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Hofheim um 1900

Hofheim um 1900. Fotografien von Otto Engelhard

8. Juli 2017 - 13. August 2017 // Um 1890 war die Amateurfotografie, so wie wir sie heute kennen, noch nicht sehr verbreitet. Man kann davon ausgehen, daß sich nicht einmal 10% der Bevölkerung eine Fotoausrüstung samt laufenden Ausgaben für Platten und Filme, Chemikalien, Fotopapiere oder Alben hat leisten können.

Viel Zeit, Energie und Engagement investierte Otto Engelhard (1853-1918) in die Fotografie. Es waren die Besonderheiten des ihn umgebenden Alltags, die ihm Anlass zum Fotografieren gaben.

Und das Besondere waren für ihn in erster Linie die baulichen Veränderungen in der Stadt, wie etwa der Abriss von Teilen der Stadtmauer, die neuen Villen am Kapellenberg und eine Reihe einzelner noch heute einmaliger Bauten, wie etwa das 1888 errichtete Vincenzhaus. Oft hatte der „professionelle“ Laie Engelhard seine Aufnahmen mit der Angabe des Datums und der Tageszeit versehen, für uns heute eine sichere Grundlage zur Datierung der Motive. Selbst die Witterungsverhältnisse hielt er fest.

Die im Stadtarchiv Hofheim verwahrten Gelatineglasplattennegative stammen aus Archivbeständen um 1950 oder wurden ab der 1980er Jahre durch Gustav Kyritz und Diether Engelhard dem Archiv übergeben.

Wer war Otto Engelhard ?
Otto Engelhard erwarb 1876 gemeinsam mit seinem Bruder die Untermühle in Hofheim und errichtete hier eine moderne Sohllederfabrik. Familie Engelhard war mit außerordentlichem Erfolg bereits seit zwei Generationen als Ledergroßhändler in Frankfurt am Main tätig.

Otto Engelhard war auch sehr rege, wenn es darum ging die Hofheimer für den Fremdenverkehr und die Schönheiten der Taunuslandschaft zu gewinnen. Im „Taunus-Club-Verschönerungsverein“ initiierte man den Wandel Hofheims von der Ackerbürgerstadt zum modernen Erholungsort.


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