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Stadtmuseum
Sonderausstellung

Ingrid Hornef. Zeitgleich - Spielfelder des Zufalls

7. Juni 2020 – 13. September 2020
Plakat zur Ausstellung

Das Stadtmuseum Hofheim am Taunus und das L.A.C., Lieu d‘ Art Contemporain, Sigean/Südfrankreich stellen „zeitgleich“ die Hofheimer Künstlerin Ingrid Hornef aus. Beide Häuser zeigen Werke in Schwarz/Weiß aus der Serie „alea iacta est“ (der Würfel ist gefallen), die seit 2001 bis heute entstanden sind.

Auf Grund von COVID 19 wurde die Ausstellung im L.A.C., Sigean/Südfrankreich (12.4. bis 24.5.2020) jedoch abgesagt. Die Ausstellung im Stadtmuseum war ursprünglich vom 25.4. bis 14.6.2020 vorgesehen. Sie musste wegen des Coronavirus verschoben werden.

Neben großformatigen Steinskulpturen und Installationen im öffentlichen Raum beschäftigt sich Hornef seit 1997 mit der konkreten Kunst. Diese Kunstrichtung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ins Leben gerufen und ist bis heute aktuell. Sie ist die Bezeichnung für eine Kunst, die nicht abbildet. Sie geht auch nicht von einem Abstraktionsvorgang aus, sondern Linie, Fläche, Farbe werden als autonome künstlerische Mittel eingesetzt. Sie werden selbst zu Akteuren im Kunstwerk, werden Ausdruck menschlichen Denkens.

Objekt 295
Objekt 295,© VG-Bildkunst, Bonn 2020

Die konkrete Kunst besitzt mathematisch-geometrische Grundlagen und ist frei von jeglichen Bezügen zur Natur. Es handelt sich um eine Arbeitsweise, bei der Künstler ihr Werk nach einem vorab festgelegten Konzept ausführen und somit der spontanen gestalterischen Handlung bewusst Grenzen setzen.

Der Zufall hat etwas mit "Zufallen" zu tun. Etwas fällt mir zu, unverdient und überraschend wie ein Geschenk. Dazu Arp: "Der Zufall in der Kunst unserer Zeit ist nichts Zufälliges, sondern ein Geschenk der Musen". Sich dem Zufall zu überlassen, bedeutet keine Einflussnahme. Er ist Teil eines Konzepts, das das Unvorhersehbare, wie es seit neuestem die Chaosforschung untersucht, in die künstlerische Arbeit einbezieht. Konzept und Zufall, Ordnung und Chaos bedingen einander. (Ingrid Hornef)

Objekt 325 und 313
Objekt 325 und 313,© VG-Bildkunst, Bonn 2020

Ingrid Hornefs Arbeiten zu „alea iacta est“ basieren auf Mathematik, d.h. auf der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Ab etwa 2002 wählte die Künstlerin für den Einsatz ihrer künstlerischen Mittel Regel und Zufall. Die Regel gibt z.B. Größe, Farbe, Linienführung, Größe des Rasters etc. vor, das Spiel mit dem Zufall bestimmt dagegen die Komposition aus Wegstrecken, Länge und Richtung einer Linie, sowie den Wechsel von Schwarz/Weiß Kontrasten. 

Als Zufallsgenerator nutzt Hornef den Würfelwurf. Die Wahrscheinlichkeit für jede Zahl auf dem Würfel ist gleich groß: Nämlich 1 bis 6. Der Zufall ist Teil ihres Konzepts, der das Unvorhersehbare untersucht, in die künstlerische Arbeit einbindet. Trotz Präzision der Ausführung und Klarheit der Komposition versucht der Betrachter meist vergebens das Werk zu entschlüsseln.

Unser Dank geht an

Veranstalter:
Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus - Stadtmuseum in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Stadtmuseum e.V. und dem Kunstverein Hofheim e.V.


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