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Jugend entscheidet

Jugend entscheidet

Hofheim hat sich erfolgreich für das Programm „Jugend entscheidet“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung beworben. Von bundesweit 151 Bewerbungen, wurden 15 Kommunen ausgewählt. Nun können die Jugendlichen erfahren, dass es sich lohnt, sich vor Ort für die Demokratie und die Mitgestaltung der eigenen Stadt einzusetzen. Sie sollen sich für ein ganz konkretes Projekt engagieren können. Die Anmeldung ist im Haus der Jugend, Burgstraße 30, sowie im Internet auf www.hofheim.de möglich.

Junge Ideen für Hofheim sind gefragt

„In Hofheim soll künftig jeder Jugendliche die Chance haben zu sehen, dass er ein Teil des großen Ganzen ist und mitentscheiden kann, wie sein Leben und sein Alltag geregelt sind“, erklärt Bürgermeister Christian Vogt den Hintergrund der Bewerbung für „Jugend entscheidet“. Dabei sollten die Jugendlichen den Prozess von der Information, über faire Diskussionen und Meinungsbildung bis hin zum Treffen einer Entscheidung, die dann auch in die Tat umgesetzt wird, erleben. „Wir wollen die Jugendlichen motivieren, ihre Meinung zu äußern und sie sollen erkennen, was ihre Stimme bewegen kann.“ Kern des Beteiligungsprozesses ist ein mehrteiliges Entscheidungsverfahren, in dem die Jugendlichen zunächst in vom Verein “Politik zum Anfassen e.V.” moderierten Thementagen ihre Ideen, Vorschläge und Projekte einbringen und diskutieren. Im Anschluss arbeiten Politik und Verwaltung konkrete Vorschläge aus, die wiederum von den Jugendlichen diskutiert und priorisiert werden. Am Ende stimmt schließlich der Stadt- oder Gemeinderat in einer öffentlichen Ratssitzung ab und der Vorschlag wird umgesetzt. In Hofheim stehen die Thementage am Donnerstag, 29. September, 16 bis 19 Uhr und Freitag, 30. September, 8 bis 14 Uhr, an. Im Anschluss an den ersten Thementag wird es einen „bunten Abend“ mit Essen und Trinken geben. Die Jugendarbeit der Stadt Hofheim wirbt ab sofort bei den Jugendlichen im Stadtgebiet, in Vereinen und Schulen zum Mitmachen. Jugendliche aus Hofheim oder solche, die in Hofheim ihre Freizeit verbringen können dabei sein. Teil des Kommunalen Projektteams sind Christian Vogt (Bürgermeister), Erkan Satir (Jugendarbeit der Stadt Hofheim / Kommunale Ansprechperson für das Projekt), Bastian Schade (Mobile Jugendarbeit JJ), Carmen Weber (Jugendarbeit der Stadt Hofheim), Susanne Schindler (Leitung Fachbereich Soziales), Jonathan Vorrath (Pressesprecher), Andreas Hegeler (Stadtverordnetenvorsteher), Haluk Kaya (Ausschussvorsitzender Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Integration), Niklas Schulze (Team Sport und Vereine). Jede Kommune erhält für das Projekt eine eigene, professionelle Prozessbegleitung. Um im Zuge von „Jugend entscheidet“ lokale Veranstaltungen vor Ort durchführen zu können, erhalten die teilnehmenden Kommunen zudem eine finanzielle Unterstützung von 5.000 Euro. Gefördert werden Städte und Gemeinden mit bis zu 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, in denen es noch kein etabliertes Format der Jugendbeteiligung gibt. Eine solche Beteiligung gibt es in Hofheim bislang nur für Kinder und Schüler in Form der Kinder- und Schülerparlamente.

Zur Hertie-Stiftung

Über die Gemeinnützige Hertie-Stiftung Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland. Der Name „Hertie“ geht zurück auf Hermann Tietz, Mitbegründer des gleichnamigen Warenhauskonzerns zum Ende des 19. Jahrhunderts.
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