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Beschilderung Ober- und Untertor

Neue Beschilderung am Ober- und am Untertor

Die Beschilderung der historischen Gebäude in der Hofheimer Altstadt ist jetzt um zwei weitere Schilder erweitert worden. Seit Anfang Juli verweisen Tafeln an der Kreuzung Hauptstraße/Am Untertor auf den ehemaligen Mühlgraben und das Untertor (Tafel Nr. 28) und an der Einmündung der Mauergasse in die Hauptstraße auf das Obertor (Tafel Nr. 20).

Allerdings beziehen sich die Beschreibungen für beide Stadttore, die nach der Stadtrechtserhebung 1352 errichtet worden waren, auf Gebäude, die es schon seit über 200 Jahren nicht mehr gibt. Die einzigen Abbildungen der Bauwerke befinden sich auf der sog. Dilich-Karte und dem Merian-Stich.

Auf dem Untertor, auch Fischertor genannt, befand sich - sozusagen im 1. Stock – das Gefängnis der Stadt. Nachdem Hofheim jedoch 1810 mit dem Amt Höchst zusammengelegt worden war, wurde es nicht mehr benötigt und war außerdem in einem erbärmlichen Zustand. Der Abriss erfolgte 1817. Der Mühlbach, der schon auf den historische Abbildungen zu sehen ist, lieferte noch bis 1960 die Energie und das Wasser für die in diesem Jahr geschlossene Lederfabrik Neumann. Auch ihn gibt es heute nicht mehr. Er wurde 1963 zugeschüttet und auf seinem früheren Verlauf die Straße am „Am Untertor“ gebaut.

Auch das Obertor, das von der Stadt bereits seit Jahrzehnten vermietet war, wurde 1817 zum Abriss verkauft. In direkter Nachbarschaft liegt heute noch das „Torwächterhaus“ (Hauptstraße Nr. 20), das 1584 erbaut wurde und zu den ältesten Häusern der Stadt gehört. Den Namen erhielt es wohl, weil in ihm zeitweise der Ortsdiener und Torwächter wohnte. Daneben liegt das sog. „Zollhaus“ mit Erker (Hauptstraße 20a). Allerding konnte bisher nicht belegt werden, dass dort auch tatsächlich Zölle auf Waren im Auftrag des Landesherrn kassiert wurden. Damit bleibt es eine lokale, unbewiesene Überlieferung.

Da es die heutige Straßensituation nicht erlaubt, die Tafeln an dem historischen Standort der Tore - nämlich in der Mitte der Straße - aufzustellen, entschied man sich für eine seitliche Unterbringung.

Mit den Tafeln Nr. 20 und Nr. 28 sind jetzt 17 der vorgesehenen 31 Beschilderungen - in Absprache mit dem Denkmalschutz – aufgestellt worden. Die Finanzierung der beiden neuen Tafeln übernahm der Geschichts- und Altertumsverein Hofheim am Taunus. Um das Projekt erfolgreich zu Ende zu führen, müssen noch einige Stifter gefunden werden, die sich finanziell an der Herstellung der Schilder beteiligen. Im Gegenzug sind diese namentlich oder mit Firmenlogo auf der Tafel zu lesen. Ansprechpartner sind das Stadtarchiv Hofheim am Taunus, Frau Schlecker bzw. Herr Bartsch (Tel. 06192/ 966 550, E-Mail: rschleckerhofheimde oder mbartschhofheimde) oder die Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt, Frau Hofmann (E-Mail: renate.hofmannbha-onlinede )

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