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Wohnhilfe sucht dringend bezahlbare Wohnungen zur Vermietung

Die Ökumenische Wohnhilfe Main-Taunus hat 2016 an 18 Wohnungen vermittelt, in denen nun 41 Menschen ein Zuhause gefunden haben. 436 weitere Haushalte erhielten eine Beratung. Für die Wohnhilfe bedeutet dies ein erfolgreiches Jahr. Dennoch wird die Arbeit immer schwieriger. „Die Nachfrage nach günstigen, insbesondere kleinen Wohnungen ist enorm gestiegen“, sagt der Vorsitzende Günter Adam. „Neben den deutschen Haushalten kommen die anerkannten Flüchtlinge mit ihren Familien dazu. Zur guten Integration gehören auch angemessene Wohnungen.“

„Wir sind uns sicher, dass in Hofheim viel Wohnraum leer steht. Oft scheuen die Eigentümer die Arbeit und mögliche Risiken des Vermietens. In dieser Situation hilft die Ökumenische Wohnhilfe“, versichert Günter Adam. Denn für ihre Arbeit ist die Ökumenische Wohnhilfe weiter dringend auf der Suche nach Wohnungen. Interessierte, die Wohnraum zur Vermietung bereitstellen möchten, können sich auf www.wohnhilfe-taunus.de informieren oder direkt telefonisch unter 0171 / 2060326 melden. Die Wohnhilfe sucht für die Vermieter passende Mieter für ihre Wohnungen und betreut die neuen Mieter. Wer immer eine Einliegerwohnung hat, kann sich also vertrauensvoll an die Wohnhilfe wenden. Zudem berät die Wohnhilfe bei Fragen des Neubaus und der Umgestaltung von Häusern, um neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Für ihre Arbeit ist die Ökumenische Wohnhilfe auf Spenden angewiesen. Förderer können diese bei der Nassauischen Sparkasse auf das Konto IBAN DE94 5105 0015 0201 0224 44 BIC NASSDE55XXX überweisen. Spendenquittungen stellt die Wohnhilfe gerne aus.

Die schwierige Lage auf dem Wohnungsmarkt bestätigt auch die Hofheimer Wohnungsbau GmbH (HWB). Die Zahl der Wohnungsinteressenten bei der Tochtergesellschaft der Stadt Hofheim stieg in den vergangenen drei Jahren von etwa 370 Haushalten (Stand Dezember 2013) auf aktuell etwa 450 Haushalte. Der Anteil der Haushalte mit Wohnberechtigungsschein liegt durchgängig bei 70 bis 75 Prozent, aktuell bei etwa 320 Haushalten. Singlehaushalte und Familien mit Kindern bilden hier die Hauptgruppe.

Die HWB will zur Lösung des Problems ihren Weg fortsetzen, bezahlbare Wohnungen zu bauen und ihren Bestand an 1.633 Wohnungen, davon 41 Prozent öffentlich gefördert, weiter zu erhöhen. „Seit Jahren ist es für Stadt und HWB ein großes Thema, für Menschen die passende Wohnung zu errichten und wir werden weiter daran arbeiten“, sagt Bürgermeisterin und HWB-Aufsichtsratsvorsitzende Gisela Stang. Wenn es um Schaffung von bezahlbarem Wohnen geht, leistet die HWB auch durch nicht geförderte Wohnungen einen Beitrag. Denn sie hat im gesamten Wohnungsbestand einen durchschnittlichen Mietpreis von 5,93 Euro pro Quadratmeter.

Um eine höhere Planungssicherheit zu erhalten, wurde auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2010 das Institut für Wohnen und Umwelt mit der Erstellung eines Wohnraumversorgungskonzeptes beauftragt. Ein Fazit daraus ist: Obwohl in Hofheim weiter Wohnungen gebaut wurden und werden, liegt der jährliche Bedarf für das nächste Jahrzehnt etwa um ein Drittel höher als die Zahl der Wohnungen, die durchschnittlich gebaut wurden. Die Zahl der gebauten Zwei- und Dreizimmerwohnungen, die sehr beliebt sind, liegt sogar nur bei circa 30 bis 40 Prozent des rechnerischen Bedarfs.

Hofheim hat rund 40.000 Einwohner. Rund 3.500 Menschen leben in einer Wohnung der HWB, doch fast 400 Haushalte suchen noch eine Wohnung bei der Gesellschaft, davon der ganz überwiegende Anteil (73 Prozent) im öffentlich geförderten Bereich. Insbesondere für die etwa 370 in Hofheim lebenden Geflüchteten, ist die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung nach Erhalt ihrer Aufenthaltserlaubnis eine große Herausforderung.

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Im Sozialbüro: Markus Krüger, Geschäftsführer Ökumenische Wohnhilfe, Lea Adam, Bürgermeisterin Gisela Stang und Günther Adam, Vorsitzender Ökumenische Wohnhilfe. Stadt Hofheim
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