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Veranstaltung „Notfallversorgung im Alter“ war äußerst erfolgreich

Veranstaltung „Notfallversorgung im Alter“ war äußerst erfolgreich

Die Veranstaltung „Notfallversorgung im Alter“ mit unserem Referenten Jörg Blau, dem ärztlichen Leiter der Rettungsdienste des MTK, war ein großer Erfolg.

Der Seniorenbeirat und die Seniorenberatungsstelle der Stadt Hofheim hatten zu diesem Vortrag eingeladen und damit das Interesse der Hofheimer Seniorinnen und Senioren geweckt. Immer wieder mussten noch Stühle geholt werden um allen Besucher/Innen Platz zu bieten. Die Veranstaltung war praktisch „ausverkauft“.

Herr Blau machte die Teilnehmer zuerst mit seinen Funktionen bekannt. Er ist Oberarzt im Hofheimer Krankenhaus , Vorsitzender des DRK Hofheim, Vorsitzender der Notärzte und Leiter des Rettungsdienstes. Durch diese wichtige Vernetzung konnte er sach- und fachkundig die Vorder- und Hintergründe des Rettungswesens erklären.

MTK – alles ist nah? Durch die geschickte Stationierung von Rettungswagen und Notärzten können die Rettungskräfte im MTK die Vorschriften: in 10 Min. vor Ort zu sein, in 90 % alter Fälle auch einhalten. Interessant war zu erfahren, dass schon die Rettungssanitäter eine umfassende medizinische Ausbilldung haben und wenn noch dazu ein Notarzt benötigt wird: ein Notarzt hat mit seinen zusätzlichen Qualifikationen eine Ausbildungszeit von mindestens 8 Jahren.

Herr Blau zeigt an vielen Zahlen auf, wie sehr sich die Einsätze in den letzten Jahren gesteigert haben. Die meisten Notfälle waren Schlaganfälle, dann Herzinfarkte, schwere Unfälle und vieles andere. Wie gut, wenn man sich dann bei den Fachleuten gut aufgehoben fühlt.

Für das Thema des Tages: Notfallhilfe im Alter hatte Herr Blau viele Tipps für die Teilnehmer. Sollte der eigene Hausarzt nicht erreichbar sein, kann man sich Rat und Hilfe beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst holen. Dieser ist unter der Telefon-Nr. 116117 erreichbar.

Wenn man aber eine vermutlich (lebns)bedrohliche Krankheit hat, dann gleich die Rettungsstelle unter der Telefon-Nr. 112 anrufen.

Dabei ist gut zu wissen, dass man auch von einem fremden Handy anrufen kann. Für die 112 braucht man keine PIN und kann direkt anrufen. Wichtig ist, dass man der Leitstelle möglichst ruhig die Fragen beantwortet. Als erstes möchte sie meist wissen: wo sind Sie und wie ist Ihre Tel. Nr. Dann wird Schritt für Schritt erkundet, in welchem Zustand der Patient ist und die notwendigen Maßnahmen geklärt. Die Patienten und ihre Bedürfnisse stehen dabei im Vordergrund. Dann erfolgt die Zuordnung im medizinischen Versorgungssystem, damit der Patient möglichst schnell die richtige Behandlung im richtigen Krankenhaus bekommt. Es besteht das Anrecht auf freie Wahl des Krankenhauses und die Fahrer müssen sich an den Wunsch halten – wenn die Fahrzeit ca. 30 Min. dorthin beträgt. Allerdings ist z.B. bei einem Schlaganfall schnelle Hilfe in einer Spezial-Abteilung (Stroke-Unit) wichtiger. Dann wird der Fahrer dies vorschlagen und man sollte auf den guten Rat hören.

Herr Blau konnte noch viele Fragen der Teilnehmer beantworten. Er riet auch dazu, sich zu informieren und vorzubereiten wenn man noch kein Patient ist. Es gibt ein Patientenrechte-Gesetz, das kann man sich im Internet ansehen. Wenn man dann sicher sein will, das jemand für das Beachten der eigenen Wünsche sorgt, ist eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht erforderlich. Ohne diese kann auch ein Ehepartner darüber nicht bestimmen!. Oder Er/Sie bekommt keine Auskunft. Diese dürfen die Ärzte nur autorisierten Personen geben. Bei Singles empfiehlt sich ein Hausnotruf. Die Notfalldose, vom Seniorenbeirat empfohlen und auch in der Presse vorgestellt, ist für Einzelpersonen und Paare gleich wichtig.

Leider fehlt allgemein die Wertschätzung für diese so wichtigen Berufe und es ist sehr zu begrüßen, dass so langsam ein Wandel stattfindet. Ob es aber sinnvoll ist, nur noch auf große Kliniken zu setzen und die kleinen Krankenhäuser zu schließen, ist noch nicht endgültig klar. Unsere Gesellschaft muss sich darüber klar werden, was sie will. Da muss die Politik gemeinsam mit den Bürgern Antworten finden.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirates, Frau Altenhofen, bedankte sich zum Schluss sehr herzlich bei Herrn Blau im Namen der Anwesenden. Alle hatten viele neue Erkenntnisse gewonnen und wissen jetzt auch, an wen man sich für Nachfragen wenden kann: die Leitstelle mit der Tel. Nr. 06192- 5095 hilft weiter und vermittelt auch an weitere Sachbarbeiter weiter.

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