Betriebswirtschaftliches Grundkonzept
Grundsätzliche Überlegungen, die für Sie als Existenzgründer, aber auch für bereits bestehende Unternehmen von Bedeutung sind, wollen wir Ihnen nachstehend bereits darlegen:
Die Erfahrung aus der betriebswirtschaftlichen Praxis zeigt, dass acht Schlüsselfaktoren entscheidend sind, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen:
→ das Konzept
→ der Standort
→ die Unternehmerpersönlichkeit
→ die Geschäftsverbindungen
→ der Markt
→ die Finanzplanung
→ die Konkurrenzanalyse und
→ die Zukunftsaussichten
Nachfolgend erfolgt eine Konzentration auf fünf wesentliche Bereiche, die für den Unternehmer von Bedeutung sind:
Persönlichkeitscheck: Wer ist ein Unternehmer?
Eine Frage, die sich ein Unternehmer immer ganz zu Anfang stellen sollte. Hierzu gehört die Stärken und Schwächen des Existenzgründers oder Unternehmers kritisch zu beleuchten bzw. beleuchten zu lassen. Gründer brauchen diesen objektiven und kritischen Blick auch bei allem, was sie als künftiger Unternehmer leisten wollen. Schließlich ist deren Wirkung auf Mitarbeiter, Kunden und Geldgeber überzeugender, wenn diese sich selbst im Klaren über sich und die eigene Firma sind.
(vgl. Tabelle 1 zum Download unten)
Die Rentabilitätsvorschau
Diese ist unbedingt notwendig, um beurteilen zu können, ob das vom Existenzgründer oder Unternehmer vorgelegte Konzept funktionieren kann. Diese Vorschau sollte mindestens die ersten drei Geschäftsjahre umfassen. Das dritte Jahr ist besonders kritisch. Dann müssen nicht selten auch bei zinsgünstigen Krediten aus öffentlichen Förderprogrammen Tilgungszahlen geleistet werden, was die finanzielle Belastung sprunghaft ansteigen läßt. Deshalb muss zunächst ermittelt werden, wieviel das Unternehmen pro Jahr "abwerfen" kann, damit zumindest die privaten Kosten (und die der Familie) des Unternehmers gedeckt sind.
(vgl. Tabelle 2 zum Download unten)
Das Konzept
Eine gute Geschäftsidee allein ist nicht der Schlüssel zum Erfolg. Diese umzusetzen, erfordert ein sehr gut ausgearbeitetes Konzept, das folgende Punkte beinhaltet:
• Geschäftsidee
→ Marktlücken entdecken; erfolgreiche Konzepte kopieren; techn. Entwicklung
nutzen; mit Spezialisierung abheben; neue Trends erkennen
• Markteinschätzung
→ durch Sekundärforschung (d.h. Auswertung bereits vorhandener Daten
im Hinblick auf eigene Anforderungen; z.B. amtl.
Statistiken, Publikationen von Markforschungs-
institutionen ; GfK)
→ durch Primärforschung (d.h. eigene Beschaffung der benötigten Infos.
z.B. durch Gelbe Seiten, Branchenverzeichnisse,
Kundenbefragungen, Marktbeobachtung)
• Analyse der Konkurrenz
→ Verschaffung eines Überblickes über die derzeitige lokale /regionale / nationale / internationale Konkurrenzsituation. Fragen stellen wie: Wer sind Ihre Konkurrenten? Wo sind diese ansässig? Welches Leistungsangebot, welche Marktposition haben diese? Können Sie preisgünstiger sein? Wer verkauft vergleichbare Produkte? etc
• Standort
→ für die Wahl des richtigen Standortes sind entscheidende Gesichtspunkte zu berücksichtigen
(vgl. Tabelle 3 zum Download unten)
• Produkt-/ Dienstleistungs-/ Service-Vorteile
→ um erfolgreich am Markt tätig zu sein, muss sich jedes Unternehmen von den entsprechenden Wettbewerbern abheben. Stellen Sie sich immer die Frage, warum ein Kunde sich gerade für Ihr Unternehmen bzw. für Ihr Produkt entscheiden soll.
• Zukunft
→ Fragen Sie sich: Wie werden sich die Anforderungen an das Produkt ändern? Welche Zukunftstrends sind absehbar? Wie werden sich die Preise für benötigte Rohstoffe/ Materialien entwickeln? Wird es in Zukunft ausreichend qualifiziertes Personal geben? Wie schnell werden technologische Veränderungen in der Branche umgesetzt?
Das Unternehmen
Der formale sowie der organisatorische Aufbau eines Unternehmens hängt sehr stark von der angestrebten Unternehmensgröße ab. Je nach Rechtsform ergeben sich unterschiedliche gesetzliche und steuerliche Auflagen, die sich u.a. auch in einem entsprechendem Verwaltungsaufwand niederschlagen. Wie soll also die Aufbauorganisation aussehen? Zuständigkeiten und Aufgabenbereiche müssen ebenso bedacht werden, wie Verantwortungsbereiche, Vorgesetztenfunktionen und Kompetenzregelegungen. Wie sieht die Ablauforganisation aus? Gibt es räumliche und zeitliche Regelungen bzgl. der technischen und kaufmännischen Auftragsbearbeitung sowie des Materialsflusses?
(vgl. Tabelle 4 zum Download unten)
Die Planung
Steht der Entschluß fest bzw. ist das Konzept vielversprechend, steht einer Umsetzung nichts mehr entgegen. Um ungeliebten Überraschungen vorzubeugen, sollten Sie jedoch unbedingt für die ersten drei Jahre eine Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplanung vornehmen. So kann schon im Vorfeld der Kapitalbedarf zu bestimmten Zeitpunkten bestimmt und für einen entsprechenden Geldfluss gesorgt werden. Grundsätzlich sollte immer kaufmännisch vorsichtig agiert und nicht zu knapp kalkuliert werden, da unvorhergesehene Ereignisse jederzeit die Liquidität beanspruchen können.
Erstellen Sie sich am besten einen Kapitalbedarfsplan. Eine entsprechende Checkliste stellen wir zum Download zur Verfügung.
(vgl. Tabelle 5 zum Download unten)