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Hofheimer Wald: Hier werden Bäume gefällt, dort für die Zukunft gesetzt

HOFHEIM Die Dürre in den vergangenen zwei Jahren hat zu großen Schäden am Baumbestand, besonders an Fichten, aber auch an Laubbäumen geführt. Daher müssen im gesamten Hofheimer Stadtwald bis in den Januar 2020 hinein Bäume gefällt werden. Revierförster Karlheinz Kollmannsberger hat aber auch gute Nachrichten: 6250 neue Bäume wurden kürzlich gesetzt.
Die Folgen der Dürre sind überall im Hofheimer Wald zu sehen. Besonders dort, wo zahlreiche Fichten vom Borkenkäfer befallen waren und gefällt werden mussten, sind Kahlflächen entstanden. Vereinzelt hat sich die Trockenheit auch auf Laubbäume wie die Buche ausgewirkt oder auf den Bergahorn, der geschwächt und damit anfällig für die Rußrindenkrankheit wurde. Dieser Pilz lässt den Stamm schwarz werden.

Die betroffenen Bäume sind nach Auskunft von Revierförster Kollmannsberger sehr rasch abgestorben und instabil geworden. Die Fällarbeiten sind im Gange und werden bis zum Januar dauern. „Das betrifft viele Bereiche im Wald, sei es an den Grillplätzen, am Wildgehege, an den Parkplätzen wie an allen Waldwegen oder an Waldrändern zur Bebauung hin“, so der Förster.

Wo Bäume gefällt und dann gerückt werden, sind die Waldwege vorübergehend gesperrt. Wer im Wald unterwegs ist, sollte zur eigenen Sicherheit diese Absperrungen beachten. Wer sie missachtet, bringt sich in Lebensgefahr. Vorübergehend werden die Wege verunreinigt sein. Sie werden natürlich nach Abschluss der Arbeiten wieder in Ordnung gebracht.

„Natürlich sind Waldbesucher nicht begeistert, wenn zum Beispiel ihr Lieblings-Jogging-Weg gerade gesperrt oder verschmutzt ist“, weiß Kollmannsberger. Doch die Arbeiten mit ihren Begleiterscheinungen sind notwendig, damit sich alle Besucher sicher und ungefährdet im Wald aufhalten können.

Aktuell gibt es aber auch erfreuliche Aktivitäten im Stadtwald: 6250 neue Bäume werden gesetzt. „Wir begründen den Wald der Zukunft und setzen Baumarten, die mit den Klimaveränderungen besser zurecht kommen“, so Kollmannsberger.

Besonders auf den Kahlflächen, die durch das Fällen der Fichten entstanden sind, wachsen neue Pflanzen heran. Das betrifft zum Beispiel die Bereiche hinter dem Wildgehege oder dem Sportpark Heide.

Gepflanzt werden Laub- und Nadelbäume, wobei das Hauptaugenmerk in diesem Herbst auf der Pflanzung von Nadelbäumen liegt, um den drastischen Verlust des Nadelbaumes Fichte etwas aufzufangen. Natürlich sind keine Fichten mehr dabei, sondern in geringerem Umfang Douglasien sowie vor allem die einheimische Weißtanne. Beide kommen mit Trockenheit und Wärme gut zurecht. Daneben werden auch europäische Lärchen gepflanzt, die – eine Ausnahme unter den Nadelbäumen – ihre Nadeln im Winter abwerfen.
Neu gesetzt werden, allerdings wenige, Laubbäume wie zum Beispiel die Schwarz-Erle. Sie ist ein Auenbaum, der in Bachnähe gepflanzt wird.

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