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10. Hofheimer Unternehmerabend

Flüchtlinge als Chance: Klare Botschaft bei Hofheimer Unternehmerabend

„Flüchtlinge sind eine Chance für die deutsche Wirtschaft.“ Mit dieser Feststellung beendete Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, seinen eindrucksvollen Vortrag als Gastredner beim 10. Hofheimer Unternehmerabend am Dienstagabend im Porsche Zentrum Hofheim.

In seiner Rede war es dem Hofheimer zuvor gelungen, die aktuellen Wirtschaftsthemen in der Region anschaulich darzustellen und mit den gegenwärtigen Problemstellungen über den gesamten Globus in Verbindung zu bringen.

Seine Botschaft an die Unternehmer und Wirtschaftsvertreter zur aktuellen Flüchtlingsdiskussion war klar und deutlich: „Bei den Flüchtlingen sind viele junge Leute dabei, die eine Ausbildung machen können – wir brauchen diese Leute, um den Fachkräftemangel von morgen vorzubeugen.“ Die Menschen, die sich für Deutschland als Zufluchtsort entscheiden, sollten die Chance bekommen, sich hier eine Existenz aufzubauen. Aber vor allem sei es ein Gebot der Menschlichkeit, diesen Menschen eine Chance zu geben. „Wir sollten uns daran erinnern, dass das deutsche Wirtschaftswunder auch nur mit Hilfe von Flüchtlingen aus den Ostgebieten möglich war, die hoch motiviert an die Arbeit gingen, obwohl sie alles verloren hatten.“ Langer Applaus zeigte im Anschluss, dass die Botschaft beim Publikum auf offene Ohren gestoßen war.

Vor den Worten des Gastredners hatte Bürgermeisterin Gisela Stang den Jubiläumsabend eröffnet. Sie freute sich, die Rekordbesucherzahl von 200 Gästen zum traditionellen Hofheimer Unternehmerabend begrüßen zu dürfen. „Ob es an der tollen Location im Porschezentrum Hofheim, dem prominenten Gastredner Prof. Mathias Müller oder einfach nur der Tatsache geschuldet war, dass der Hofheimer Unternehmerabend bereits sein zehnjähriges Jubiläum feiert, vermag ich nicht zu sagen“, leitete Stang ihre Begrüßungsansprache ein, „in jedem Fall aber freut sich der Magistrat, diesen Abend für die Hofheimer Unternehmerinnen und Unternehmer veranstalten zu dürfen, nicht zuletzt, weil das Interesse an dieser Veranstaltung anhaltend groß ist.“

Das Hofheim als Wirtschaftsstandort im Herzen des Rhein-Main-Gebietes bestens positioniert ist, konnte die Bürgermeisterin mit den jüngst im Gewerbemarktbericht der IHK veröffentlichen Strukturzahlen erneut belegen. So wuchs beispielsweise die Zahl der Beschäftigten in Hofheim im Zeitraum von 2005 bis 2014 um 7,5 Prozent auf heute 12.537 Beschäftigte. Auch Kaufkraftkennziffer und Einzelhandelszentralität liegen im Jahr 2015 mit 139,2 bzw. 129,6 Punkten wieder weit über dem Bundesdurchschnitt und sind Indiz für die stabile wirtschaftliche Situation der Kreisstadt. Dies unterstreichend konnte Geschäftsführerin des Porschezentrums Hofheim, Kathrin Booch-Arkossy, bei ihrer Begrüßung auf die ebenso bewegte wie überaus erfolgreiche Geschichte des Hofheimer Familienunternehmens verweisen und nicht ohne Stolz berichten, dass man zu den führenden Häusern der Region zähle und darüber hinaus 60 Menschen einen Arbeitsplatz bietet.

Wirtschaftsförderer Thorsten Kolar rief nach den Redebeiträgen dazu auf, sich aktiv zu beteiligen: Anhand fünft an Pinnwänden dargestellter Thesen zu den aktuellen sogenannten „Megathemen“ der Region, galt es mittels Klebepunkten zu dokumentieren, auf welchem Gebiet man in Hofheim den größten Handlungsbedarf sehe. Zur Auswahl standen Aussagen zu den Themen Infrastruktur/Verkehr, Bezahlbarer Wohnraum, Gesundheit / Demografischer Wandel, Fachkräftemangel / Nachwuchsförderung sowie Vereinbarkeit von Familie / Beruf. Soviel sei gesagt, eine klare Tendenz zu einem dieser Themen war nicht wirklich zu erkennen, stellte sich die Verteilung der Klebepunkte doch sehr ausgewogen dar.

Die Ergebnisse der Abfrage stehen unter nachstehendem Link zum Download zur Verfügung:

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