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Montessori-Schüler aus Göteborg und Rennes in Hofheim zu Gast

Montessori-Schüler aus Göteborg und Rennes in Hofheim zu Gast

HOFHEIM Schwedisch, französisch und deutsch – im Hofheimer Rathaus klang es am Donnerstag international. Bürgermeisterin Gisela Stang hatte Schülerinnen und Schüler von Montessori-Schulen in Göteborg und Rennes, die derzeit an der Montessori-Schule in Hofheim zu Gast sind, die Austauschschülerinnen und –schüler sowie die betreuenden Lehrkräfte zu einem kleinen Empfang eingeladen und informierte sich über den Austausch.

Vom 21. bis 28. Mai hat das Montessori-Zentrum Hofheim elf schwedische und zehn französische Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern zu Besuch.

Die Verbindung zur schwedischen Schule besteht bereits seit acht Jahren. Bei der Konferenz der Vereinigung „Montessori Europe“ 2005 kamen Lehrer des Hofheimer Montessori-Zentrums und des schwedischen „Montessoriskolan-Centrum“ in Göteborg zum ersten Mal in Kontakt. Daraus hat sich ein herzlicher und beständiger Austausch in englischer Sprache zwischen den Schülern und den Lehrern beider Schulen entwickelt.

Jedes Jahr fliegt eine Gruppe deutscher Schüler nach Göteborg und eine Gruppe schwedischer Schüler nach Hofheim. Die 12- bis 16jährigen Jugendlichen wohnen in den jeweiligen Gastländern in Familien der Schule. Von Hofheimer Seite begleiten die Lehrer Rüdiger Biedermann und Gabriela Jiraskova den Austausch, sie bereiten mit den Schülern zusammen die Besuche vor und kümmern sich um die Gäste während ihres Aufenthaltes.

Ganz neu entstanden ist der Kontakt zu einer französischen Schule, dem Collège International Ecologique in Rennes in Nordfrankreich. Die noch junge, im Aufbau befindliche Montessori-Schule hat den Kontakt zum Montessori-Zentrum Hofheim gesucht und ist gleich auf offene Ohren gestoßen, da auch die Hofheimer schon länger nach einer französischsprachigen Schule Ausschau gehalten haben, die nach demselben reformpädagogischen Konzept arbeitet.

Die kleine Schule beherbergt bislang nur 16 Schüler und Schülerinnen im 6. bis 9. Schuljahr zwischen 12 und 16 Jahren. Die überwiegende Mehrheit der jungen Franzosen lernt Deutsch als zweite Fremdsprache.
Ulrike Müller und Johanna Baumann, die beiden Französischlehrerinnen, die den Austausch mit viel Engagement in Hofheim organisieren, freuen sich sehr, dass der Besuch so unkompliziert realisiert werden kann und sich auch gleich Familien aus dem Montessori-Zentrum fanden, die die Kinder und die beiden Lehrer, die sie begleiten, herzlich aufnehmen.

Fremdsprachen lernen bedeutet für die Montessori-Lehrerinnen mehr als nur Grammatik und Vokabeln büffeln, es heißt eine andere Kultur erleben und mit Menschen in echten, alltäglichen Situationen kommunizieren. Nur so macht das Sprachenlernen Spaß und geschieht nachhaltig.

Dass die beiden Besuche jetzt zusammenfallen, war zwar ursprünglich nicht so geplant, hat aber eine besondere Qualität, zeigt dies doch den internationalen Anspruch der Montessori-Pädagogik und der Montessori-Bewegung.

Maria Montessori, die Begründerin des reformpädagogischen Konzeptes, war selbst an der Verbreitung ihrer Pädagogik in zahlreichen Ländern beteiligt. Heute gibt es etwa 40.000 Einrichtungen weltweit, die nach denselben Grundsätzen arbeiten. Die Vision, Kinder zu Weltbürgern zu erziehen, die sich gegenseitig respektieren und achten, und damit zur Sicherung des Weltfriedens beitragen, ist ein wichtiger Bestandteil der Montessori-Pädagogik. Das Montessori-Zentrum Hofheim ist stolz darauf, mit diesen internationalen Schulpartnerschaften einen kleinen Beitrag dazu leisten zu können.

Während des Besuches finden verschiedene Aktivitäten der einzelnen Gruppen wie Museums- und Stadtbesuch, Kletterpartien, Schwimmen, Zoobesuch und Grillparty statt.
Die französischen Gäste haben sich intensiv auf das Gastland vorbereitet und nutzen die Gelegenheit, Material zu ihrem Jahresthema „Klima“ zum Beispiel im Senckenberg-Museum zu finden. Und natürlich gibt es auch gemeinsame Aktivitäten mit allen Gästen - und als Höhepunkt den gemeinsamen Besuch im Rathaus.




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