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Theresa Hochstädter studiert berufsbegleitend

„Analyse von Handlungssituationen“ – was zunächst sehr theoretisch klingt, hat für Theresa Hochstädter vom Team Jugendarbeit bei der Stadt Hofheim einen praktischen Bezug. Die 22-Jährige studiert an der „iba – Internationale Berufsakademie“ Sozialpädagogik und Management. Seit dem 1. Oktober 2016 arbeitet sie Montag bis Mittwoch 20 Stunden bei der Stadt Hofheim. Donnerstag und Freitag ist sie an der Universität. Für dieses duale, also berufsbegleitende, Studium über sieben Semester ist die Stadt Hofheim Ausbildungsbetrieb. Ein entsprechendes Hinweisschild hängt seit Kurzem im Foyer des Rathauses.

„Im Kurs Analyse von Handlungssituationen schauen wir uns beispielsweise Konflikte in Jugendgruppen an und untersuchen, wie es zum Konflikt gekommen ist und wie man ihn lösen kann“, erklärt Theresa Hochstädter. Mit solchen Konfliktsituationen könnte sie bei ihrer Arbeit im Hofheimer Haus der Jugend jederzeit konfrontiert werden. „Da hilft es natürlich, durch das Studium entsprechendes Fachwissen direkt parat zu haben“, sagt die gebürtige Hofheimerin. Zu ihrem Studium gehören auch andere Kurse wie „Qualifikation und Kompetenz“, wo es unter anderem um Bewerbungsverfahren geht. Aber auch die Geschichte der Sozialpädagogik ist Thema. „Aktuell lernen wir viel über die Arbeiten und Theorien berühmter Sozialpädagogen wie Johann Heinrich Pestalozzi und Jane Adams. Diese Klassiker bilden die Grundlagen unserer heutigen Arbeit.“ Kurse wie „Entwicklungsprobleme und biografische Krisen“ haben hingegen wieder einen aktuelleren Bezug und zeigen beispielsweise auf, welchen Einfluss der familiäre Hintergrund auf die Entwicklung eines Kindes hat.

Theresa Hochstädter kommt aus Marxheim und hat ihren Abschluss an der Main-Taunus-Schule gemacht. Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Marxheim hat sie bereits den Umgang mit Kindern und Jugendlichen kennengelernt. Vor allem die Arbeit mit Kindern mit Beeinträchtigung stand dort im Fokus.

Dass sie auch während des Studiums weiter in Hofheim tätig sein kann, freut Theresa Hochstädter, weil sie sich in der Umgebung bereits gut auskennt. „Durch die Neuaufstellung der Jugendarbeit hier in Hofheim ist es gerade eine spannende Zeit. Wir sind viel mit Jugendlichen über ihre Wünsche im Gespräch und arbeiten an Konzepten für neue Projekte.“ Der Offene Treff und das Multi-Coolti-Café laufen bereits. Demnächst startet das Jugendradio Hofheim. Bei der Vorstellung dieser Projekte hilft wieder das Studium. „Der Kurs Präsentation und Moderation hat mich auf die Vorstellung in den Ortsbeiräten gut vorbereitet“, erklärt Hochstädter. Nach dem guten Start in Hofheim, freut sie sich jetzt auf die Umsetzung der neuen Projekte.

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