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Gutachter überprüft städtische Spielplätze und Außenanlagen

Gutachter überprüft städtische Spielplätze und Außenanlagen

HOFHEIM Nachdem bereits Ende März von einem Sachverständigen die ersten Spielplätze und Außenanlagen in den Kindergärten sicherheitsmäßig überprüft wurden, setzte sich die Inspektion heute auf dem Spielplatz Schießberg in der Hofheimer Altstadt fort.

Wilfried Prinzen aus Rodgau ist zertifizierter Spielplatzprüfer nach DIN 79161 und als externer Sachverständiger seit 2012 für die Stadt Hofheim tätig.

„Wir nehmen es sehr ernst, dass auf unseren städtischen Anlagen keine spielenden Kinder durch Sicherheitsmängel zu Schaden kommen“, so Stadtrat Wolfgang Winckler, „deshalb werden diese Hauptuntersuchungen seit rund 10 Jahren von externen Sachverständigen vorgenommen, ebenso wie die monatlichen Kontrollen durch unseren speziell geschulten städtischen Kollegen Christoph Voßhenrich aus dem Team Umwelt und Natur durchgeführt werden.“

Insgesamt verfügt Hofheim über 42 Kinderspielplätze, 10 Bolzplätze, 1 Skateboard-Anlage am Kreishaus, 1 BMX-Bahn in Diedenbergen sowie 11 Außenanlagen städtischer Natur oder im Bereich der von der Stadt zu unterhaltenden Kindergärten.

Thomas Hammer vom Team Umwelt und Natur erläuterte, dass es zur Überprüfung als visuelle Routine-Inspektion eine Sicht- und Funktionskontrolle gibt, dann die Verschleißkontrolle, auch als operative Inspektion bezeichnet, sowie die Hauptinspektion in Form einer Jahreskontrolle.

Die Sicht- und Funktionskontrolle dient zur Erkennung offensichtlicher Gefahrenquellen, die sich als Folge von Vandalismus oder aus Überbeanspruchung ergeben können.
Diese werden von geschulten Mitarbeitern des städtischen Bauhofes in Verbindung mit der Spielplatzreinigung durchgeführt.

Durch Sichtkontrollen sind insbesondere zu überprüfen:

• Verformungen und Druckstellen von Geräteteilen aus Metall, Kunststoff oder Holz durch Alterungseinflüsse oder mutwillige Beschädigungen
• ob Nägel, Schrauben oder ähnliches an den Berührungsseiten von Geräten oder Einfriedungen hervorstehen
• Rasen-, Sand- und sonstigen Flächen auf Fremdkörper, Glasscherben, sonstige scharfkantigen oder gefährlichen Gegenstände sowie auf andere Verunreinigungen wie beispielsweise Hundekot

• ob Hindernisse insbesondere im Bereich von Spiel- und Sportgeräten vorhanden sind, die eine zweckentsprechende Nutzung beeinträchtigen oder nicht ermöglichen,
• ob bei Bäumen Gefahren durch abgebrochene, angebrochene oder dürre Äste oder Stammteilen bestehen,
• ob Hinweistafeln beschädigt wurden oder fehlen,
• die Einfriedigungen auf Festigkeit und Erfüllung ihrer Rückhaltefunktion insbesondere dort, wo angrenzende Verkehrsflächen oder ähnliches eine Gefährdung herauslaufender Kinder bedeuten könnten.
• sowie die sichere Begehbarkeit der in den Einrichtungen vorhandenen Wege

Im Rahmen der operativen Inspektion bei der Verschleißkontrolle geht es um die Überprüfung der Spielgeräte und Beseitigung von regelmäßigen Benutzungsfolgen.

Es sind Bolzen, Schrauben, Nieten und so weiter auf Lockerung, Abnutzung oder Beschädigung zu prüfen und sonstige bewegliche Teile wie Lager, Ketten und Gelenke sowie weitere Verbindungselemente auf Verschleiß zu untersuchen. Absturzsicherungen, Treppen und Podeste sind auf Festigkeit zu kontrollieren.

Darüber hinaus sind die erforderlichen Sandhöhen in Spiel- und Sicherheitsbereichen von Geräten zu überprüfen, eventuell aufzulockern und gegebenenfalls zu ergänzen.

Diese Verschleißkontrollen werden von einem besonders geschulten städtischen Mitarbeiter des Teams Umwelt und Natur, Christoph Voßhenrich, monatlich durchgeführt.

Die Jahreskontrollen oder Hauptinspektionen sind in Abständen von nicht mehr als 12 Monaten zur Feststellung des sicherheitstechnisch einwandfreien Zustandes der Gesamtanlage vorzunehmen.

Dabei ist die Standsicherheit durch Rütteln, Besteigen oder andere Belastungsversuche, insbesondere an den Verbindungsstellen zu den Betonfundamenten sowie den Pfosten im Erdreich, zu überprüfen. Um eventuell verborgene Schäden zu erkennen, kann die Ausgrabung oder Freilegung bestimmter Teile erforderlich sein.

Zur Unterhaltung der Spielplätze gehören nicht nur diese Kontrollen, sondern auch eine etwaige Reparatur der Spielgeräte, die jährliche Sandreinigung oder ein Sandaustausch und ebenfalls die gärtnerische Unterhaltung der Flächen mit Gehölzschnitt oder beispielsweise Rasenmahd.

„Für diese Arbeiten und für die sichere Nutzung der Spielgeräte für die Kinder nehmen wir jedes Jahr rund 300.000 Euro in die Hand“, so Stadtrat Winckler.

Aus diesem Betrag werden die Leistungen des städtischen Bauhofes mit circa 210.000 Euro vergütet und die restliche Summe von rund 90.000 Euro wird als Aufträge an private Unternehmen vergeben.


Sehr aufwendig ist auch die regelmäßige wöchentliche Reinigung der Spielplätze, wobei einige Plätze insbesondere im Bereich der Innenstadt auch aufgrund der intensiven Nutzung vor allem in den Abendstunden zwei- bis dreimal pro Woche gereinigt werden müssten.

„Hier sind inzwischen leider insbesondere Essensreste, Pizzaschachteln, Flaschen, Glasscherben und Zigarettenkippen zu einem großen Problem geworden“, stellte Thomas Hammer vom Team Umwelt und Natur fest.

Stadtrat Winckler appelliert auch an die Bürgerinnen und Bürger, sich beim Team Umwelt und Natur zu melden, wenn diese selbst Schäden an den Spielgeräten oder auf den Spielplätzen feststellen sollten, „da auch zwischen kurzen Untersuchungsintervallen vielleicht etwas kaputtgehen oder mutwillig beschädigt werden kann.“

Ansprechpartner im Team Umwelt und Natur sind Thomas Hammer, Telefon 06192 – 202-227, E-Mail thammerhofheimde sowie Christoph Voßhenrich, Telefon 06192 – 202-445 oder per E-Mail cvosshenrichhofheimde



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