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KUNST - Hanna Bekker vom Rath und der Künstlerkreis des Blauen Hauses

Die Hofheimer Kunstszene wurde von den Malerinnen Ottilie W. Roederstein und Hanna Bekker vom Rath begründet. 1920 erwarb Hanna Bekker vom Rath den Landsitz eines Frankfurters am Kapellenberg und verlieh dem Haus eine blau-gelbe Farbgebung. Das „Blaue Haus“, wie es später genannt wurde, entwickelte sich zum zeitweiligen Arbeitsdomizil vieler namhafter Künstler und zu einem Treffpunkt für u.a. Schriftsteller, Musiker, Schauspieler und Politiker.

Seit den zwanziger Jahren engagierte sich die Mäzenin, Sammlerin und spätere Kunsthändlerin für die Künstlerinnen und Künstler des deutschen Expressionismus – wie Alexej von Jawlensky, Ludwig Meidner, Karl Schmidt-Rottluff, Ida Kerkovius und Emy Roeder, um nur einige zu nennen. Während des Dritten Reiches unterstützte sie mutig und engagiert viele als „entartet“ verfolgte Künstler, indem sie beispielsweise geschützt im privaten Rahmen Ausstellungen organisierte.

Auch nach dem Krieg zog das „Blaue Haus“ Künstler nach Hofheim. So fand der aus dem Exil zurückgekehrte Ludwig Meidner dank Hanna Bekker vom Raths Hilfe ein Atelier in Hofheim-Marxheim, wo er von 1955 bis 1963 lebte. Ernst Wilhelm Nay schuf in seiner Hofheimer Zeit (1945 – 1952) jene Hekate-Bilder, die noch heute zu den bedeutendsten Kunstwerken der deutschen Nachkriegszeit zählen. Mit Karl Schmidt-Rottluff verband Hanna Bekker vom Rath eine lange Freundschaft. Er besuchte sie von 1933 bis 1943 und von 1947 bis 1972 jedes Frühjahr und hielt in zahlreichen Arbeiten Hofheimer Motive und die Landschaft im Taunus fest.

Die Künstlerfreunde hinterließen Spuren in Hofheim am Taunus; so auch die von 1944 bis 1971 in Hofheim ansässige Fotokünstlerin Marta Hoepffner, die Namenspatronin des seit 2002 verliehenen „Marta Hoepffner Preis für Fotografie“ ist. hier erfahren Sie mehr...


ARCHÄOLOGIE - Die Römer in Hofheim

Die Entwicklung Hofheims vom frühen Militärposten (Erdlager, Steinkastell) an der Grenze des Imperium Romanum zur zivilen Siedlung (vicus) wird durch eine Vielzahl an Objekten aus der mehr als 150-jährigen archäologischen Erforschung des bedeutenden Fundortes Hofheim vorgestellt.

Wie sich die römischen Soldaten selbst sahen und gerne abbilden ließen, zeigen die Grabsteine eines Lanzenreiters und eines berittenen Bogenschützens. Letzterer nimmt in thematischer und bildhauerischer Qualität in der Kunst der römischen Nord-Provinzen einen besonderen Rang ein. hier erfahren Sie mehr...


STADTGESCHICHTE - Vom Amtsort zur Kreisstadt

Exemplarisch werden entscheidende Stationen der Hofheimer Geschichte vorgestellt – vom regionalen Zentrum im Mittelalter bis hin zur bevorzugten Wohnstadt im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main.

Jahreszeiten und Wald bilden den gestalterischen Leitfaden. „Künstlerblicke", jeweils kombiniert mit einer Hörstation, leiten vier große Themenbereiche ein, die den eigentlichen „Stadtkern" umschließen: Frühling steht für „Moderne Zeiten um 1900", Sommer für „Hinaus auf's Land", Herbst für „Kultur und Natur" und Winter für „Hofheim in der Zeit des Nationalsozialismus". hier erfahren Sie mehr...

 


STADTGESCHICHTE - Mühlen und Lederindustrie im Lorsbachtal

Am Ufer des Schwarzbachs und seiner Zuläufe reihten sich um 1850 mehr als 50 Mühlen wie Perlen auf einer Schnur. Als Öl- und Getreidemühlen, Hammer-, Papier- und Walkmühlen boten sie über Generationen gute Möglichkeiten zum Broterwerb.

Parallel zur Portefeuille- und Schuhwarenindustrie im Rhein-Main-Gebiet entstanden ab Mitte des 19. Jahrhunderts im Taunus viele Gerbereien und Lederfabriken. Neue Besitzer wandelten zehn der 15 Mühlen in Lederfabriken und Gerbereien um, weitere Fabriken entstanden im Umfeld. hier erfahren Sie mehr...


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