachtet.

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