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Ludwig Meidner

Ludwig Meidner - der "Ex-Expressionist"

Mit diesem Zusatz unterschrieb Ludwig Meidner 1925 eine Postkarte an Hanna Bekker vom Rath.

Auch nach dem Krieg zog das "Blaue Haus" Künstler nach Hofheim. So fand Ludwig Meidner (1884-1966), ein bedeutender Vertreter des urbanen Expressionismus in Deutschland, nach seiner Rückkehr aus der Emigration von 1955 bis 1963 in Hofheim am Taunus ein neues Domizil. Hanna Bekker vom Rath, die Ludwig Meidner bereits aus dem Berlin der Zwanziger Jahre kannte, vermittelte ihm ein Atelier im Ortsteil Marxheim. Hier, in der für ihn bedeutsamen Abgeschiedenheit der Kleinstadt, die ihn an seine eigene Herkunft in Schlesien erinnerte, verlebte er die glücklichsten Tage seiner Nachkriegszeit, wie er sich einmal in einem Brief äußerte.

"Daß es auch noch andere Malerateliers gibt als solche, die mit dicken Perserteppichen ausgestattet sind, antiken Möbeln und Negermasken an den Wänden, beweist ein Atelier in Marxheim, nämlich das meine, (...) Ich hause da schon im siebenden Jahr und habe es mir so eingerichtet, wie es mir gefällt. Nachdem ich dreißig Jahre in Berlin und vierzehn Jahre in London gelebt habe und überdies noch in einigen anderen Metropolen des Kontinents, wurde ich der Großstadt müde und meinte, daß ein Dorf der rechte Zufluchtsort wäre für einen eisgrauen Asphaltliteraten und Veteranen der entarteten Malerei von anno tobakk." (Ludwig Meidner, 1962)

Bis heute ist er vielen Einwohnern als kauziger Maler in positiver Erinnerung geblieben. Seine Schüler fanden in ihm einen Lehrer, der ihr künstlerisches Schaffen förderte und prägte. Nachbarn und Bekannte vor Ort boten ihm genügend Gelegenheit, seiner Leidenschaft des Porträtierens nachzugehen.
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