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Ein Jahr Fairtrade-Stadt - Hofheim zieht positive Bilanz

Ein Jahr Fairtrade-Stadt - Hofheim zieht positive Bilanz

HOFHEIM Hofheim ist im Januar ein Jahr „Fairtrade-Stadt“. Am 17. Januar 2012 hatte Manfred Holz, Fairtrade-Ehrenbotschafter, die Auszeichnung an Bürgermeisterin Gisela Stang und Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater überreicht. Verliehen wurde sie von TransFair e.V. - Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt".

Seitdem hat die Stadt noch stärker als zuvor auf den Kauf und die Verwendung fair gehandelter Produkte geachtet, Dritte hierfür sensibilisiert und als Mitstreiter gewonnen.
Von Anfang an ist insbesondere Günter Adam vom Katholischen Bezirksbüro Main-Taunus sehr aktiv: „Ich finde es großartig, dass wir in Hofheim in gemeinsamer Anstrengung mit den kirchlichen Eine-Welt-Gruppen, dem Weltladen-Verein, dem Tenkodogo-Partnerschaftsverein und dem Stadtparlament die Bedingungen erfüllen konnten, um die Auszeichnung Fairtrade-Stadt zu erhalten. Inzwischen sind auch andere Kommunen in der Umgebung motiviert, Fairtrade-Stadt zu werden.“

Die Auszeichnung „Fairtrade Stadt“ wird für zwei Jahre vergeben. „Wir können eine gute Halbzeit-Bilanz ziehen, haben selbst am Thema weiter gearbeitet, aber auch bei zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern einen Anstoß gegeben“, erklärte Bürgermeisterin Stang.
Der Überprüfung von TransFair im Jahr 2014, ob die Kriterien weiterhin eingehalten wurden, könne die Stadt guten Mutes entgegen sehen. „Natürlich freuen wir uns immer über jeden neuen Fairtrade-Partner“, sagte Stang.

Die eigens gebildete Lenkungsgruppe Fairtrade hat in 2012 drei Mal getagt und Aktivitäten zum Fairen Handel diskutiert.

Mitglieder der Lenkungsgruppe stellten in den Hofheimer Kinder- und Schülerparlamenten die Bedeutung von fair gehandelten Waren vor und veranschaulichten dies mit einem Film über faire Fußbälle. Ziel war, die Kinder frühzeitig zu informieren und für das Thema zu sensibilisieren.

Anlässlich der „Fairen Woche“ vom 14. bis 28. September 2012 wurden folgende Aktivitäten durchgeführt:
• ab 14. September, Infostand über fair gehandelte Waren vor Edeka im Chinon Center
• 15. September, Ausstellung „Welt der Kulturen – Burkina Faso zu Gast im Stadtmuseum“
• 19. September, Kinofilm „Plastic Planet“ im Kinocenter Hofheim
• 22. September, Faires Frühstück im ehemaligen Gasthof Landsberg
• 23. September, Gottesdienst zur Fairen Woche in St. Peter und Paul

Die Veranstaltung „Stand Up – gegen Armut, für die UN-Milleniumsziele“ fand am 5. Oktober 2012 auf dem Chinonplatz vor dem Rathaus statt. Das Montessori-Zentrum Hofheim e.V. gestaltete mit seinen Schülern den überwiegenden Teil des Programms. Mit dabei waren auch die städtische Kindertagesstätte Römerlager, Vertreter der Stadtverordnetenversammlung, der Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Eine-Welt-Gruppen.

Michael Marwede von Engagement Global hat bei einer Schulung im November Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Hofheim die Möglichkeiten einer „fairen“ Beschaffung und Vergabe erläutert.

Im Rahmen der Adventsaktionen von City Marketing Hofheim wurden 1000 fair gehandelte Schoko-Nikoläuse ab 6. Dezember 2012 in zahlreichen Geschäften der Innenstadt und im Bürgerbüro für nur 1 Euro angeboten. Am Nikolaustag gibt es für Kunden den ersten Schokoladen Nikolaus sogar geschenkt. Die Einnahmen werden zur Förderung des Fairen Handels eingesetzt.

Seit vergangenem Jahr steht für Bedienstete und Besucher des Rathauses im Foyer ein Kaffeevollautomat zur Verfügung, aus dem ausschließlich fair gehandelte Produkte angeboten werden. In den Sitzungen von städtischen Gremien wird schon seit vielen Jahren nur fairer Kaffee getrunken.

Mit der Auszeichnung im Januar 2012 war der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, Hofheim möge sich als Fairtrade-Stadt bewerben, erfolgreich umgesetzt worden.
CDU, Grüne, SPD und BfH hatten in ihrer gemeinsamen Vorlage dafür geworben, den in Hofheim bereits bestehenden Aktivitäten von Schulen, Vereinen, kirchlichen Gruppen, Geschäften und Restaurants rund um den Fairen Handel ein verbindendes Element zu geben.

Dies ist mit der Auszeichnung geschehen: Mit dem Titel "Fairtrade-Stadt" können die Aktivitäten herausgestellt werden, die Beteiligten können Werbung für sich und ihre Produkte machen, die Stadt kann sich weiter als verantwortungsvolle und nachhaltige Stadt profilieren.


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