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Weinetiketten-Wettbewerb Jahrgang 2016

Manfred Walch gewinnt städtischen Weinetiketten-Wettbewerb –
Sein Motiv „Sonnenhang V“ wird den Jahrgang 2016 zieren

Die Jury des Weinetiketten-Wettbewerbs hatte diesmal in der Tat die „Qual der Wahl“: 19 Motive waren eingereicht worden, doch nur eines kann die Flaschen des städtischen Weins „Diedenbergener Sonnenhangs 2016“ zieren.

„Die Jury entschied sich für den Wettbewerbsbeitrag von Manfred Walch, der mit dem Werk ,Sonnenhang V‘ überzeugen konnte“, verkündete Stadtrat Wulf Baltruschat am Freitag bei der Eröffnung der Ausstellung, die im Rathaus-Foyer alle eingereichten Werke zeigt und mit der Preisverleihung verknüpft war.

„Mit dieser Veranstaltung schaffen wir einen schönen, öffentlichen Rahmen für den erfolgreichen Beitrag und würdigen die Werke aller Künstlerinnen und Künstler“, sagte Baltruschat. Er gratulierte dem Preisträger, der sich über 500 Euro, 24 Flaschen des Diedenbergener Weins und vor allem über die Ehre freuen kann, dass mit seinem Motiv ein ganzer Wein-Jahrgang bestückt wird.

Beim Rundgang durch die Ausstellung konnten sich Kunstschaffende, Besucherinnen und Besucher davon überzeugen, dass für diesen Wettbewerb absolut vielfältige Beiträge in den unterschiedlichsten Stilrichtungen gestaltet wurden.

Acryl-Malereien, Grafiken, Fotografien, Computer Art, Feder/Tusche, Aquarelle, Linolddruck und Scherenschnitt wurden ebenso eingereicht wie Öl-Bilder, Wachskreide, Gouache, Buntstift, Pastellkreide, Tempera und verschiedene Mischtechniken.

Der Weinetiketten-Wettbewerb fand zum elften Mal statt. Teilnehmen konnten Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind und in Hofheim wohnen und auch solche, die Mitglied in einem Hofheimer Verein sind, aber nicht in der Kreisstadt wohnen.

Die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen diesmal alle aus dem Stadtgebiet, nämlich aus Hofheim, Diedenbergen, Marxheim, Lorsbach und Wildsachsen. Sie konnten bis zu zwei Arbeiten einreichen, die im weiteren Sinn eine Beziehung zum Wein oder zur Geschichte des Stadtteils Diedenbergen aufweisen mussten.

Die Ausstellung im Foyer des Hofheimer Rathauses, Chinonplatz 2, ist bis einschließlich 13. September zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und Dienstag von 16 bis 18 Uhr.

Zum Künstler Manfred Walch und seinem Werk

Manfred Walch wurde im August 1952 in Lorsbach geboren und verbrachte hier Kindheit und Jugend. Seit 1993 wohnt er wieder in Lorsbach.

Sein Interesse an Form und Gestalt führten Ende der sechziger Jahre zur Schriftsetzerlehre bei einer Frankfurter Druckerei. Ebenfalls in Frankfurt begann er 1971 eine ergänzende Ausbildung in Buchgestaltung und -produktion bei einem Verlag. Dort setzte er diese Tätigkeit bis 1978 fort.

Im September 1978 wechselte Manfred Walch zu einem anderen Verlag in Frankfurt. Zunächst beschäftigt mit der Buchgestaltung und -produktion, übernahm er dann 1980 die Kreation und Produktion der Buchumschläge dieses Verlages. In dieser Zeit wurde er durch den regen Kontakt zu namhaften Autoren, Künstlern und Gestaltern nachhaltig beeinflusst und inspiriert. Malerei, Grafik und Design sind seitdem ein wichtiger Teil seines Lebensinhaltes geworden. 

Seit Januar 2014 ist Manfred Walch im Ruhestand. „Sheep Art“ gründete er ein Jahr später. Unter diesem Label fasst er seine künstlerischen und grafischen Arbeiten zusammen. Auf seiner Homepage www.sheep-art-collection.de hat er einen Teil seiner Arbeiten versammelt.

Er veröffentlichte seine „Untergrundarbeiten“ in einem Online-Magazin:

und in der Ausstellung „Skizzen kritzeln“ (Aarau, Schweiz):

Das Motiv „Sonnenhang V“ hat Manfred Walch speziell für den Weinetiketten-Wettbewerb 2017 gestaltet. Es stellt die bildliche Umsetzung der Lage „Diedenbergener Sonnenhang“ dar. Er sagt dazu: „Das Bild soll dem Betrachter von seiner Herkunft und von der Qualität des Weins erzählen. Beschwingt und leicht darf es sein und eine positive Stimmung vermitteln. Es soll Lust und Appetit auf die Verkostung des Weins anregen.“ Mit verschiedenen Techniken hat Manfred Walch sich, in mehreren Versuchen, diesen angedachten Vorstellungen genähert. Dem gestalterischen Grundsatz „weniger ist mehr“ folgend, wurde die Darstellung wiederholt reduziert und der Bildinhalt auf das Wesentliche gearbeitet. Auch die Farbwahl erfuhr eine Minimalisierung. Übrig blieben die Farben der Sonne, des Himmels und der Reben. Die schwarzen Linien sollen der Form eine markantere Wirkung geben. Die verwendete Technik ist Ölpastell auf Büttenpapier. Die schwarzen Linien wurden mit einer Tuschefeder eingezeichnet.

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