Sprungmarken
Sie befinden sich hier
Startseite
Kultur
Stadtbücherei
Neuerscheinungen
Hörenswertes

Hörenswertes

Hier finden Sie eine kleine, interessante Auswahl unserer Neuerscheinungen. Sämtliche Neuerwerbungen der Stadtbücherei sind in unserem Medienbestandskatalog aufgelistet.

Für Erwachsene

 

Lucinda Riley – Die Sonnenschwester

Der sechste Band der fulminanten "Sieben-Schwestern-Serie" Elektra d'Aplièse führt als Top-Model ein glamouröses Leben in New York. Doch hinter dem schönen Schein verbirgt sich eine unglückliche junge Frau, die zudem durch den Tod ihres geliebten Vaters tief erschüttert ist. Da erhält sie den Brief einer Fremden, die behauptet, ihre Großmutter zu sein. Die Spur führt nach Ostafrika, und Elektra begibt sich auf die Reise. Dort angekommen stößt sie auf die Lebensgeschichte von Cecily Hunter-Washington, die in den 1940er Jahren auf einer Farm in Kenia gelebt hat. Elektra ist fasziniert von der mondänen Welt des kolonialen Afrika, aber sie erkennt auch erstmals, welch dunkles Erbe sie in sich trägt...


Für Kinder und Jugendliche

HR2 Kinderhörbuch des Jahres

Lois Lowry – Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby    ab 6 Jahren

Ein wunderbar altmodisches Kinderbuch, das auch als Lesung von Stefan Kurt vorliegt und kürzlich von der hr2-Hörbuchbestenliste zum Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres 2019 gewählt wurde. Das zeigt sich bereits an dem barocken Titel. Weiter an der ersten Zeile, die mit der bekannten Phrase „Es war einmal“ beginnt und das Buch als Märchen ausweist. Schließlich bezeichnet die amerikanische Kinderbuchautorin selbst ihre verschrobene, knöcheltief in schwarzem Humor watende Geschichte unablässig als „altmodisch“ und stellt sie durch zahllose Anspielungen in eine Tradition von Louisa May Alcott über Charles Dickens bis zu Frances Hodgson Burnett und P. L. Travers. Und in diesen Klassikern mögen die Eltern ihre Kinder in den allerseltensten Fällen. Mr. und Mrs. Willoughby gehören garantiert nicht zu ihnen. Dass die Mutter nicht kochen kann, ist noch ihre lässlichste Eigenschaft. Denn sie ist „übellaunig“, die Zwillinge hält sie schlicht für „gierige Doubletten“. Ja, eigentlich findet sie alle ihre Kinder „schrecklich“. Der jähzornige Vater steht ihr in nichts nach. Immerhin, so könnte man meinen, liest er seinen auch äußerlich verwahrlosten Kindern Märchen vor, etwa „Hänsel und Gretel“. Der Haken: Es bringt ihn auf die Idee, sich von ihnen „zu befreien“. Bei so viel Freudlosigkeit ist es nur verständlich, dass auch umgekehrt die Kinder die Eltern loswerden möchten. Es trifft sich, dass Tim die „Agentur für verantwortungslose Reisen“ ausfindig macht, die Urlaube in Kriegs- und Krisengebiete organisiert. Er ist überzeugt, dass seine Eltern auf so einen Blödsinn anspringen werden. Und in der Tat: Als diese in dem Prospekt blättern, wittern sie ihre Chance abzuhauen. Während die beiden auf Reisen sind und die Zurückgelassenen ganz altmodisch Postkarten erhalten mit Nachrichten wie „Ein wunderbares Erdbeben überlebt mit tausend Toten“ , beginnt sich zu Hause dank des neuen Kindermädchens langsam alles zum Guten zu wenden. Dieses besteht darauf, „kein bisschen wie diese Mary Poppins“ zu sein, und bringt die Kinder nicht nur zum Hüpfen, sondern auch zum Lachen. Geschickt verwebt die Autorin diesen Teil der Geschichte mit einem weiteren Handlungsstrang, in dem es um einen trauernden Fabrikanten, die Schweizer Berge und ein Baby, „so groß wie ein kleiner Truthahn“, geht. Das alles ist herrlich unkonventionell, geschrieben mit der Lust an Übertreibung und Übertretung. Freilich schimmert bei allen Tabubrüchen ein Augenzwinkern durch. Dahinter aber ist das Buch eines über Traumabewältigung und die Frage, was ein gelingendes Leben ausmacht.

Suche

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.

Mehr Infos