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Bürgermeister wünscht sich ,Brücke zwischen Hofheim und Tenkodogo'

Bürgermeister wünscht sich ,Brücke zwischen Hofheim und Tenkodogo'

HOFHEIM Der Bürgermeister von Tenkodogo (Burkina Faso) hat einen Aufenthalt in der Kreisstadt genutzt, um sich im Hofheimer Rathaus über die Aufgaben einer deutschen Stadtverwaltung zu informieren und um über sein Land zu berichten.

Das Fazit von Harouna Ouelogo, der seit Juni 2013 im Amt ist: Ein Austausch – insbesondere zu den Themen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung – ist wünschenswert. Wie eine Unterstützung aussehen könnte, erwiderte Wolfgang Exner, Erster Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises Hofheim-Tenkodogo e.V., „werden wir beim Besuch im Februar vor Ort in Tenkodogo konkreter ermitteln können“.

Ouelogo berichtete den Dezernenten und den Leitern und Leiterinnen der Fachbereiche und des Zentralen Dienstes sowie der Stadtwerke sehr anschaulich über das Land und seine Stadt. Der Name Tenkodogo bezeichnet die Stadt und ein dasselbe Gebiet umfassendes Departement. Die Stadt ist zugleich Hauptstadt der Region Centre-Est und der Provinz Boulgou und hat im Hauptort rund 26.000 Einwohner, zusammen mit den umliegenden 83 Dörfern sind es rund 130.000 Einwohner.

Regen fällt nur in drei Monaten des Jahres, so dass Wasser knapp und kostbar ist. Zahlreiche Menschen haben keinen direkten Zugang zu Trinkwasser, so dass Frauen viele Kilometer zum nächsten Brunnen gehen müssen. Eine tägliche Arbeit, die Zeit und Kraft kostet. Brunnen sind daher lebenswichtig.
Die Entsorgung des Abwassers in Tenkodogo, das in einem Talkessel liegt, muss erst noch geregelt werden. Für die Kinder gibt es nicht genügend Schulen. Das Gesundheitswesen wirft Probleme auf. Und für die Kommunikation mit der Bevölkerung in den umliegenden Dörfern hat Bürgermeister Ouelogo noch keine wirkliche Lösung gefunden.

Vor allem zu diesen Themen wünscht er sich einen Austausch mit Hofheim. „Eine Brücke zwischen Hofheim und Tenkodogo, mit viel Verkehr in kultureller, technischer und menschlicher Hinsicht. Denn jede Hilfe, die wir bekommen, kann das Schicksal der Menschen erleichtern“, so Ouelogo.

Kontakt zur Stadt Tenkodogo kam über Hofheims französische Partnerstadt Chinon und dort den Verein „Chinon Amitiés Internationales“ zustande.

Fünf Hofheimer Studentinnen beteiligten sich 1992 vier Wochen an einem sozialen Projekt, gemeinsam mit jungen Menschen aus Chinon und Tenkodogo. Der Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften e.V. hat im September 1998 beschlossen, im Rahmen seiner Möglichkeiten soziale Einrichtungen und Projekte zu unterstützen.

Die Stadtverordnetenversammlung Hofheim hat im Oktober 2009 die Aktivitäten des Förderkreises in Burkina Faso ausdrücklich begrüßt und beschlossen, der Magistrat soll sich in Form verwaltungsseitiger Begleitung beteiligen. Hierfür stehen jedoch keine städtischen Mittel zur Verfügung.

Im Februar 2010 besuchte eine Delegation aus Stadt, Politik und Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften e.V. das westafrikanische Land und hat sich nach möglichen Projekten und Kooperationen umgesehen. Die Reisenden kehrten zurück - fasziniert von der Herzlichkeit der Menschen und der Kultur, bedrückt von der Lebenssituation und hoch motiviert, sich zu engagieren.

Im Juni 2010 wurde - unterstützt von der Stadtverordnetenversammlung, jedoch ohne städtische Mittel - der Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo e.V. gegründet. Mehr Informationen, auch zu Projekten auf der Homepage des Vereins www.freundeskreis-hofheim-tenkodogo.de

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