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Praktikanten aus Chinon zu Besuch im Hofheimer Rathaus

Praktikanten aus Chinon zu Besuch im Hofheimer Rathaus

HOFHEIM Bürgermeisterin Gisela Stang empfing am Donnerstag, 28. März, vier französische Schüler vom Lycée Professionnel Joseph Cugnot aus Chinon, der neuen französischen Partnerschule der Brühlwiesenschule Hofheim, zu einem kleinen Mittagsimbiss und Erfahrungsaustausch.

„Es ist das erste Mal, dass die neue Partnerschule Schüler für ein Praktikum zu uns nach Deutschland geschickt hat“, berichtete Studienrätin Elisabeth Artner-Peil, Betreuerin der Schüler und Französischlehrerin an der Brühlwiesenschule.

Die vier französischen Schüler absolvierten vom 04. bis zum 28. März Praktika im Rahmen des Leonardo-Programmes.

Leonardo Da Vinci ist das Programm der Europäischen Union für die Zusammenarbeit in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Es ist benannt nach dem italienischen Universalgenie der Renaissance.

Das Programm unterstützt und ergänzt die Berufsbildungspolitik der teilnehmenden Staaten. Dazu wird die Europäische Union bis 2013 ein Gesamtbudget von 1.725 Mio. Euro zur Verfügung stellen.

Das Leonardo-Programm fördert zum einen europäische Bürgerinnen und Bürger beim Erwerb internationaler Kompetenzen. So soll die Anzahl an Praxisaufenthalten in Betrieben und Berufsbildungseinrichtungen in einem anderen europäischen Land bis 2013 auf mindestens 80.000 pro Jahr erhöht werden.

Zum anderen trägt es durch europäische Modellversuche sowie durch den Transfer bereits entwickelter Produkte und Verfahren zu Innovation und Verbesserung der Berufsbildungssysteme und -praxis bei.

Es richtet sich an alle Akteure der beruflichen Bildung.

So ist das Lycée Professionnel Joseph Cugnot eine mit Schwerpunkten wie Elektrotechnik, Automobil und Industrie ausgerichtete berufliche Schule, dessen Einzugsbereich rund 60 Kilometer um Chinon umfasst und somit nicht nur Schüler aus Chinon hat, sondern auch Internatsschüler beherbergt.

Zwei der Schüler, Jordan Barbotteau und Pierre-Christian Blanchot, gewannen im Autohaus Kaufmann in Hofheim neue Einblicke als Automechaniker.


Quentin Jordain absolvierte sein Praktikum bei der Firma Elektro Müller in Hofheim, während Aurélien Duperray während dieser Zeit in Frankfurt bei den HIFI-Profis sein Wissen erweiterte.

Die vier Schüler besuchen die Abschlussklasse des Lycées und absolvieren demnächst das Baccalauréat.

Verantwortlich für das Projekt in Chinon zeichnete ein abteilungsübergreifendes Team aus Lehrern, dem Nicolas Pasquet (Lehrer für Elektrotechnik), Bernard Jamain (Fachlehrer für Automechanik), Pascale Liabaud, (Lehrerin für Englisch) und Jacques Pailliasse, (Pädagogische Fachkraft der Schule) angehören.

Nicolas Pasquet überbrachte auch die Grüße der Stadtverwaltung in Chinon und überreichte ebenso wie Pascale Liabaud ein Gastgeschenk an Bürgermeisterin Stang.

Aus Chinon begleitet wurde die Gruppe von der Englischlehrerin Pascale Liabaud sowie Bernard Jamain, Lehrer für Automechanik, die dann gemeinsam das Praktikum evaluierten.

„Da wir von der Brühlwiesenschule erstmals einen derartigen Austausch hatten und noch keine gefestigten Strukturen haben, konnten wir auch nur einen Jugendlichen in einer ‚eigenen‘ Gastfamilien unterbringen, nämlich bei der Familie von Seggern“, so die Organisatorin des Praktikums von Seiten der Brühlwiesenschule, die Französischlehrerin Elisabeth Artner-Peil.

Dank des Fördervereins Hofheimer Städtepartnerschaften e.V. konnten problemlos weitere Gastfamilien gefunden werden und die Familien Tauchnitz, Grimm und Fuhr erklärten sich bereit, für vier Wochen die anderen Praktikanten aus Chinon aufzunehmen.

Stang und Artner-Peil dankten unisono den Gastfamilien für diese Unterstützung und ein Schüler erklärte, dass er bei seiner Gastfamilie „eine über das Praktikum hinausgehende Freundschaft gefunden hat.“

„Die seit 1967 bestehende Städtepartnerschaft von Hofheim mit Chinon zeigt auch nach über 45 Jahren keine Ermüdungserscheinungen“, so Bürgermeisterin Gisela Stang in der Nachbetrachtung „und die Völkerverständigung auch im Kleinen kann durch junge Leute und derartige Austauschprogramme wie hier zur Idee eines gemeinsamen Europa reifen und diese Chance sollte auch nach dem Praktikum von allen Seiten weiterverfolgt werden.“

Ermutigt von den positiven Erfahrungen aller Beteiligten und nicht zuletzt aufgrund der äußerst zufriedenstellenden Resonanzen seitens der Praktikumsbetriebe wird das Projekt auch im nächsten Jahr fortgesetzt und somit die bereits begonnene Kooperation zwischen den beiden beruflichen Schulen in Chinon und Hofheim weiter ausgebaut und vertieft werden.

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