Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) informiert in dieser Ausstellung über die Funktion des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der SED-Diktatur und zeigt seine Struktur, Tätigkeit und Wirkungsweise auf. Besondere Aufmerksamkeit lässt die Ausstellung den Menschen zuteil werden, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind: Ihr Schicksal wird in einer eigenen Sequenz nachgezeichnet.
Lebensweisen, die von der Norm abwichen, und politische Vorstellungen, die nicht der Polizeidoktrin entsprachen, galten als "staatsfeindlich" und wurden verfolgt. Anhand ausgewählter Biografien werden die oft gravierenden Auswirkungen der geheimpolizeilichen Verfolgung verdeutlicht.
Die Ausstellung ist in drei Hauptebenen gegliedert:
• MfS-Ebene ("Täter-Ebene") / In insgesamt neun Themenkreisen wird die Geschichte des MfS aufgezeigt. Ausgewählte Einzelfragen werden in insgesamt sechs Exkursen vertiefend aufgegriffen.
• Betroffenen-Ebene / Am Beispiel von 13 Biografien werden die Auswirkungen der menschenrechtsverachtenden Tätigkeit der SED-Geheimpolizei konkretisiert.
• Zeitleiste / Ausgewählte Daten der deutsch-deutschen und internationalen Politik skizzieren den zeitgeschichtlichen Rahmen.
Die Ausstellungsebenen sind durch themenbezogene Medienstationen ergänzt.
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Fachinformationen, Führungen, Akteneinsicht
Während der Ausstellungszeit stehen zwei fachkundige Mitarbeiter der Stasi-Unterlagen-Behörde den Besucherinnen und Besuchern für Informationen und Auskünfte zur Verfügung.
Besuchszeiten:
Dienstag – Freitag 10 – 17 Uhr
Samstag 11 – 18 Uhr
Sonntag 11 – 18 Uhr
Auf Wunsch werden Führungen für Schulklassen und andere interessierte Gruppen durch die Ausstellung angeboten.
Besuch und Führungen durch die Ausstellung, Eintritt frei
Führungen für Besuchergruppen können per Telefon unter 06192/900305, per Fax unter 06192/902838 oder via E-mail unter stadtmuseum@hofheim.de vereinbart werden.
Interessierte Besucher können Anträge auf Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen stellen.
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Begleitprogramm
Dienstag, 14.02.2012, 20.00 Uhr
"Entschlüsselte Macht"
Wie funktionierte die Überwachung durch den Staatssicherheitsdienst?
Vortrag und Diskussion
Referentin: Uta Leichsenring, BStU
Wie funktionierte die Überwachung durch den Staatssicherheitsdienst? Für welche Zwecke werden die Hinterlassenschaften dieser Geheimpolizei genutzt? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Entschlüsselte Macht“ durch die Leiterin der Außenstelle Halle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Polizeipräsidentin a.D., Frau Uta Leichsenring.
Der Eintritt ist frei.
Eine Ausstellung des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus - Stadtmuseum/Stadtarchiv

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