| Zum Bereichsmenu | Direkt zum Inhalt |

Impressum E-MailKontakt

Stadtwerke-Hofheim nach:

Sie sind hier: Themen - Aktuelles

Stadtwerke mit Hessischem Denkmalschutzpreis ausgezeichnet

Die Stadtwerke Hofheim sind für die Sanierung und Restaurierung der unter Denkmalschutz stehenden Wasserversorgungsanlagen im Stadtgebiet Hofheim mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis 2011 ausgezeichnet worden.

Erster Stadtrat Wolfgang Exner, Olaf Mewes, Technischer Betriebsleiter der Stadtwerke, Bauingenieurin Anja Reising-Pietsch und Vermessungsingenieur Ulf Kawecki haben am Donnerstag, 1. September 2011, den Preis entgegen genommen.

Die acht Preisträger aus den Landkreisen Fulda, Gießen, Kassel, Marburg-Biedenkopf, aus dem Kreis Limburg-Weilburg, dem Main-Taunus-Kreis, dem Wetteraukreis und aus Groß-Gerau wurden in der Aula des „Alten Gymnasiums" in Limburg an der Lahn von Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann und Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer für die Lotterie-Treuhandgesellschaft mbH Hessen, ausgezeichnet.

Die Stadtwerke Hofheim überzeugten die Jury mit ihrem Engagement zur Sanierung und Restaurierung der unter Denkmalschutz stehenden „Altanlagen“ der Wasserversorgung im gesamten Stadtgebiet, zu dem sie eine umfangreiche Präsentations-Mappe erarbeitet und eingereicht hatten.
Seit 2003 arbeiten die Stadtwerke gezielt am Erhalt dieser Bauwerke. Der Main-Taunus-Kreis hatte das Hofheimer Projekt für die Auszeichnung mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis vorgeschlagen.

Aufgrund der geologischen Situation und der reichhaltigen Grundwasservorkommen konnten bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Stadt Hofheim sowie die heute dazugehörenden Stadtteile durch zahlreiche Brunnen, die das geförderte Wasser in entsprechende Wasserspeicher speisten, sich unabhängig mit Trinkwasser versorgen.

Die Grundwassersituation hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Jedoch werden heute andere technische Mittel zur Versorgungssicherheit genutzt.
Des Weiteren ist die Bevölkerungszahl gestiegen und die Anforderungen unter den gesundheitlichen Gesichtspunkten haben sich verändert, so dass die „frühere“ Wasserversorgung heute nicht mehr genutzt werden kann.

Die alten Anlagen sind zwar außer Betrieb genommen, aber weitgehend unverändert erhalten geblieben. So betreiben die Stadtwerke Hofheim über die Verkehrssicherungspflicht hinaus Arbeiten, die die unter Denkmalschutz stehenden „Altanlagen“ erhalten lassen.



Neben der engen Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Main-Taunus-Kreises unterstützen die Heimat- und Geschichtsvereine die Interessen zum Erhalt der Anlagen. Hierdurch ist es möglich, die Bürgerinnen und Bürger etwa bei Führungen oder Ausstellungen über die Wasserversorgung der Vergangenheit zu informieren.

Die heutige Wasserversorgung wird über die sogenannte Fernwirktechnik gesteuert. Durch den Erhalt der historischen Anlagenteile in den Wasserspeichern wird der Hintergrund und Ursprung der Wasserversorgung zur Versorgung des Ortsnetzes über die manuelle Steuerung, auf „einfache Weise“, verständlich aufgezeigt.
Die Bereiche der Anlagen, die der Witterung ausgesetzt sind, werden zum Schutz unter denkmalschutzrechtlichen Gesichtspunkten behutsam restauriert.

Diese Behälter werden zum Teil heute noch mit Wasser gespeist und durch den Bauhof der Stadt Hofheim in den Sommermonaten zum Gießen der Pflanzflächen im Stadtgebiet genutzt.

In den vergangenen Jahren wurden bereits vier Wasserspeicher/Hochbehälter restauriert:
Im Jahr 2004 wurden die Hochbehälter I und II am Kapellenberg saniert, 2005 der – nicht unter Denkmalschutz stehende - Wasserbehälter in der Friedensstraße instandgesetzt. Restauratorische Maßnahmen wurden 2004 am Wasserbehälter Ochsenwiese in Lorsbach umgesetzt.
2009 begann die Restaurierung des Katzenlückstollens in Lorsbach, 2010 die des Wasserbehälters Pfingstwiese in Marxheim.