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Wolfgang Winckler ist seit 20 Jahren hauptamtlicher Stadtrat

Wolfgang Winckler ist seit 20 Jahren hauptamtlicher Stadtrat

HOFHEIM Wolfgang Winckler arbeitet seit 20 Jahren als hauptamtlicher Stadtrat für die Kreisstadt. Dieses runde Jubiläum war Anlass für Bürgermeisterin Gisela Stang, zu einem kleinen Empfang im Kreise der Dezernenten, Leitung der Fachbereiche und des Personalrates einzuladen.

Die Eltern Winckler zogen mit Sohn Wolfgang 1958 in das damals noch selbständige Langenhain. Nach dem Abitur 1971 studierte Winckler Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Nach dem Referendariat war er seit 1979 bis zu seinem Wechsel ins Hofheimer Rathaus als Richter tätig.
1979 wurde Winckler Stadtverordneter für die SPD, 1991 zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Dass aus diesem ehrenamtlichen kommunalpolitischen Engagement einmal runde 20 Jahre als hauptamtlicher Stadtrat im Hofheimer Rathaus würden – „das kann man nicht planen“, meint Winckler, dessen Amtszeit 2017 endet.

So war seine Entscheidung denn auch für andere Stadtverordnete unerwartet: „Nie vergessen werde ich, was Reinhold Wendl von der GOHL zu mir sagte, nämlich dass ich aus dem Tempel der Justiz in die Manege der Politik wechsle“.

Bereut hat Winckler den Wechsel auch nach drei Wiederwahlen in den Jahren 1999, 2005 und 2011, nicht – im Gegenteil sagt er, es war ein Schritt, „der sich gelohnt hat“.

Als Stadtrat war er bis zur Verwaltungsreform 1998 für das Bau-, Rechts-, Sozial- und das Umweltamt zuständig. Seit der Auflösung der Ämter und der Neubildung der Fachbereiche mit neuer Zuordnung der Produkte und abgeflachter Hierarchie ist er Dezernent für den Fachbereich Bauen und Umwelt sowie den Zentralen Dienst.
Zum „FB3“ gehören die Teams Verkehrsanlagen, Gebäudemanagement, Städtebauliche Planung, Umwelt und Natur, Liegenschaften. Zum Zentralen Dienst das Büro städtische Gremien, die Teams Steuern und Abgaben, Stadtkasse, der Personalservice, die hausinterne IT und der Zentrale Service mit Hausdruckerei, Materialbeschaffung und Postdienst.

Als „spannend von Anfang an“ bezeichnet er seine inhaltliche Arbeit und nennt als ein Beispiel die großen Veränderungen in der Innenstadt.
Gleich als Winckler ins Rathaus kam, mussten Lösungen gefunden werden für das marode Hallenbad, das viel zu kleine, alte Feuerwehrhaus am Chinonplatz und für eine Neugestaltung
dieses Platzes und seine Anbindung an die Altstadt. Die Diskussionen zogen sich über Jahre hin, Entscheidungen ebenso – galt es doch, einen Großteil der Innenstadt einmal komplett umzugestalten.

Schließlich wurden in der neuen, 2003 eröffneten Feuerwache die Freiwillige Feuerwehr und Einrichtungen des Main-Taunus-Kreises wie die Leitstelle untergebracht.
Für die Lösung „neues Hallenbad“ fanden sich die Städte Kelkheim und Hofheim zusammen. Die Entscheidung für eine Kooperation der beiden Städte mit dem privaten Bauherrn Heribert Stork fiel bei einer Besichtigung der Sachsen-Therme in Leipzig. „Wir saßen mit den Kelkheimern zum Abschlussgespräch in Auerbachs Keller, waren von Herrn Stork und seinem Konzept überzeugt und haben gesagt: Das machen wir jetzt!“ Und so wurde die Rhein-Main-Therme im Dezember 2001 eröffnet.

Parallel zu Feuerwache und Therme wurden Pläne für eine Neubebauung des Chinonplatzes entworfen und verworfen. Rückblickend sagt Winckler: „Das war ein zeitweise sehr mühsamer Prozess mit manchen Rückschlägen und Verzögerungen. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen und hat auch viele frühere Gegner überzeugt.“

Zeitgleich zum Neubau wurde an der Verbindung zwischen Altstadt und Center gearbeitet. Mit der Sanierung des Kellereigebäudes und des Wasserschlosses, der Neugestaltung des Kellereiplatzes und des Chinonplatzes wurde eine Wegeverbindung zwischen Alt und Neu geschaffen, die die Menschen annehmen. „Wer hätte sich früher vorstellen können, den Parkplatz Kellereiplatz über mehrere Wochen zu sperren – so wie jetzt für die Eisbahn? Es hätte Protest gegeben, heute wird im Chinon Center geparkt.“

Die städtebauliche Lücke klafft noch an der Ecke Elisabethenstraße / Pfarrgasse: Die Frage sei, so Winckler, bekommen wir den Neubau Stadtbücherei gestemmt? Und wenn nicht, was passiert dann?
Bekanntlich soll die Bücherei mit Stadtarchiv an dieser südlichen Platzkante neu entstehen und das bestehende Bücherei-Grundstück mit Nutzungsvorgaben veräußert werden.

Neben neuen Arbeitsinhalten lernte der ehemalige Richter im Rathaus erstmals echte Zusammenarbeit im Berufsalltag kennen.
„Gemeinsam an der Lösung für ein Problem zu arbeiten, gemeinsam Ideen entwickeln und gestalten, das kannte ich nicht. Im Verwaltungsvorstand stimmt die Chemie. Und es ist toll, mit welcher Motivation hier im Rathaus gearbeitet wird“, freut sich der Jubilar.

Den Blick über den lokalen Tellerrand hat Winckler durch seine Mitgliedschaft in der Regionalversammlung Südhessen. Natürlich gibt es auch den Konflikt zwischen regionalen Strukturen und lokalen Interessen und die Frage „Welchen Hut muss ich bei dieser Abstimmung aufsetzen?“ Aber das sind Konflikte, sagt Winckler, die es in einem Ballungsraum wie Rhein-Main eben gibt.

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