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Von der App bis zur Zahnbürste – ausgezeichnetes Design im Rathaus

Eine Wanderausstellung zeigt vom 12. bis 24. März im Foyer des Rathauses Hofheim die Preisträger-Arbeiten des Hessischen Staatspreises Universelles Design 2016. Bürgermeisterin Gisela Stang eröffnet die Ausstellung am Montag, 12. März, 11.30 Uhr gemeinsam mit Winfried Kron, Referatsleiter UN-Behindertenrechtskonvention im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Jury-Mitglied.

Mit dem Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hat die Landesregierung einen Prozess angestoßen, der nicht nur das Leben von Menschen mit Behinderung maßgeblich beeinflussen wird, sondern das Leben aller Menschen in der Gesellschaft.

Gemäß der UN-Konvention verpflichten sich die Vertragsstaaten, geeignete Maßnahmen mit dem Ziel zu treffen, Menschen mit Behinderung den gleichberechtigten Zugang zur physischen Umwelt, zu Transportmitteln, Information und Kommunikation einschließlich Informations- und Kommunikationstechnologie sowie zu anderen Einrichtungen zu gewährleisten.

Zur Förderung des Gesamtprozesses und Unterstützung der Bewusstseinsbildung hat die Hessische Landesregierung erstmalig im Jahr 2013 den Wettbewerb „Universelles Design“ durchgeführt.

Verliehen wird der Preis alle zwei Jahre vom Ministerium der Finanzen und vom Ministerium für Soziales und Integration.

Die Ausschreibung richtet sich an hessische Unternehmen, Agenturen, Architekten, Designer und Institutionen sowie Studierende und Absolventen hessischer Hochschulen aus gestalterischen Studiengängen, die universelles Design auf besondere Weise fördern.

Es werden Ideen gesucht, wie die alltägliche Umgebung und deren Produkte gestaltet sein sollten, damit jeder sie einfach versteht und altersunabhängig gerne nutzt. Gesucht wird gutes Design, das Gutes für alle bewirkt.

Das Motto des Preises 2016 war „Smart & Mobil“. Die Preisverleihung fand am 1. November 2016 in der International School of Management (ISM) in Frankfurt statt.

Mit Preisen ausgezeichnet wurde zum Beispiel die Tragetasche und Rucksack „Notabag Reflective“. Das Design ermöglicht mit einer einfachen Handbewegung eine Verwandlung von Tragetasche zum Rucksack.

Ausgezeichnet wurde auch die App „DB Barrierefrei“, die sich an den Bedürfnissen von Reisenden mit Behinderung orientiert, für diese das Reisen komfortabler macht und ihnen eine selbstbestimmte Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht.

Ein weiterer Preis ging an die Autobahnkirche Siegerland, Wilnsdorf. Das überkonfessionell ausgerichtete Gotteshaus auf einem Autohof an der A 45 möchte alle Menschen ansprechen, die auf geschwinden Straßen einen Ort der Stille und des Rückzugs suchen. Die Kirche ist barrierefrei über einen Steg, der zu einem überdachten Eingang führt, auch für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte uneingeschränkt zu erreichen.

Eine Anerkennung erhielten der Onlineshop „Kiezkaufhaus, lokal liefern lassen“ und die Zahnbürste Gripability t-brush.

Der erste Nachwuchs-Preis ging an die Produkte Saubere Sachen von Vasiliki Corakas. Für Oralite, die hand-freie, lichtaktivierte Zahnhygiene von Olga Schikurski vergab die Jury den zweiten Nachwuchs-Preis. Future Bath von Shana Puid erhielt den 3. Nachwuchs-Preis.

Im Bereich „Nachwuchs Anerkennung“ entschied sich die Jury für „BUDDY UP – ein multisensorisches Wegeleitsystem“ von Theresa Battran und „Hidden Values“ von Marlies Kolodziey.

Die Ausstellung kann montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und dienstags von 16 bis 18 Uhr besucht werden.

Nähere Informationen sind beim Magistrat der Stadt Hofheim – Team 1.6/Modellregion Inklusion, Asyl + Integration, Telefon 06192 / 202-297, erhältlich.

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